Ein paar E-Autos in den Fuhrpark, ein Jobticket für die Belegschaft, eine neue Reiserichtlinie: Jede Maßnahme für sich ist schnell umgesetzt. Kompliziert wird es, wenn alles zusammenspielen soll. Dann wollen Unternehmen Kosten und CO2 sparen, und für die Mitarbeiter soll es trotzdem nicht umständlicher werden. Dazu kommt die Frage, ob die Leute die Angebote überhaupt nutzen. Und was passiert, wenn mal die Bahn ausfällt? Um solche Fragen geht es am 24. und 25. November 2026 im Heidelberg Congress Center. Dort findet zum fünften Mal die Nationale Konferenz für betriebliche Mobilität (NaKoBeMo) statt. Ausrichter ist der Bundesverband Betriebliche Mobilität (BBM).
Was brauchen die Mitarbeiter wirklich?
„Betriebliche Mobilität gelingt nicht durch eine Sammlung guter Einzelideen“, sagt BBM-Geschäftsführer Axel Schäfer. „Unternehmen müssen wissen, was ihre Mitarbeitenden brauchen, welche Lösungen sich rechnen und wie alles im Alltag zusammenpasst.“ Auf der Konferenz will der Verband Erfahrungen weitergeben, die anderen Firmen bei genau diesen Entscheidungen helfen.
Los geht es mit dem BBM Mobility Survey 2026. Der Verband hat dafür zusammen mit Dataforce Beschäftigte befragt: Wie kommen sie zur Arbeit, und was hätten sie gern? Wer das weiß, muss nicht ins Blaue planen und sieht später auch eher, ob ein Angebot ankommt. Das Motto der Konferenz lautet „Vom Mobilitätstrend zur Unternehmenspraxis: Digital. Nachhaltig. Kosteneffizient.“ Es gibt Vorträge, Beispiele aus der Praxis, Workshops und offene Runden. Thema ist alles vom Fuhrpark über die Dienstreise bis zum täglichen Weg ins Büro.
E-Flotte: Selbst machen oder einkaufen?
Für Fuhrparkleiter dürfte vor allem die Elektromobilität spannend sein. Die MEWA Group erzählt, wann es sich lohnt, Dinge selbst zu machen, und wann man Leistungen besser einkauft. Außerdem geht es ums Laden zu Hause, um die Planung von Ladesäulen und um aktuelle Steuerfragen bei E-Flotten. Ein anderes Thema sind Daten. Vernetzte Autos, Ladevorgänge und Mobilitäts-Apps liefern jede Menge davon. Damit lässt sich die Flotte besser steuern, gleichzeitig muss der Datenschutz stimmen. In einem Workshop geht es um die Mitarbeiter: Wie bringt man sie dazu, neue Angebote auch wirklich zu nutzen?
Das Dienstrad als Rechenposten
Siemens schaut sich das Fahrrad ganz nüchtern als betriebswirtschaftliches Thema an. In einem weiteren Vortrag geht es um sogenannte Mobipakte. Dabei tun sich Unternehmen mit anderen Akteuren zusammen, um die Mobilität vor Ort zu verbessern. Neu im Programm ist das Thema Krise: Was können Firmen vorbereiten, falls Verkehrsangebote oder eingespielte Abläufe plötzlich nicht mehr funktionieren?
Daneben bleibt Zeit zum Austausch. In offenen Runden erzählen Teilnehmer, was bei E-Autos, Deutschlandticket, Fahrrad und Mobilitätsbudget gut läuft und wo es hakt. Eingeladen sind Geschäftsführer und alle, die sich im Unternehmen um Fuhrpark, Mobilität, Reisen, Personal, Nachhaltigkeit oder Einkauf kümmern. Auch Führungskräfte und Vertreter von Kommunen sind angesprochen.
Programm und Anmeldung: www.mobilitaetsverband.de/nationale-konferenz-mobilitaet
Fazit
Bei der Nationalen Konferenz für betriebliche Mobilität am 24. und 25. November 2026 in Heidelberg geht es um handfeste Fragen aus der Praxis. Wann rechnet sich bei der E-Flotte die eigene Lösung? Was sagen die Daten über die Fuhrparksteuerung, und wie steht es um den Datenschutz? Wie bringt man Mitarbeiter dazu, Jobticket, Dienstrad oder Mobilitätsbudget tatsächlich zu nutzen? Wer in seiner Firma für Fuhrpark, Reisen oder Personal zuständig ist, bekommt dort Antworten von Unternehmen wie MEWA und Siemens. Die Befragung zum Auftakt zeigt außerdem, was sich die Beschäftigten selbst wünschen.







