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VW Golf 8 (2020)

Neuer Golf bekommt immer Digitalcockpit

Foto: Immanuel Schneeberger 19 Bilder

Der neue Golf VIII kommt mit kaum veränderten Abmessungen und behutsam geändertem Design. Die wahre Neuerung steckt im Innenraum und Bedienkonzept. Infos und Bilder im Überblick.

Wenn ein neuer Golf ansteht, ist eines immer klar: Ein revolutionäres Außendesign ist keine Option. So ist es auch beim achten Golf seit 1974, den VW nun in Wolfsburg vorgestellt hat. Anders als bislang verzichtet VW in der Kommunikation auf die Schreibweise mit römischen Ziffern, anstelle Golf VIII steht Golf 8 auf den gezeigten Autos.

Eine neue LED-Lichtsignatur mit durchgehendem Leuchtstreifen soll den neuen Golf auch nachts direkt erkennbar machen, ansonsten bleibt die Silhouette unangetastet. Die äußeren Abmessungen ändert VW ebenso behutsam wie das Design: 4,28 Länge bedeuten einen Zuwachs von zweieinhalb Zentimetern, 1,79 Meter Breite bedeuten sogar den Verlust von einem Zentimeter, mit 1,46 Metern Höhe ging es einen Zentimeter in die Höhe, während der Radstand von 2,64 Metern quasi unverändert bleibt. Weniger Breite dürfte nicht nur in Parkhäusern und Autobahnbaustellen praktisch sein, auch die Stirnfläche schrumpfte auf 2,21 Quadratmeter, was dem Luftwiderstand ebenso guttut wie der cW-Wert, der von 0,29 auf 0,275 sank. Beides kommt dem Verbrauch bei höheren Geschwindigkeiten zu Gute.

Ab Anfang Dezember im Handel, Einstiegspreis unter 20.000 Euro brutto

Wenn der Golf ab Anfang Dezember bei den Händlern steht, soll er nach wie vor der meistverkaufte VW bleiben. Auch der nächste Jahr verfügbare Elektrowagen ID.3 wird daran in den nächsten zwei bis drei Jahren nach Einschätzung von VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann wenig ändern, da beide Autos unterschiedliche Kunden ansprechen sollen. Preislich soll es bei 16.800 Euro (netto) losgehen mit einem 90 PS Dreizylinder losgehen, wobei die Serienausstattung deutlich an Umfang gewinnt.

Die LED-Scheinwerfer außen zählen ebenso dazu wie ein volldigitales Cockpit. Das ist neu in der Kompaktklasse, bisher verlangten alle Autohersteller für diese Option Aufpreis. Der Golf hat immer zwei große Displays an Bord: Eines für die Instrumente, das andere für Infotainment und Navigation. Komplett neu ist das Bediensystem: Der Touchscreen hat nun eine leichter verständliche Menüstruktur, die im ersten Test an Smartphones erinnert. Eine berührungsempfindliche Leiste darunter lässt schnelles Zoomen während der Fahrt zu, viele Funktionen lassen sich über das ebenfalls serienmäßige Multifunktionslenkrad steuern. So richtig leicht wird es dann mit der optional verfügbaren Sprachsteuerung, die jeden frei gesprochenen Text verstehen soll.

Dazu braucht der Golf standardmäßig eine Internetanbindung. Das beinhaltet zahlreiche Funktionen, die aus der Ferne steuerbar sind. Vom mobilen Schlüssel auf dem Smartphone, über Fahrdaten, Parkposition, Vorab-Routenberechnung, bis hin zu We Connect Fleet für Fuhrparks mit digitalem Fahrtenbuch (finanzamtkonform, aus Passat bekannt), GPS-Ortung, Verbrauchsanalyse, Wartungsmanagement und Fahreffizienz reicht die Palette. Ebenso ist das Auto nun mit Vehicle-to-X-Kommunikation auf größere Vernetzung vorbereitet.

Foto: VW

Auch bei den Assistenzsystemen legt VW nochmal nach. Serienmäßig gibt es einen Spurhalteassistenten, einen Abbiegeassistenten mit Überwachung des toten Winkels sowie eine Notbremsassistent mit Fußgängererkennung. Optional fährt der Golf dann teilautonom bis in hohe Geschwindigkeiten und berücksichtigt dabei Tempolimits ebenso wie Kurvenverlauf und Verkehrssituation. Neu ist, dass manche Extras wie Abstandstempomat, Fernlichtassistent oder Smartphone-App-Einbindung monatlich nachträglich zubuchbar sein werden. Neu auf der Optionsliste ab Werk stehen Matrix-LED-Scheinwerfer, die den Gegenverkehr passgenau aus dem Lichtkegel aussparen können sowie ein Head-Up-Display, das endlich direkt in die Windschutzscheibe projeziert.

Motoren von 90 bis 300 PS, zwei Plug-in Hybride

Auf der Motorenseite warten zwei neue Dreizylinder-Benziner mit 90 und 110 PS. Neu ist außerdem ein Mildhybridsystem für die Benziner von 110 bis 150 PS. Die eTSI genannten Antriebe setzen dabei auf die Unterstützung von einem 48-Volt-Mildhybridsystem, das in begrenztem Maße beim Beschleunigen unterstützen und rekuperieren kann und so etwas Sprit spart. Weiterhin erweitern zwei Plug-in Hybride als GTE das Angebot. Der eine leistet 204, der andere 240 PS, beide kommen mit einem 13-Kilowattstunden Akku für über 50 Kilometer elektrische Reichweite.

Bei den Dieseln setzt VW künftig nur noch auf Zweiliter-Vierzylinder. Mit 115 und 150 PS startet das Angebot, beide sollen eine besonders gründliche Abgasreinigung für niedrige Stickoxidwerte an Bord haben. Als sparsame und umweltfreundliche Alternative bleibt außerdem der Erdgas-Golf TGI mit 1,5-Liter Vierzylinder im Programm.

Später folgen dann noch die Varianten GTI, der besonders sportliche GTI TCR, ein GTD sowie der allradgetriebene Golf R mit 300 PS. Der E-Golf bekommt keinen Nachfolger, er läuft noch bis nächsten Sommer in der alten Form vom Band.

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