Günstige E-Autos: 6 Modelle Preis-Leistungscheck

5 günstige Stromer im Überblick
Diese E-Autos sind jetzt überraschend günstig

Vom Dacia Spring bis zum Fiat Grande Panda: Der Überblick zeigt, welche günstigen E-Autos derzeit auf den Markt drängen – und wie sie sich bei Preis, Reichweite und Ausstattung unterscheiden.

Weißer Dacia Spring Elektro-Kleinwagen fährt auf kurviger Straße in ländlicher Umgebung.
Foto: Adrien Cortesi

Individuelle Mobilität kann ins Geld gehen. Vor allem in Zeiten steigender Spritpreise. Wenn etwa, wie aktuell in Deutschland, die Kosten für Diesel und Benzin explodieren, nehmen das viele Autonutzer zum Anlass, sich nach Alternativen umzuschauen. Längst hat sich rumgesprochen, dass man mit E-Autos deutlich günstiger unterwegs sein kann. Deshalb steigt derzeit das Interesse von Autokäufern an Elektro-Alternativen, was sich sowohl an mehr Suchanfragen auf Plattformen wie Autoscout24 wie auch an den aktuellen Neuzulassungszahlen zeigt. Und: Der Einstieg ist längst nicht mehr nur etwas für Gutverdiener. Einige Stromer sind inzwischen so günstig, dass sie sogar als Neuwagen für knappe Budgets in Frage kommen. Vor allem, wenn die neue staatliche E-Förderung ins Spiel kommt.

Dacia Spring: Das aktuell günstigste E-Auto in Deutschland

Noch vor wenigen Monaten war der Dacia Spring das mit Abstand günstigste E-Auto am Markt. Fahrzeuge aus dem Modelljahr 2025 hat die Renault-Tochter für 10.084 Euro (alle Preise netto) angeboten, was bei maximaler Förderung den Neuwagenpreis auf bis zu 5.042 Euro verschlankte. Mittlerweile muss man deutlich tiefer ins Portemonnaie greifen, denn die Basisversion Expression Electric 70 startet bei 15.714 Euro, was ihn weiterhin zum günstigsten E-Auto in Deutschland macht.

Dafür gibt es solide Basiskost wie 52 kW/70 PS, 24-kWh-Akku und rund 230 Kilometer Reichweite. Sprintwunder darf man nicht erwarten, doch der Spring ist ausreichend flott für Stadt und Umland. Der 3,70 Meter kurze Viertürer bietet zudem vier Plätze und ordentlich viel Stauraum. Auch die Ausstattung überrascht nicht negativ: Klima, Infotainment und Einparkhilfe sind bereits an Bord. Kurz gesagt: kein Glamour, aber viel Vernunft.

Leapmotor T03: Mehr Ausstattung zum kleinen Preis

Der kleine Chinese mit Stellantis-Anbindung kratzt mit 15.882 Euro am Preisniveau des Spring, setzt aber bei der Ausstattung deutlich einen drauf. Der 3,62 Meter kurze Fünftürer überrascht innen zudem mit ordentlichem Platzangebot und serienmäßigem Luxus: Panorama-Glasdach, Klimaautomatik, zehn Assistenzsysteme, 10-Zoll-Touchscreen mit Navi und Aluräder gehören dazu.

Mit 70 kW/95 PS und nur 1,2 Tonnen Leergewicht und seinem 37-kWh-großen Akku geht es zudem flink voran. 265 Kilometer WLTP-Reichweite sind drin, wer im Stadtgebiet bleibt, schafft fast 400. Und Nachladen geht mit 6,6 kW (AC) oder 45 kW (DC). Damit beschränkt der T03 den Aktionsradius nicht nur auf den Stadtverkehr.

Kompakter Elektro-Kleinwagen Leapmotor T03 fährt in urbaner Umgebung an moderner Architektur vorbei.
Leapmotor

Im Vergleich zum Spring wird für den Leapmotor T03 nur ein kleiner Mehrpreis gezahlt, bei Antrieb und Ausstattung bekommt man hingegen deutlich mehr geboten.

