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Feinstaub: Bald droht das Fahrverbot

Freiwillige Appelle wie in Stuttgart, das Auto stehen zu lassen, fruchten nicht. Die Städte müssen im Kampf gegen den Feinstaub wohl drastischere Maßnahmen einsetzen.

Freiwillig lässt auch bei hohen Schadstoffwerten in der Luft kaum jemand sein Auto stehen. Das hat der jüngste Feinstaubalarm in Stuttgart gezeigt, bei dem die für die menschliche Gesundheit noch akzeptablen Grenzwerte fast um das Dreifache überschritten wurden. Das könnte über kurz oder lang Fahrverbote zur Folge haben. Denn in Ballungsgebieten ist nun einmal der Straßenverkehr die größte Quelle sowohl für den Staub wie auch für Stickstoffdioxide. Beide gehen vorrangig auf das Konto von Dieselmotoren.

Umweltbundesamt fordert Maßnahmen

Dass die Stickstoffdioxidbelastung an mehr als 60 Prozent der Messstellen in deutschen Innenstädten über dem EU-Grenzwert liegt, ist dem Umweltbundesamt (UBA) ein Dorn im Auge. Die Behörde fordert deshalb Konsequenzen für die schwarzen Schafe: Diesel-Pkw sollten so bald wie möglich – mit Ausnahme der Kategorie Euro 6 – aus den Innenstädten verbannt werden, verlangte UBA-Chefin Maria Krautzberger. Zudem gehöre der im Vergleich zur Benzinsteuer um etwa 18 Cent pro Liter niedrigere Dieselsteuersatz als »klimaschädliche Subvention« abgeschafft. Angemessen wäre aufgrund der ebenfalls höheren spezifischen CO2-Emissionen ein Steuersatz, der sogar über dem von Benzin liege. Auch das Dienstwagenprivileg sollte kassiert werden, fordert das UBA. Es begünstige Dienstwagenbesitzer im Vergleich zu Privatpersonen. Dadurch dass es vorteilhaft sei, ein Teil des Gehalts über Dienstwagen auszuzahlen, würden negative Anreize für den Klimaschutz gesetzt.

Autor

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Karl-Heinz Augustin

Datum

27. Januar 2016
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