Eine neue Software von LapID soll Fuhrparkverantwortliche bei der Bearbeitung von Anhörungsbögen und Verwarnungen entlasten. Künstliche Intelligenz ordnet Dokumente Fahrzeugen und möglichen Fahrern zu, überwacht Fristen und bereitet die Antwort an die Behörde vor.
Vom Dokumentenupload bis zur Fahrerzuordnung
LapID erweitert sein Angebot für Fuhrpark-Compliance um ein digitales Strafzettelmanagement. Eingehende Anhörungsbögen, Verwarnungen und Bußgeldbescheide werden in das System hochgeladen und mithilfe einer KI-basierten Dokumentenerkennung ausgelesen. Anschließend ordnet die Software den Vorgang einem Fahrzeug zu und schlägt mögliche Fahrer vor. Der betroffene Fahrer wird über den Vorgang informiert und kann seine private Anschrift bestätigen oder eine fehlerhafte Zuordnung melden. Optional lässt sich zudem angeben, dass ein Verwarngeld bereits bezahlt wurde. Nach der Bestätigung erstellt das System ein Antwortschreiben für die Behörde. Der Fuhrparkverantwortliche prüft den Vorgang abschließend und gibt die digitale Übermittlung frei.
Automatische Überwachung offener Fristen
Eine integrierte Fristenüberwachung soll sicherstellen, dass offene Vorgänge rechtzeitig bearbeitet werden. Sämtliche Schritte werden im System dokumentiert. Damit soll sich auch das Risiko verringern, dass ein Fahrer nicht fristgerecht ermittelt werden kann und dem Unternehmen eine Fahrtenbuchauflage droht.
Anbieter verspricht bis zu 80 Prozent Zeitersparnis
Nach Angaben von LapID kann der automatisierte Ablauf den Zeitaufwand pro Strafzettel um bis zu 80 Prozent reduzieren. Als Vergleich nennt das Unternehmen die bislang häufig manuelle Bearbeitung mit Scannen, Recherche in Tabellen, Ausfüllen der Unterlagen und Rückversand an die Behörde. Eine unabhängige Überprüfung der genannten Zeitersparnis liegt in der Pressemitteilung nicht vor. LapID bietet bereits Lösungen zur Führerscheinkontrolle, Fahrerunterweisung, Fahrzeugprüfung und digitalen Fahrzeugverwaltung an. Das neue Strafzettelmanagement ergänzt diese Anwendungen um einen weiteren administrativen Prozess. Nach Unternehmensangaben nutzen mehr als 600.000 Personen bei über 5.000 Unternehmen die Angebote des Anbieters.







