Firmenauto: Trügerische Sicherheit auf Landstraßen

Auf Landstraßen fühlen sich die meisten Autofahrer wegen der niedrigeren Geschwindigkeit sicherer als auf der Autobahn. Das zeigt eine Umfrage der Axa Winterthur Versicherung. Doch die Realität sieht anders aus. Das Risiko, bei einem Unfall auf einer Landstraße zu sterben, ist in Deutschland statistisch gesehen fünfmal so hoch wie auf der Autobahn. 3.012 Menschen verloren im Jahr 2007 auf deutschen Landstraßen ihr Leben, 602 verunglückten auf Autobahnen tödlich. Ursachen  I         Woran liegt es? „Zum einen fließt der Verkehr auf der Autobahn nur in eine Richtung, es gibt also keinen Gegenverkehr. Zum anderen sind Landstraßen sehr viel unübersichtlicher“, erklärt Jörg Ahlgrimm, Unfallforscher von Dekra. Die passive Sicherheitsausstattung von Autos wird zwar immer besser, doch an der Schwere der Unfälle kann sie wenig ändern. So lässt sich ein schleuderndes Auto mit Hilfe von ESP eventuell noch unter Kontrolle bringen, doch wenn der Wagen mit Wucht gegen einen Baum knallt, helfen weder Gurt noch Airbag. Überschlägt sich das Auto womöglich und prallt seitlich oder mit dem Dach an den Baum, haben die Insassen keine Chance. Laut einer Studie der Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung sterben in der Schweiz rund ein Drittel aller Unfallopfer auf Landstraßen, weil ihr Fahrzeug gegen einen Baum geprallt war. Ursachen II Die zweithäufigste Ursache für tödliche Unfälle auf Landstraßen sind Frontalkollisionen. Wenn ungeduldige Autofahrer trotz schlechter Sicht überholen oder zu schnell um die Kurve fahren und in den Gegenverkehr rasen. Besonders betroffen: junge Fahrer. „Fahranfängern fehlt häufig die Lebenserfahrung, riskante Situation zu erkennen und richtig einzuschätzen“, sagt Anton Brunner von der Axa Winterthur. Oft geben sie unüberlegt Gas, überholen vor Kuppen oder Kurven. „Die eingesparte Fahrzeit steht dann in keinem Verhältnis zum Risiko eines schweren Unfalls“, warnt Ahlgrimm. Die vom Statistischen Bundesamt geführte Statistik untermauert die Aussage: 15 bis 20jährige sind im Straßenverkehr überdurchschnittlich stark unfallgefährdet.      Prävention  Welche Lehre können Unternehmen aber aus diesem Wissen für ihre Außendienstmitarbeiter ziehen? „Vor allem sollten sie ihre Fahrer regelmäßig schulen“, rät Ahlgrimm. Doch mit regelmäßigen Sicherheitstrainings für die Mitarbeiter ist es nicht getan. Eine vernünftige Touren- und Zeitplanung setzt den Fahrer nicht unter Druck, gibt ihm Luft, um entspannter zu fahren. Das gibt ihm die Chance, sicher abzubremsen, falls mal wieder ein unachtsamer Traktorfahrer samt Hänger die Straße quert.

Datum

1. Juli 2009
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