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Verkehrssicherheitsreport: Unfallrisiko auf Landstraßen senken

Seit Jahrzehnten sterben auf Landstraßen deutlich mehr Menschen als auf anderen Verkehrswegen.

Um die Sicherheit auf europäischen Landstraßen zu erhöhen, sollten nach Ansicht von DEKRA unter anderem Streckenabschnitte um einen dritten Fahrstreifen ausgebaut, Fahrerassistenzsysteme eingesetzt und das Tempo von Lkw auf 80 km/h erhöht werden. Das geht aus dem Verkehrssicherheitsreport 2013 hervor, den die Sachverständigenorganisation in Berlin vorgestellt hat.
 
Die Ursachen für oft tödlich verlaufende Unfälle sind laut Report sehr vielfältig. Zum einen seien die Verkehrsteilnehmer oft mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs. Zudem enden Überholvorgänge oft mit Frontalkollisionen. Wechselnde Fahrbahnbelege und Straßenschäden sowie ungeschützte Hindernisse wie Bäume direkt am Fahrbahnrand, seien weitere Risikofaktoren.
 
Seit Juli 2010 hat die EU-Kommission das Ziel festgesetzt, die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 zu halbieren. „Um nicht nur das EU-Ziel einer weiteren Halbierung der Zahl der Verkehrstoten bis 2020 zu erreichen, sondern speziell auch die Verkehrssicherheit auf Landstraßen zu erhöhen, sind nachhaltige Anstrengungen auf allen Ebenen nötig“, sagte Clemens Klinke, Mitglied des Vorstands DEKRA SE und Vorsitzender der Geschäftsführung der DEKRA Automobil, bei der Präsentation des Verkehrssicherheitsreports.

Abschnittsweise ein dritter Fahrstreifen im Richtungswechsel

 
Als konkrete Maßnahmen schlagen die DEKRA Experten unter anderem vor, den dritten Fahrstreifen abschnittsweise im Richtungswechsel auszubauen, um die Gefahr von riskanten Überholmanövern zu senken. „Speziell Unterhalt und Ausbau dürfen nicht am Geld scheitern“, heißt es im Bericht. Zudem sollte das Tempolimit an den Straßenzustand und das Risiko angepasst werden. Auf gut ausgebauten Streckenabschnitten könne für Lkw Tempo 80 erlaubt werden. Dadurch könnte dem Risiko, das durch deutliche Tempounterschiede zwischen Pkw-, aber auch Motorradfahrern besteht, entgegengewirkt werden.

Auch Fahrerassistenzsysteme tragen zur Sicherheit bei

Nicht zuletzt würden auch Fahrerassistenzsysteme wie etwa das elektronische Stabilitätsprogramm ESP, Notbrems- oder Nachtsichtassistent zur Fahrersicherheit beitragen. Deshalb fordert die Sachverständigenorganisation, dass solche Assistenzsysteme vermehrt in Fahrzeugen eingebaut werden sollten. Unabhängig davon bleibe aber der Sicherheitsgurt aber Lebensretter Nummer eins und sollte konsequent genutzt werden.
 
 

Autor

Foto

Kai Schirmer

Datum

19. April 2013
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