Fahrbericht Toyota Auris TS Hybrid: Volumen-Modell auf Sparflamme

Toyota Auris TS

Toyota bringt endlich wieder einen Kombi für die Kompaktklasse. Der Auris Touring Sports ist mit zwei Benzinern und zwei Turbodieseln lieferbar, aber auch als Hybride. Letzteren baten wir zur ersten Ausfahrt.

Kombis stehen in Deutschland hoch im Kurs. Wer aber bei Toyota einen kompakten Firmenwagen mit Ladeeigenschaften suchte, der erntete lange Zeit ein Schulterzucken. Über sechs Jahre hatten die Japaner der Kombi-Kompaktklasse den Rücken zugekehrt, nun melden sie sich mit dem Auris TS wieder zurück. TS steht übrigens für Touring Sports. Wobei die Zusatzbezeichnung Touring Sports nicht ganz stimmt. Sportlich ist der Auris Kombi nicht. Zwar geriet die Fahrwerksabstimmung straff, jedoch vereitelt die überarbeitete Lenkung jegliche Kurvenräuberei, da sie gefühllos arbeitet.

Der Auris Kombi hat gute Lade-Eigenschaften

Anstelle dessen bietet der 4,56 Meter lange Auris TS einen hohen Nutzwert. Hinter der weit nach oben schwingenden Heckklappe nebst angenehm tiefer, rückenfreundlicher Ladekante wartet ein riesiges Gepäckabteil: 530 bis 1.658 Liter. Praktisch: Die geteilten Rücksitzlehnen lassen sich von hinten mit einem Handgriff flachlegen. Eine Laderaumabdeckung mit integriertem Trennnetz ist immer an Bord. Sie lässt sich bei Bedarf leicht ausbauen und unter dem doppelten Ladeboden verstauen. Ebenso serienmäßig und nicht selbstverständlich ist die Dachreling beim Auris TS.

Hybrid zum Preis des großen Auris Diesel

Der Auris ist mit zwei Turbodieseln und zwei Benzinern zu bekommen. Und natürlich als Hybride, denn das entspricht dem Kerngeschäft von Toyota. Damit ist er der erste vollwertige Kombi mit Hybridantrieb. Er liegt mit 20.504 Euro netto preislich auf dem Niveau des stärksten Selbstzünders und soll für Gewerbekunden im Toyota Service Leasing unter 200 Euro monatlich kosten, inklusive den Bausteinen Wartung und Verschleiß. Die Systemleistung beträgt wie gewohnt 136 PS.

Alle Antriebskomponenten stammen aus dem Prius oder der fünftürigen Auris Hybrid Limousine . Gut gelöst: Die Nickel-Metallhydrid Akkus sind beim Auris TS Hybrid platzsparend unter den Rücksitzen montiert, deshalb ist sein Laderraum genauso groß wie bei den anderen Auris Kombis. Kompromisse müssen allerdings bei der Zuladung des Hybriden gemacht werden, die liegt bei nur 405 Kilo. Für einen Frachtesel ist das etwas wenig.

Im Innenraum des Hybrid-Japaners geht es ruhiger zu

Dafür ist der Auris Hybrid im Vergleich zum Prius wesentlich leiser. Dank aufwändiger Geräuschdämmung dringt das typische Aufheulen bei Vollgas kaum noch an die Ohren der Insassen. Öffnen sie nur einmal die schwere Motorhaube, dann wissen sie, wovon der Autor spricht. Am wohlsten fühlt man sich im Auris aber mit gemäßigtem Tempo, dann geht es ruhig im Innenraum zu. Wird zudem der Sparwillen bekundet, soll der Auris TS Hybrid nur 3,7 Liter schlucken.

Auf unserer gefahrenen Runde waren es im Schnitt 5,5 Liter. Die gehen noch in Ordnung. Was aber wesentlich mehr stört, sind die viel zu kurzen Vordersitze, die zu wenig Oberschenkelauflage gewähren. Keine Empfehlung ist auch das schweigsame Navi-System im Toyota, welches Abbiegeansagen entweder zu spät ansagt oder einfach komplett ignoriert. In diesen beiden Punkten sollte Toyota noch nachbessern, dann passt´s.

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Guido Borck

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