Ob Diesel-Kombi, Plug-in-Hybrid oder Elektroauto: In der Mittelklasse verschieben sich die Kräfte im relevanten Flottenmarkt deutlich. Das zeigt das Dataforce-Ranking für Januar bis Juni 2026. Berücksichtigt sind gewerbliche Neuzulassungen ohne Autovermieter, Hersteller und Handel. Insgesamt wächst das Segment leicht von 45.495 auf 46.212 Fahrzeuge.
VW Passat bleibt vorn, verliert aber Marktanteile
Der VW Passat verteidigt Rang 1, büßt gegenüber dem Vorjahr jedoch deutlich ein. Sein Segmentanteil sinkt von 27,7 auf 21,8 Prozent. Als wichtigste Version weist Dataforce erneut den Passat Variant 2.0 TDI mit 110 kW aus. Der klassische Diesel-Kombi bleibt damit das stärkste Mittelklassemodell im Flottenmarkt, sein Abstand zur Konkurrenz wird aber kleiner.

Platz 1: Der VW Passat erreicht im relevanten Flottenmarkt einen Segmentanteil von 21,8 Prozent. Am häufigsten zugelassen wurde der Passat Variant 2.0 TDI mit 110 kW.
Vor allem der Skoda Superb holt auf. Er bleibt auf Rang 2 und steigert seinen Anteil von 13,3 auf 16,6 Prozent. Wie bereits 2025 führt der Superb Combi Hybrid 1.5 TSI mit 110 kW die Versionierung an. Der Plug-in-Hybrid-Kombi gewinnt damit innerhalb des Segments deutlich an Gewicht.
Audi A5 springt auf Rang 3
Zu den größten Gewinnern zählt der Audi A5. Die Baureihe verbessert sich von Rang 5 auf Rang 3 und erhöht ihren Anteil von 8,1 auf 14,0 Prozent. Zugleich ändert sich die wichtigste Ausführung: 2025 war der A5 Avant 2.0 TDI mit 150 kW ausgewiesen, 2026 ist es der A5 Avant 2.0 TFSI e-hybrid quattro mit 270 kW.
Damit zieht der Audi an der Mercedes C-Klasse und dem BMW 3er vorbei. Der BMW fällt von Rang 4 auf Rang 5. Sein Anteil geht von 13,0 auf 11,3 Prozent zurück. Wichtigste Version bleibt der 320d Touring xDrive mit 140 kW.
Noch stärker verliert die Mercedes C-Klasse. Sie rutscht von Rang 3 auf Rang 6 ab, ihr Segmentanteil sinkt von 13,1 auf 8,5 Prozent. Bei der Versionierung bleibt der C 200 d T-Modell mit 120 kW vorn. Trotz der Verschiebungen spielen Diesel-Kombis damit weiterhin eine zentrale Rolle in der Mittelklasse.
Mercedes CLA macht den größten Sprung
Der Mercedes CLA legt besonders kräftig zu. Sein Anteil steigt von 4,8 auf 11,6 Prozent, zugleich verbessert sich die Baureihe von Rang 7 auf Rang 4. Auch die ausgewiesene Hauptversion wechselt: Im Vorjahr war es der CLA 200 Shooting Brake mit 120 kW, 2026 der vollelektrische CLA 250+ EQ mit 200 kW.
Der BMW i4 bleibt ebenfalls in den Top 10, gibt aber leicht nach. Sein Segmentanteil sinkt von 6,7 auf 6,3 Prozent, wodurch er von Rang 6 auf Rang 7 zurückfällt. Wichtigste Variante bleibt der i4 eDrive40 mit 250 kW.
Der BMW 4er hält Rang 8, verliert jedoch ebenfalls Anteile. Nach 3,9 Prozent im Vorjahr kommt die Baureihe nun auf 3,2 Prozent. An der Spitze der Versionierung steht weiterhin der 420d Gran Coupé xDrive mit 140 kW.
Tesla Model 3 und Volvo V60 neu dabei
Neu in den Top 10 ist das Tesla Model 3. Mit einem Anteil von 2,7 Prozent steigt das Elektroauto auf Rang 9 ein. Als Version weist Dataforce das Model 3 mit 235 kW aus.
Den zehnten Platz belegt der Volvo V60 mit 1,0 Prozent. Wichtigste Ausführung ist der V60 T6 Hybrid AWD mit 186 kW. Nicht mehr unter den zehn stärksten Modellen vertreten sind der Audi A4/S4 und der Peugeot 408. Sie lagen 2025 noch auf den Rängen 9 und 10.
Fazit: Mehr Bewegung hinter dem Passat
Das Dataforce-Ranking 2026 zeigt eine Mittelklasse mit klaren Verschiebungen. Der VW Passat bleibt zwar die Nummer eins, verliert aber deutlich an Anteil. Der Skoda Superb rückt näher heran, während Audi A5 und Mercedes CLA besonders stark zulegen.
Auch die Antriebsstruktur wird vielfältiger. Bei Passat, BMW 3er, Mercedes C-Klasse und BMW 4er führt weiterhin jeweils eine Dieselversion die Modellwertung an. Beim Superb, Audi A5 und Volvo V60 stehen elektrifizierte Verbrenner vorn. Hinzu kommen mit BMW i4 und Tesla Model 3 zwei reine Elektrobaureihen sowie der CLA, dessen wichtigste Ausführung 2026 elektrisch ist. Die Mittelklasse bleibt damit vom Kombi geprägt, öffnet sich aber stärker für Plug-in-Hybride und Elektroautos.









