Fiat Doblò 1.4 T-Jet 16V Natural Power , Front 6 Bilder Zoom

Fahrbericht: Fiat Doblò 1.4 T-Jet 16V Natural Power

Den praktischen Fiat Doblò gibt es auch mit sauberem Erdgasantrieb. Wir klären im Fahrbericht, wie sparsam man damit unterwegs ist.

Im Fiat Doblò kann man ziemlich viel transportieren: Der Baumarkt-Einkauf, die Tiefkühltruhe für die Großfamilie oder sogar ein Vespa-Roller passen ins Heck des geräumigen Fünfsitzers - zumindest, wenn die mit einem Handgriff umlegbare Rückbank vorgeklappt wird. Auch die Kollegen fahren gerne mit: Große Schiebetüren erleichtern den Einstieg und innen finden sie Platz und Ablagen in Hülle und Fülle. Selbst die Käufer der Erdgas-Version dieses Mini-Lasters müssen keine Kompromisse machen. Seine 16 Kilo fassenden Erdgastanks sitzen platzsparend unter dem Boden des Kombis und verändern die Innenraumarchitektur des Autos nicht. Nur der Benzintank schrumpft auf 22 Liter. Aber die sind sowieso nur als Notreserve an Bord.

Wer ein Gasauto kauft, will schließlich Sprit sparen und so weit es geht mit CNG fahren. Deshalb schaltet der Turbomotor mit 1,4 Liter Hubraum sofort nach dem Motorstart von Benzin- auf Gasbetrieb um, selbst bei kalter Witterung. Ohne Turboloch dreht der Motor hoch und hat genügend Bumms, so dass man sich schnell durch das leider ziemlich unpräzise Getriebe durcharbeiten kann. 206 Nm Drehmoment liegen bei 2.000 Umdrehungen an - genug, um auch beim Überholen auf der Autobahn nicht gleich zurückschalten zu müssen.

Für Langstrecke ist der Gas-Doblò nur bedingt geeignet

Allerdings dürfte die Fernstrecke nicht zum bevorzugten Einsatz des Erdgasautos gehören. Zum einen läuft der Motor bei höheren Drehzahlen etwas rau und wird recht laut. Zum anderen geht der Inhalt des Gastanks auf der Autobahn ruckzuck zur Neige. Je nach Tempo fordert der Bordcomputer bereits nach 120 Kilometern auf, nachzutanken. Die Restreichweite zeigt er nicht an. Dass noch Gasreserven für 80 Kilometer in den Hochdruckbehältern lagern, muss man eben wissen. Denn die ungenauen Dioden der Tankanzeige haben eher dekorativen Zweck. Zwar hat Fiat die CNG-Tankstellen im Navi hinterlegt, die Daten der Tom-Tom-Navi aber lassen zu wünschen übrig.

Also nichts wie runter von der schnellen Piste und dort gefahren, wo sich der Fiat wohlfühlt. In der Stadt, auf der Landstraße - immer im Umkreis der heimischen Zapfstelle. Und siehe da, hier macht der Kleinlaster dank präziser Lenkung, sicherem Fahrwerk und komfortabler Abstimmung sogar richtig Spaß. Vor allem an der Zapfsäule, wenn es ans Zahlen geht. Bei moderatem Tempo verbraucht der Gas-Fiat nur fünf Kilo CNG, die rund fünf Euro brutto kosten. Auch die knapp 7,0 Kilo auf der Autobahn sind immer noch bescheiden. So günstig fährt man weder mit dem gleich teuren 135-PS-Diesel noch mit dem 800 Euro billigeren Multijet mit 105 PS. Was die reinen Kraftstoffkosten angeht, ist der Natural-Power-Motor also erste Wahl unter allen Doblò-Modellen.

Fiat Doblò 1.4 T-Jet 16V Natural Power
Karosserie Hochdachkombi mit zwei Schiebetüren/fünf Sitzplätzen
Länge/Breite/Höhe 4.390/1.832/1.849 mm
Gewicht 1.615 kg
Zuladung 525 kg
Kofferraumvolumen 790 bis 3.200 l
Motor/Batterie/Antrieb Vierzylinder-Erdgasmotor mit Turbolader
Hubraum 1.368 cm3
Leistung 88 kW (120 PS) bei 5.000/min
Drehmoment 206 Nm bei 2.000/min
Testverbrauch 4,6-7,7; Ø 6,8 kg CNG/100 km
CO2-Ausstoß 134 g/km
Tankvolumen 16,5 kg Erdgas, 22 l Benzin
Beschleunigung 0-100 km/h 12,3 s
Höchstgeschwindigkeit 172 km/h
Reichweite (Testwert) 242 km (CNG)/k. A. (Benzin)
Langstrecke ■■■□□
Stadt ■■■■■
Preis 18.950 Euro

Autor

Foto

Jacek Bilski

Datum

17. Januar 2012
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