Volvo spendiert dem EX30 per Software-Update eine neue Funktion: Vehicle-to-Load, kurz V2L. Damit lässt sich der Elektro-SUV künftig als Stromquelle nutzen – für E-Bikes, Kühlboxen oder Werkzeug, wie Volvo als Beispiele nennt. Bis zu 3 kW Leistung stehen bei 16 Ampere zur Verfügung.
Adapter nötig, Abschaltung bei 20 Prozent
Wer das nutzen will, braucht einen separat erhältlichen V2L-Adapter. Was der kostet und wann er verfügbar ist, sagt Volvo bislang nicht. Klar ist immerhin: Sobald der Ladestand des Fahrzeugs unter 20 Prozent fällt, schaltet sich die Stromabgabe automatisch ab.
Die Funktion kommt Stück für Stück per Over-the-Air-Update – sowohl für Neuwagen als auch für bereits ausgelieferte EX30-Modelle. Möglich macht das die bidirektionale Ladefähigkeit des Fahrzeugs. Eingeführt wird V2L zunächst in Europa, im Nahen Osten, in Afrika, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Lateinamerika, jeweils mit dem CCS2-Standard. Je nach Fahrzeugausstattung kann es dabei Unterschiede geben. Nicht mit dabei sind die USA, Kanada, Mexiko, Korea, Taiwan und Japan – dort bleibt V2L vorerst außen vor.

Das OTA-Update bringt dem Volvo EX30 eine anpassbare Kontextleiste und ein neu gestaltetes Einstellungsmenü auf den Touchscreen.
Laden ohne App: Plug & Charge kommt 2026
Zweite Neuerung im Update: „Plug & Charge". An kompatiblen Ladesäulen reicht künftig das Einstecken – der Ladevorgang startet automatisch, ganz ohne App oder Ladekarte. Auch die Abrechnung läuft im Hintergrund über die hinterlegten Fahrzeugdaten. Los geht's zunächst in ausgewählten europäischen Märkten, und zwar nur für EX30-Modelle ab Baujahr 2026.
Abgerundet wird das Update durch zwei kleinere Neuerungen im Innenraum: eine anpassbare Kontextleiste auf dem zentralen Touchscreen und ein überarbeitetes Einstellungsmenü. Alwin Bakkenes, der bei Volvo das globale Software-Engineering leitet, bringt es so auf den Punkt: Over-the-Air-Updates erlaubten es, die Fahrzeuge auch lange nach der Auslieferung weiter zu verbessern.







