Farizon: Sechs neue Partner zur IAA

Farizon meldet sechs Kooperationen
Bosch, ZF und CATL als neue Partner

Auf der IAA Transportation hat Geely Farizon Kooperationen mit AMF, Allianz, BNP Paribas, CATL, Bosch und ZF bekanntgegeben. Ziel ist ein stabiles Servicenetz für den europäischen Nutzfahrzeugmarkt.

Farizon-Messestand auf der IAA Transportation 2026: Homtruck, Farizon SV und Farizon V7E vor dem Geely-Farizon-Pavillon in Hannover.
Foto: Farizon

Der chinesische Nutzfahrzeughersteller Geely Farizon baut seine Strukturen in Europa aus. Auf der IAA Transportation in Hannover hat das Unternehmen Kooperationen mit sechs Partnern besiegelt: AMF, Allianz, BNP Paribas, CATL, Bosch und ZF. Die Vereinbarungen reichen von technischem Service und Ersatzteilversorgung über Finanzierung und Versicherung bis zu Technologie- und Infrastrukturlösungen.

Sechs Partner für ein stabiles Ökosystem

Farizon-Manager Cook Xue begründete den Schritt mit dem Wettbewerbsdruck im europäischen Nutzfahrzeugmarkt: Über den Erfolg entscheide nicht allein der Anschaffungspreis, sondern zunehmend auch Betriebskosten, Fahrzeugverfügbarkeit und verlässliche Service- sowie Finanzierungsangebote. In die Kalkulation der Gesamtbetriebskosten fließe dabei auch die Restwertentwicklung ein.

Konkret verfügt Farizon in Deutschland bereits über ein zentrales Ersatzteillager, 2026 kam ein europäisches Ingenieurteam hinzu. Geplant sind zudem eine Europazentrale sowie eigene Gesellschaften in Deutschland und Frankreich. Aktiv ist das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits unter anderem in Großbritannien, Serbien, Spanien und den Benelux-Staaten.

Europazentrale und eigene Landesgesellschaften geplant

Mike Xianjun Fan, CEO der Geely Farizon New Energy Commercial Vehicle Group, ordnete den Ausbau in die Strategie „In Europa, für Europa" ein. Die Auslieferung eines Fahrzeugs sei nur der Anfang der Kundenbeziehung, so Fan. Als Basis dient laut Unternehmen die „One Geely“-Strategie, über die Farizon auf Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen des Konzerns zurückgreift und diese an die Anforderungen gewerblicher Fahrzeuge anpasst.

Auch beim Fahrzeugangebot kündigte Farizon Erweiterungen an. Für den Transporter SV sollen gemeinsam mit Aufbaupartnern zusätzliche Varianten entstehen, darunter Ausführungen für Personentransport, Kühltransporte und rollstuhlgerechte Aufbauten. Hinzu kommen neue Batterien, weiterentwickelte Elektromotoren sowie eine 4x4-Allradversion für Einsätze in schneereichen Regionen, auf unbefestigten Wegen und im bergigen Gelände. Der V7E soll als vollelektrischer Transporter für urbane Lieferverkehre und die letzte Meile positioniert werden.

Homtruck feiert Europa-Premiere in Hannover

Auf der Messe zeigte Farizon zudem erstmals einem internationalen Publikum den Homtruck für den schweren Fernverkehr. Chefdesigner Ulrich Richter beschrieb das Fahrerhaus als Versuch, es über die reine Fahrfunktion hinaus als Arbeits-, Aufenthalts- und Rückzugsraum zu gestalten – daher auch der Name des Fahrzeugs.