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ADAC fordert intelligentere Airbags

ADAC fordert intelligentere Airbags Foto: Bild: ADAC

1980 wurde als erstes deutsches Auto die Mercedes S-Klasse der Baureihe W126 mit einem Airbag ausgestattet, damals eine absolute Besonderheit. Mittlerweile sind die Luftsäcke als Front-, Seiten- oder Dachairbags Standard in jedem Fahrzeug. Allerdings werden die Airbags nicht optimal entwickelt. Wie die ADAC-Unfallforschung jetzt in einer Studie ermittelt hat, sind viele Gruppen bei einem Crash benachteiligt. Dazu gehören Kinder, Jugendliche, Frauen und Senioren. Denn die Systeme sind für einen 1,75 Meter großen und 75 Kilogramm schweren „Norm-Mann“ ausgelegt. Bei den über 55-Jährigen steigt das Verletzungsrisiko gegenüber 18- bis 35-Jährigen daher um 14 Prozent, bei über 75-Jährigen um sogar 22 Prozent. Junge Insassen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren haben einen Risikoaufschlag von fünf Prozent. Benachteiligt sind auch Frauen, die bei einem Frontalzusammenstoß zu 62 Prozent eine Brustverletzung erleiden – Männer hingegen nur in 46 Prozent der Fälle. Grund ist dafür ist aber nicht der Körperbau, sondern der Umstand, dass Frauen aufgrund ihrer Größe häufiger als Männer direkt vor dem Lenkrad sitzen. Der ADAC fordert deshalb intelligentere Airbags, die abhängig von Größe und Körpergewicht der Insassen unterschiedlich auslösen.

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