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Abgasskandal: Umweltbundesamt will Emissionen selbst messen

Im Abgas-Skandal macht das Umweltbundesamt (UBA) ernst. Es will eigene Messungen einführen, um den wahren Emissionsausstoß von Fahrzeugen zu überprüfen.

Wie tagesschau.de unter Berufung auf Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung berichtet, plane das Umweltbundesamt schon in Kürze eigene Abgastests unter realen Fahrbedingungen. Damit erhöhe es den Druck auf die Hersteller, aber auch auf das Verkehrsministerium und das ihm unterstellte Kraftfahrtbundesamt. 

Das Umweltbundesamt wird nach eigenen Angaben demnächst ein neues Messprogramm ausschreiben, private Firmen sollen dann die Werte messen. Dabei sollen Fahrzeuge der Schadstoffklasse Euro 6 überprüft werden, um zu sehen, ob diese im Verkehr auch das einhalten, was die Tests im Labor versprechen. UBA-Präsidentin Maria Krautzberger erklärt: "In den hochbelasteten Innenstädten haben Diesel-Fahrzeuge sicher keine Zukunft."

Laut Umweltbundesamt verursachen Dieselfahrzeuge in Deutschland jährlich 33 Milliarden Euro Schaden an Umwelt und Gesundheit, "deutlich mehr als Benziner", heißt es dazu. Präsidentin Krautzberger fordert nun Konsequenzen. Die niedrigen Besteuerungen an der Zapfsäule um derzeit 18,4 Cent pro Liter müsse ein Ende haben. "Die niedrigen Mineralölsteuer auf Diesel führt dazu, dass die Menschen in vielen Städten unter den Dieselabgasen der Autos leiden", erläutert Krautzberger gegenüber NDR, WDR und SZ.

Autor

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Thomas Küppers

Datum

27. Juni 2016
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