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Fuhrparkmanagement: Fleetster wird rundum erneuert

Fleetster hat sein Programm rund ums Buchen von Poolfahrzeugen in der Flotte neu aufgebaut. Das Programm wächst zu einem App-Store für Fuhrparkmanagement und Mobilitätsservices.

"Ein Tool zur Buchung von Pool- und Carsharing-Fahrzeugen reicht nicht aus", stellt Tim Ruhoff, Geschäftsführer von Fleetster fest. Das Münchner Unternehmen, das 2011 die gleichnamige, internetbasierte  Buchungssoftware vorstellte, hat diese in den letzten Monaten neu programmiert, 14 weitere Dienste und Funktionen hinzugefügt und Schnittstellen zu Programmen zur Unternehmensplanung oder zur Öffnung von Schlüsselschränken integriert. Mit Hilfe des Datenspeichers Internet hat sich Fleetster so zur Plattform für elektronische Dienste und Werkzeuge fürs Flottenmanagement oder zu einem spezialisierten App-Store für Fuhrparkleiter entwickelt.

Bedienung per Smartphone und Tablet

Eine Internetverbindung vorausgesetzt können damit beliebig große Fuhrparks und Carsharing-Pools organisiert, Fahr- und Autodaten ausgewertet sowie Reinigungen oder Wartungen gebucht werden, und das nicht nur mit Computer oder Laptop, sondern viel praktischer mit Smartphone und Tablet. "Mit jeder Funktion und mit jedem Service wäre das Tool größer und komplizierter geworden", erklärt Ruhoff. "Um Erklärungen und Schulungsbedarf zu vermeiden, haben wir es deshalb in Apps zerlegt, so kann jeder selbst entscheiden, wie er und was er von Fleetster nutzen will."

Zugriff auf Flotte und Poolfahrzeuge per Smartphone

Seit seinem Erscheinen hat Fleetster 5000 Nutzer gewonnen, 70.000 Mal ein Poolfahrzeug gebucht und 1,5 Millionen Fahrkilometer begleitet. Die erste Version wird jetzt aktualisiert, bietet mehr Funktionen und lässt sich außerdem mit den Apps von der Fleetster-Plattform kombinieren. Fuhrparkmanager können für Fahrer, Autos sowie Fahrzeugstandorte Profile oder Seiten anlegen. Nutzer bekommen mit mobilen Geräten Zugriff auf Dienstwagen, Poolfahrzeuge oder sogar die Carsharing-Autos von externen Anbietern. Mit Fleetster können online Führerscheindaten überprüft oder aber der Zugang zu Schlüsselschränken gewährt werden: Wer ein Poolfahrzeug nutzen darf, dem sendet das Programm einen Code ans Smartphone, mit dem der Schrank zu öffnen ist. "Wir haben Fleetster runderneuert, um das Management von Schlüsselschränken zu ermöglichen und Telematikdaten rund ums Auto integrieren zu können", erzählt Ruhoff.

Schon das Buchungstool analysiert laufend Daten zur Nutzung, mit weiteren Apps lassen sich diese mit mehr Telematik- und Fahrzeugdaten anreichern, in die üblichen Unternehmensprogramme zur Planung (Enterprise Ressources Plannung, ERP) exportieren und auswerten: etwa für Steuererklärung und Abrechnung, aber auch zur Planung von Mobilitätskapazitäten. "Die einlaufenden Daten von Fahrzeugen und Fahrer werden anonymisiert ausgewertet und visualisiert", sagt Ruhoff. In Grafiken zeigt Fleetster, wo etwa Poolfahrzeuge zu oft ungenutzt herumstehen, wo Potenzial zum Kraftstoffsparen bestünde oder wann es Zeit wird für Wartung und Reifenwechsel.

Buchungen und Aufträge an Dienstleister

Per App lässt sich das Buchungs- und Analysetool noch um die Auftragsvergabe erweitern: Reinigung oder Reifenwechsel sind auch kurzfristig zu ordern, etwa wenn ein Dienstwagen am Flughafen oder in einer Großstadt parkt. Für diesen Service kooperiert Fleetster mit Arwe. Das Münchner Unternehmen hat sich einen Namen als Spezialist für Waschanlagen gemacht, ist in fünf Ländern Europas aktiv, säubert und wartet die Flotten von Autovermietern und betreut neuerdings auch die Autos von Carsharing-Anbietern. "Buchungen von Fleetster für Reinigung oder Wartung laufen in unserer Disposition auf, wir schicken dann möglichst zum Wunschtermin einen Reiniger los", erklärt Arwe-Chef David Grabysch das System zur besseren Auslastung seiner 4000köpfigen Putz- und Wartungskolonne. Weitere solcher mobilen Dienste für Flotten sind in Planung.
Fleetster setzt bei der Fortentwicklung seiner Plattform auf Kooperationen. Neben Arwe wurde Schlüsselschrankanbieter Traka gewonnen, mehr  Dienstleister können auf der cloudbasierten Plattform integriert werden. Auch beim Verkauf lässt sich Fleetster helfen, um sich auf die Technik konzentrieren zu können. Leasinggesellschaften, Carsharinganbieter, Autohersteller sollen für den Fuhrpark-Appstore trommeln. Der Bedarf ist da. Laut Data Force managen drei von vier Fuhrparkleiter ihre Flotte noch immer ohne Computer. Sie sollen jetzt ohne Umwege in die vernetzte Welt des mobilen Internet einsteigen: "Fleetster", meint Ruhoff, "kann als Whitelabel-Lösung auf die Corporate Identity aller unserer Partner angepasst werden. Unsere Vision ist, möglichst viele Fahrzeuge und Flotten zu integrieren." In der zunehmend vernetzten Datenwelt sollen so noch viel mehr Möglichkeiten entstehen, die Autos eines Fuhrparks effizient einzusetzen.

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Fleetster

Datum

1. Dezember 2014
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