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Saab: Schweden öffnen die Werkstore wieder

Im ehemaligen Saab-Hauptwerk in Westschweden wird knapp zwei Jahre nach der Pleite wieder gearbeitet. Neu ist das, was künftig produziert wird, allerdings nicht.

Offenbar hat Schweden einen traditionsreichen Autobauer zurück: Wie die Tageszeitung "Aftonbladet" berichtet, hat die Autoproduktion in dem vor knapp zwei Jahren geschlossenen Saab-Werk in Trollhättan wieder begonnen. Auch von anderer Seite wird bestätigt, dass im Hauptsitz des insolventen Herstellers wieder gearbeitet wird.

Dem Bericht zufolge sind fast 400 Mitarbeiter in der Fabrik beschäftigt, weitere sollen eingestellt werden. Gebaut wird der Saab 9-3, der 2002 auf den Markt kam. Technisch soll dabei mit kleinen Updates mehr oder weniger alles beim Alten bleiben. "Die ersten Arbeiter sind zurück!" jubelte ein schwedischer Saab-Fanblog vor einigen Tagen. Es sei ein großartiges Gefühl, die Fabrik wieder von innen zu sehen, zitieren die Blogger einen Mitarbeiter.

Endmontage ab September

Ende September könnte die Endmontage des 9-3 beginnen, sagt Mikael Östlund, Pressesprecher von NEVS in "Aftonbladet". Der chinesisch-schwedische Investor National Electric Vehicle Sweden (NEVS) hatte ein halbes Jahr nach der Saab-Insolvenz Ende 2011 Teile des Automobilherstellers übernommen, darunter die Rechte am 9-3. Ein Problem ist derzeit offenbar noch die Teileversorgung, da rund zwei Jahre nach der Einstellung des 9-3 viele Liederanten fehlen. Auch wie das Auto verkauft werden soll, sei noch unklar, da es kein Händlernetz gebe. In früheren Verlautbarungen hatte der chinesische Investor auch eine elektrische Version des Saab 9-3 angekündigt. Nach dem Zeitungsbericht denkt NEVS auch über ein neues Modell auf der Plattform des 2011 vorgestellten Konzepts Phoenix nach.

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Saab

Datum

22. August 2013
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