Reflektierende Verkehrsschilder

Seit 75 Jahren strahlen die Schilder zurück

Foto: 3M

Verkehrsschilder mag es schon auf alten Römerstraßen gegeben haben. Erst seit 75 Jahren sind Tempolimit, Vorfahrtsregelung und Co. auch bei Nacht zu sehen.

Die ersten Verkehrsschilder der Neuzeit stammen noch aus dem 19. Jahrhundert. Doch zunächst waren sie nur am helllichten Tag von Nutzen. Erst vor 75 Jahren wurden die ersten reflektierenden Exemplare aufgestellt. Zunächst in den USA.

Seine Premiere feierte das sogenannte retroreflektierende Verkehrsschild am 1. September 1939 in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota. So zumindest rechnet das Unternehmen 3M, das die damals als Reflektor eingesetzte Folie erfunden hat. Ursprünglich sollte sie für Fahrbahnmarkierungen eingesetzt werden. Da sie aber auf dem Asphalt nicht lange hielt, kam man auf die Idee, sie für Verkehrsschilder zu nutzen.

Glasperlen wurden von Hand verstreut

Für das Zurückwerfen des Lichtes waren zunächst kleine Glasperlen zuständig, die weitgehend per Hand auf eine Trägerfolie geschüttet wurden. Anders als etwa eine polierte Metallschicht spiegelten sie das Licht nicht nach dem Muster Einfallswinkel-gleich-Ausfallswinkel zurück, sondern streuten es diffus in alle Richtungen. So kam zumindest ein Teil auch beim Autofahrer an. Heute reflektieren nicht mehr kleine Glaskugeln, sondern winzig kleine Mikroprismen das Licht. Eine Folie kommt auch nicht mehr zum Einsatz, stattdessen werden die Reflektoren gleichzeitig mit der Farbe direkt auf das Schild gedruckt.

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