Vom 3. bis 9. August 2026 findet bundesweit der Blitzermarathon statt. Kurz vor Beginn hat das Vergleichsportal LeasingMarkt.de die Bußgeldeinnahmen sowie die Dichte von Blitzern und Messstellen in 30 deutschen Städten untersucht. Grundlage sind Daten aus dem Jahr 2025, die im Juli 2026 ausgewertet wurden.
Karlsruhe kassiert mit großem Abstand
An der Spitze des Rankings steht Karlsruhe. Dort entfallen rechnerisch 128 Euro Bußgeld auf jeden zugelassenen Pkw. Insgesamt nahm die Stadt nach Angaben der Auswertung rund 18 Millionen Euro ein. Damit liegt Karlsruhe deutlich über dem Durchschnitt der untersuchten Städte von rund 39 Euro je Fahrzeug.

Beim Blitzermarathon vom 3. bis 9. August 2026 kontrolliert die Polizei bundesweit verstärkt die Geschwindigkeit. Karlsruhe führt beim Bußgeld je Pkw.
München landet überraschend ganz hinten
Am anderen Ende der Tabelle steht München. Dort betrugen die Einnahmen lediglich 1,90 Euro je zugelassenem Pkw. In absoluten Zahlen führen dagegen die Millionenstädte Hamburg und Berlin: Hamburg nahm 41,8 Millionen Euro ein, Berlin 37,9 Millionen Euro. Bezogen auf den jeweiligen Pkw-Bestand landen beide Städte jedoch deutlich weiter hinten. Auch bei der Dichte stationärer Anlagen liegt Karlsruhe vorn. Auf 10.000 zugelassene Pkw kommen dort 2,6 feste Blitzer. Der Durchschnitt der untersuchten Städte beträgt ein Gerät. Wuppertal folgt mit 2,5, Flensburg mit zwei Anlagen je 10.000 Pkw.
Diese Städte führen das Ranking an
Bei mobilen Blitzern erreicht Potsdam den höchsten Wert. Dort kommen 0,9 Geräte auf 10.000 Pkw. Auch die Zahl möglicher Messstellen ist in der brandenburgischen Landeshauptstadt besonders hoch: Mit 7,7 Standorten je 10.000 Pkw liegt Potsdam vor Leipzig mit 7,3 und Mainz mit 6,8. Das Gesamtranking berücksichtigt Bußgeldeinnahmen pro gemeldetem Pkw, stationäre und mobile Blitzer sowie Messstellen. Nach Karlsruhe und Potsdam folgen Leipzig, Mainz und Wuppertal auf den ersten fünf Plätzen.
Blitzer sollen nicht nur Kassen füllen
Die Werte lassen allerdings nur eingeschränkt Rückschlüsse darauf zu, wie hoch das persönliche Risiko einer Geschwindigkeitskontrolle tatsächlich ist. Die Einnahmen hängen nicht nur von der Zahl der Blitzer ab, sondern ebenso vom Verkehrsaufkommen, von Pendlern und Durchreisenden, den kontrollierten Strecken sowie vom Verhalten der Fahrer. Die Zahl zugelassener Pkw bildet diese Unterschiede nur teilweise ab. LeasingMarkt.de betont zudem, dass Geschwindigkeitskontrollen vor allem an Gefahrenstellen eingesetzt werden sollten. Tempolimits dienten der Unfallprävention und dürften nicht den Eindruck erwecken, in erster Linie zusätzliche Einnahmen für die Kommunen zu generieren.
Hier geht's zur ganzen Studie: https://www.leasingmarkt.de/blitzer-stadt-ranking