BYD Dolphin Surf: Preis-Leistungs-Tipp mit moderner Technik

Auf den dritten Platz landet der BYD Dolphin Surf mit rund 15.966 Euro. Die kleine Mehrinvestition im Vergleich zum Spring könnte sich auch in diesem Fall lohnen, denn schon die Basis ist ordentlich bestückt. Sie bietet Sitzbezüge aus veganem Leder, einen 10-Zoll-Touchscreen mit Navigation, Tempomat, Klimaanlage, Rückfahrkamera, Fernlichtautomatik und eine Vehicle-to-Load-Funktion. Der E-Antrieb mit 65 kW/88 PS bietet eine 30-kWh-Batterie für 220 Kilometer Reichweite. Alternativ steht ein größerer Akku mit 43 kWh und 322 Kilometer Reichweite zur Wahl, die sich auf Wunsch auch mit einem stärkeren Antrieb mit 115 kW/156 PS kombinieren lässt.

Ansonsten bietet der 3,99 Meter kleine Fünftürer vorn wie hinten gute Platzverhältnisse für bis zu vier Insassen. Der Kofferraum lässt sich von 308 auf 1.037 Liter erweitern.

Renault Twingo E-Tech: Retro trifft Elektromobilität

Anders als die günstigen E-Autos aus chinesischer Produktion kann Renault mit dem neuen Twingo E-Tech Elektrisch geschickt den Retro-Joker ausspielen. Die Neuauflage des Kult-Franzosen bekommt man in der Basisversion Evolution zum Preis von rund 16.810 Euro. Angetrieben wird dieser von einem 60 kW/82 PS starken Elektromotor. Eine 27,5 kWh große Batterie ermöglicht eine WLTP-Reichweite von bis zu 262 Kilometern. Serienmäßig verfügt das grundsätzlich fünftürige und viersitzige Modell über einen 11-kW-AC-Onboardlader sowie eine DC-Schnellladefunktion mit bis zu 50 kW.

Zur Ausstattung der Basis zählen darüber hinaus ein digitales Kombiinstrument, ein 10-Zoll-Infotainment-Touchscreen mit Konnektivitätsfunktionen, Klimaanlage, Tempomat und Parkpiepser hinten. Zudem lassen sich die Rücksitze geteilt längs verschieben, was die Variabilität des rund 3,80 Meter kurzen Kleinwagens zusätzlich erhöht.

Citroen e-C3 und Fiat Grande Panda im Preisduell

Der Einzige in diesem Quintett, der die 16.810-Euro-Marke reißt, ist der Citroen e-C3. Zwar könnte man ihn für einen Franzosen halten, gebaut wird der kleine Fünftürer allerdings in der Slowakei, was auch auf den schlanken Preis von 16.924 Euro einzahlen dürfte. Dafür bekommt man die 83 kW/113 PS starke Basis You, die dank 44 kWh großer Batterie 322 Kilometer WLTP-Reichweite bietet. Die Basis bleibt funktional statt verspielt: 16-Zoll-Stahlfelgen, Smartphone-Halterung statt Touchscreen und manueller Klimaanlage. Platz ist für vier Personen und zusätzlich für 310 Liter Gepäck.

Wer etwas mehr investieren will, nämlich rund 18.487 Euro, könnte sich alternativ auch für den C3-Technikbruder Grande Panda von Fiat entscheiden. Der bietet in der Basis Pop neben einer optisch reizvolleren Hülle noch Schnellladetechnik, die bis zu 11 kW AC und bis 100 kW DC verdaut. Regulär kostet er 21.008 Euro, wird aktuell aber mit einem 2.521 Euro starken Händler-Bonus beworben. Abzüglich der staatlichen Förderung kann der Preis für diesen Stromer auf 13.445 Euro sinken.