Fiat baut die Topolino-Familie weiter aus

Fiat baut seine kleinen Stromer weiter aus
Topolino, Tris und neue Pläne für die Stadt

Der Fiat Topolino entwickelt sich vom Stadtfahrzeug zur eigenständigen Modellfamilie. Neue Varianten, zusätzliche Einsatzzwecke und ein wachsender Markt sollen die nächsten Jahre prägen.

Fiat Topolino 2026
Foto: Fiat

Vatikan setzt auf elektrische Leichtfahrzeuge

Staus, schlechte Luft, keine Parkplätze, der Verkehr in Rom verlangt viel Geduld. Wer kann, steigt in die Metro oder Straßenbahn, oder nutzt wenigstens ein kleines E-Auto. Der Vatikan beispielsweise hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Fuhrpark bis Ende des Jahrzehnts komplett zu elektrifizieren. Weil dafür nicht jede Fahrt in einer großen Limousine stattfinden muss, ergänzen jetzt 20 Fiat Topolino die Kirchenflotte. Ergänzt wird die Flotte später um zehn Fiat Tris. Das elektrische Dreirad erinnert an die Piaggio Ape und ist als kompakter Lastenträger für Transport- und Servicedienste konzipiert. Marktstart in Europa ist 2027.

Fiat baut die Topolino-Baureihe aus

Mit inzwischen mehr als 40.000 Bestellungen hat sich das Kleinstauto für Fiat zum Erfolg entwickelt. Deshalb soll aus dem einzelnen Modell jetzt eine komplette Baureihe werden, die ähnlich wie der Fiat 500 regelmäßig durch neue Farben, Ausstattungslinien und Sondereditionen ergänzt wird.

Fiat Topolino 2026
Fiat

Mit 20 Topolino beginnt die Elektrifizierung des vatikanischen Fuhrparks.

Leichtfahrzeuge gewinnen Marktanteile

Die Chancen dafür stehen gut. Die Klasse der L6e- und L7e-Fahrzeuge ist im vergangenen Jahr nach Fiat-Angaben um 67 Prozent gewachsen und wächst schneller als jedes andere Segment. Darunter versteht man Leichtfahrzeuge, die kleiner als klassische Pkw sind und je nach Ausführung bereits ab 15 beziehungsweise 16 Jahren gefahren werden dürfen. Der Topolino ist inzwischen Marktführer in mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland.

Topolino Corallo und Sport erweitern das Angebot

Neu im Programm ist zunächst der Topolino Corallo. Er ergänzt das bisherige Grün um einen zweiten historischen Farbton und kostet 9.990 Euro (8.319 Euro netto) oder im Leasing monatlich 39 Euro (33 Euro netto). Da der durchschnittliche Topolino-Käufer 47 Jahre alt ist, soll das zweite Sondermodell gezielt die Jugend ansprechen. Der Sport mit schwarzer Optik, Dekorstreifen und dunklem Innenraum richtet sich vor allem an Käufer unter 18 Jahren. Passend dazu kooperiert Fiat mit dem Audio-Spezialisten Monster Cable. Zum Serienumfang gehört der Bluetooth-Lautsprecher Monsterlino, der sich magnetisch im Fahrzeug befestigen und auch außerhalb des Autos nutzen lässt. Der Topolino Sport kostet 11.499 Euro (9.663 Euro netto).

Viersitziger Topolino soll 2028 folgen

Weitere Sondermodelle sollen folgen. Anfang 2028 will Fiat zudem einen viersitzigen Ableger vorstellen, der die Lücke zwischen Topolino und klassischem Kleinwagen schließen und gestalterisch an den historischen Multipla erinnern soll.