Der Citroën C4 Picasso ist erst seit kurzem auf dem Markt. Jetzt kommt die Langversion Grand C4 Picasso. 15 Bilder Video Zoom

Fahrbericht Citroën Grand C4 Picasso: Avantgardistischer Raumfahrer

Kurz nach dem C4 Picasso schiebt Citroën die Langversion hinterher: Der Grand C4 Picasso bietet – neben seiner ureigenen Optik – viel Platz für bis zu sieben Personen, jede Menge Assistenzsysteme und einen besonders umweltschonenden Turbodiesel. Kann er auch Fuhrparkmanager begeistern? Bei der ersten Tuchfühlung muss der Designer-Van zeigen was in ihm steckt.

Was ist das? Ein UFO? Ohne Frage, der Grand C4 Picasso ist das Gesicht in der Menge. Wenn er am Straßenrand auftaucht, verrenken sich die Passanten die Hälse und schauen ihm lange nach. Wie bei der Kurzausgabe des C4 Picasso darf auch bei der Langversion ein kräftiger Schuss Extravaganz nicht fehlen, sonst wäre er sicherlich kein Citroën.

Viel Raum im Grand C4 Picasso, fünf Sitze sind Serie

Design ist natürlich Geschmacksache, unbestritten ist jedoch, dass die Franzosen auch bei der XL-Variante einen expressionistischen Kompaktvan auf die Räder gestellt haben, der sich wohltuend von der Masse abhebt. Mit 4,60 Metern überragt der Grand C4 Picasso den herkömmlichen Picasso um 17 Zentimeter. Serienmäßig rollt der Grand mit fünf Einzelsitzen an, die sich hinten um 15 Zentimeter verschieben oder mit wenigen Handgriffen im Fahrzeugboden versenkt lassen. Das Platzangebot ist akkurat, besonders der Fußraum im Fond ist üppig. Wer zwei Gäste mehr befördern möchte, zahlt für das zusätzliche Mobiliar moderate 588 Euro netto.

Das Erklimmen der dritten Reihe gelingt ohne große Verrenkungen. Dazu wird der mittlere Außensitz einfach nach vorn geschoben, während zugleich die Sitzfläche platzsparend nach oben schnellt. Fertig. Hinten zu sitzen bedeutet aber nicht, notdürftig untergebracht zu sein. Dafür sorgt allein schon der auf 2,84 Meter gestreckte Radstand des langen C4. Das merkt man auch beim dahinterliegenden Stauraum. Schon bei der Bestuhlung mit fünf Sitzen fasst es 645 Liter, 69 Liter mehr als im Vorgänger. Legt man die Sitze flach, entsteht eine ebene Fläche und gibt einen ordentlichen Stauraum von 1.843 Litern frei. Die Ladekante ist niedrig, gegen Zuzahlung von 336 Euro öffnet und schließt die flach stehende Heckklappe auf Wunsch zudem nun auch elektrisch (Serie bei Exclusive). Ein Video dazu können Sie hier ansehen.

Business-Class mit Eigenheiten

Okay, der regelbare Duftspender in Form einer Parfumpatrone auf dem zweifarbig schimmernden Armaturenbrett löst nicht gleich bei jedem Außendienstler begeisternde Beifallstürme aus. Wahrscheinlich ist er gerade auch aus diesem Grund abschaltbar. Der Innenraum indes wurde als komfortable Wohlfühloase ausgelegt. Dienstwagenfahrer mit hohem Kilometer-Aufkommen freuen sich über die  massierenden Vordersitze, die es in der Topversion Exclusive aufpreisfrei dazu gibt. Dass Kunden-Termine wieder zu einem entspannenden Ereignis werden, bemerkt auch der Beifahrer relativ schnell. Der rechts sitzende Kollege lässt sich nämlich nicht nur durchkneten, sondern legt auch noch die Beine hoch – dank elektrisch ausfahrbarer Auflage kein Problem. So lässt es sich beschwingt reisen.

Weniger relaxt wirkt der Fahrer hingegen, wenn er sich seine relevanten Infos einholt. Klassische Instrumente sind nämlich beim Citroën vollkommen out. Anstelle dessen gibt es zwei mittig positionierte Monitore mit ziemlich futuristischen Anzeigen. Während sich der untere Touchscreen, der für Soundsystem, Navi, Telefon und Klima verantwortlich ist, einfach bedienen lässt, wirkt der breite und konfigurierbare 12-Zoll-Bildschirm darüber mit seiner übertriebenen Informationsflut vollkommen überfrachtet. Das lenkt nur unnötig ab, weniger Input wäre besser.

Dafür mangelt es dam Franzosen nicht an Assistenzsystemen, die von der Rundum Überwachung durch vier Kameras über Totwinkel-Warner, Abstandstempomat, Fernlicht-Assistent bis hin zur halbautomatischen Einparkhilfe so ziemlich alles umfasst, was des Außendienstlers Herz so begehrt.

Der neue Blue HDi ist vorbildlich

Zusammen mit dem Grand C4 Picasso läuten die Franzosen eine neue Motoren-Ära ein: Mit dem neuen Turbodiesel Blue HDi werden – dank moderner AdBlue Harnstoff-Abgaseinspritzung –schädliche Stickoxide um 99,9 Prozent gekillt. Nur logisch, dass der kraftvoll ansprechende Zweiliter mit 150 PS die Euro6 Abgasnorm erfüllt. Schön auch, dass die Franzosen neben einer Sechsgangschaltung wieder eine flotte Sechsstufen-Automatik anbieten. Das bekannte automatisierte Getriebe mit seinen kurzen Gedenksekunden beim Gangwechsel kam bei den Firmenwagenfahrern nicht so gut und wird nur für die kleineren Motoren angeboten. Der neue Wandler-Automat passt viel besser zum komfortablen Grand C4 Picasso, der sich zudem handlich zirkulieren lässt.

Businesspaket für Fahrer von Firmenwagen

Speziell für die gewerblichen Fahrer des großen C4 hat Citroen eine "Business Class"-Version aufgelegt. Sie ist für alle Diesel erhältlich und fasst unter anderem Klimaautomatik, Parkpiepser hinten, Sitzheizung, Navigation sowie das automatische Notrufsystem Citroen E-Touch zusammen. Das Ganze gibt es zum günstigen Paketpreis von 1.600 Euro für die schwächeren Motoren. Für den ab Werk schon besser ausgestatteten Blue HDi 150 kostet die Business Class-Ausstattung nur 760 Euro Aufpreis.

Autor

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Citroën

Datum

2. Oktober 2013
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