Kongress Klimaschutz Stuttgart „Was wir heute schon tun können!“

Foto: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

Klimaschutz, Kommunikation und politische Maßnahmen: Rund 600 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft diskutierten beim Kongress zum Klimaschutz im Verkehrssektor in Stuttgart. Welche Rolle Firmen-Flotten spielen - ein Rückblick.

Im Rahmen des Kongress Klimaschutz im Verkehr 2023 lud das Ministerium für Verkehr in Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Kompetenznetz Klima Mobil in das Haus der Wirtschaft in Stuttgart ein. Unter dem Motto „Mutig voran. Wir und jetzt“ tauschten sich verschiedene Akteure aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft aus. Ziel war es einen Überblick zu bekommen, wo der Verkehrssektor in Sachen Klimaschutz zum aktuellen Zeitpunkt steht.

Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) eröffnete den Kongress. Er betonte dabei noch einmal, dass der Klimaschutz ein Gemeinschaftsprojekt sei und es wichtig sei in diesem Bereich voranzukommen. Dabei zeigte er auch fünf Ziele auf, die zu einer Verringerung der CO2-Emissionen um 55 Prozent im Jahre 2030 führen sollen: Eine Verdopplung des ÖPNV, jedes zweite Auto soll klimaneutral fahren, jeder zweite Weg soll aktiv selbst zu Fuß zurückgelegt werden, ein Fünftel weniger Pkw-Verkehr in Stadt und Land und jede zweite Tonne soll klimaneutral fahren.

Die Rolle des Pkw bei der Antriebswende

Die Ziele vermitteln dabei eines deutlich: Der Schwerpunkt der Antriebswende liegt beim Pkw. Hermann betont dabei noch einmal, wie wichtig es ist, das Ladenetz entsprechend auszubauen. Der Glaube, dass der Verkehr ausschließlich über die Bahn erfolgt, sei Wunschdenken. „Bei der Antriebswende hin zur Elektromobilität brauchen wir noch mehr Schub. Hier sind alle staatlichen Ebenen gefragt“, betont er. Insgesamt soll die Dominanz des Autos allerdings zurückgehen und mehr Fairness auch für andere Verkehrsteilnehmer auf den Straßen herrschen. Zudem müsse laut Hermann die Dienstwagenbesteuerung verändert werden, da Dienstwagen den Markt für Neufahrzeuge maßgeblich gestalten. Es benötige eine klimafreundliche Dienstwagenbesteuerung – eine Reform wäre hierfür erforderlich.

Elektrifizierung schreitet langsam voran

Frau Dr. Wiebke Zimmer (Agora Verkehrswende) hob in einer Podiumsdiskussion noch einmal hervor, dass im Verkehrssektor die Emissionen bis jetzt insgesamt noch nicht gesunken sind und das Vorhaben noch am Anfang steckt. Es reiche dabei nicht aus, an nur einer Stelleschraube zu drehen. Es gilt bei mehreren Bereichen anzusetzen. Rund 80 Prozent der Pkw stellen nach wie vor Verbrenner dar. Gründe hierfür seien vor allem die teuren Preise für E-Autos und die geringere Auswahl an Modellen, vor allem bei kompakteren Fahrzeugen. Zudem sei die E-Fuels-Klausel kontraproduktiv – es brauche Klarheit und keine Verunsicherung.

Mercedes-Benz wertet Fahrzeugdaten aus

Matthias Mallik (Mercedes-Benz AG) berichtet auf dem Kongress, was Mercedes-Benz derzeit in Sachen Klimaschutz unternimmt. So analysiert das Unternehmen unter anderem Fahrzeugdaten, um Mikrowetter zu erkennen oder auch, wann und wo ein Assistenzsystem eingreifen musste. Das soll gerade im Bereich der urbanen Mobilität zu mehr Nachhaltigkeit, Sicherheit und Effizienz führen. Darüber hinaus plant das Unternehmen bis zum Jahr 2039 in der Herstellung, Fahrzeugnutzung und dem Recyclen der Fahrzeuge CO2-neutral zu sein.

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