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Elektromobilität: Tesla investiert in Infrastruktur

Der US-amerikanische Elektro-Auto-Pionier Tesla baut sein Ladenetz in Deutschland und Europa immer weiter aus. Am 24-Autohof in Bad Rappenau stehen mittlerweile acht Schnelladesäulen, die die Akkus in maximal einer Stunde aufladen.

Unmittelbar neben der Autobahn A6 liegt bei Bad Rappenau im Kreis Heilbronn der Autohof der 24-Autobahn-Raststätten. An dieser Verkehrsachse, die in der Mitte der Route Paris–Prag und auch in der Mitte der Autobahnkreuze Walldorf und Weinsberg liegt, hat der US-amerikanische E-Autohersteller Tesla gleich acht Schnellladesäulen errichtet. Supercharger nennt der Pionier in Sachen Elektromobilität diese Ladesäulen. Denn in gerade einmal einer halben Stunde sollen die Akkus soweit aufgeladen sein, dass etwa die Tesla-Limousine Model S rund 270 Kilometer weit kommt. Bleibt das sportliche Oberklasse-Fahrzeug rund 75 Minuten an einer der Supercharger-Stationen, sollen sogar bis zu 480 Kilometer drin sein.

Der Clou: Die Aufladung an einer der Tesla-Stationen gehört für die Tesla-Kunden zum Service. Soll heißen, das Tanken ist kostenlos. Zuhause werden – eine Starkstromleitung vorausgesetzt – zwischen 18 und 25 Euro pro Komplettladung fällig. Dort dauert das Aufladen allerdings zwischen sechs und sieben Stunden.

Tesla will Europäische Hauptverkehrsachsen versorgen

Die Elektrifizierung der Parkplätze in Bad Rappenau gehört für Tesla zur Strategie, die E-Mobilität entlang der Europäischen Hauptverkehrsachsen sicherzustellen. Das gilt allerdings nur für die eigenen Fahrzeuge. Das wiederum hängt nicht nur mit dem anders gestalteten Ladestecker zusammen. Aufgrund der Akkutechnik – Tesla setzt hier auf  Lithium-Ionen-Technologie wie etwa bei Laptops oder Smartphones – würden die Stromspeicher anderer Autohersteller schlicht überhitzen.

Das Konzept scheint aufzugehen: Immer mehr Autofahrer entscheiden sich für einen Tesla, darunter vor allem die Fahrer von Firmenautos. Wurden in Deutschland laut Kraftfahrt-Bundesamt im Jahr 2013 noch 183 Tesla Model S neu zugelassen, waren es allein im ersten Halbjahr 2014 schon 446.

350 Kilometer sind drin

Ronald Noppe, der selbst ein Model S fährt, wundert dieser Erfolg nicht. "Es ist das erste reine E-Auto, das auch wie ein Auto ausschaut", sagt er im Gespräch mit FIRMENAUTO. Der Geschäftsführer von Airscan, ein im Westerwald gelegenes Unternehmen für Vermessungs- und Theromgrafie-Flüge, ist viel auf Achse. Da braucht es natürlich auch einen entsprechenden Aktionsradius mit dem Auto. "Eine Reichweite von etwas mehr als 350 Kilometern" hält er bei flotter Fahrweise aus eigener Erfahrung für realistisch.

Einen Radius, den sich auch die 24-Autobahn-Raststätten zunutze machen. Jeweils gleich mehrere Tesla-Supercharger Stationen gibt es außer in Bad Rappenau auch an den 24-Autohöfen in Lutterberg (A7), Gramschatzer Wald (A7), Neuberg (A45) und Mühldorf (A94). Weitere sollen laut  dem Geschäftsführer der 24-Autobahn-Ratsstätten, Alexander Ruscheinsky folgen. Bereits in Kürze sollen auch die Autohöfe Wernberg-Köblitz (A93), Sangerhausen (A93) und Sulz-Vöhringen (A93) ebenfalls mit Tesla-Superchargern neue Kunden locken.

Autor

Foto

Carsten Nallinger

Datum

22. August 2014
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