Kaufberatung Skoda Octavia Combi (2020)

Welcher passt zu wem?

Skoda Octavia Combi 2020 Foto: Thomas Kueppers 18 Bilder

Als meistverkauftes kompaktes Importmodell hat der neue Skoda Octavia Combi einen Ruf zu verteidigen. Die Kaufberatung klärt, was er kann und welche Ausstattungen sich lohnen.

Wenn es eine Konstante im Programm von Skoda gibt, dann heißt sie ­Octavia. Das Kompaktmodell ist ein Dauerbrenner, besonders als Geschäftswagen. 2019, im letzten Jahr bevor der Neue auf den Markt kam, verkauften die Tschechen in Deutschland immer noch über 55.000 Stück des Auslaufmodells. Das macht den Octavia zum erfolgreichsten Importmodell der Golf-Klasse. Immer ein gutes Stück günstiger als ein VW, aber mit fast identischer Technik und auf ähnlich hohem Qualitätsniveau.

Das kommt an bei den Kunden. Dabei ist die Konkurrenz gerade in diesem Segment groß: Fiat Tipo, Ford Focus, Opel Astra, Renault Mégane und viele mehr buhlen um Käufer, die kompakte Fünftürer mit vernünftigen Platzverhältnissen oder alltagstaugliche Kombis fahren wollen. Beim Octavia ist die Kombiquote besonders hoch, was an seinem besonders großzügigen Raumangebot liegt. Die im März 2020 in vierter Generation aufgelegte Modellreihe packt satte 1.700 Liter Gepäck, mehr als alle anderen in dieser Fahrzeugklasse.

Skoda Octavia Combi 2020 Foto: Thomas Kueppers
Der neue Octavia fährt agiler als der Vorgänger.

Wie VW Golf, Audi A3 oder Seat Leon nutzt auch der Octavia die neueste Version des sogenannten modularen Querbaukastens des VW-Konzerns. Sie ermöglicht den Einsatz unterschiedlicher Antriebe, von Diesel über Erdgas bis zum Plug-in-Motor. Dazu können die Tschechen auf die ganze Bandbreite der aktuellen Assistenz­systeme zurückgreifen. Bei der Sicherheit lassen die Tschechen jedenfalls nichts anbrennen: Per Frontradar erkennt und bremst der Wagen für Fußgänger und Radfahrer, und der Ausweichassistent greift notfalls sogar aktiv in die Lenkung ein. Auch taghelle Voll-LED-Scheinwerfer mit Matrix-Technik werden jetzt geboten, ebenso digitale Instrumente sowie ein Head-up-Display.

Und natürlich fährt der Octavia mit dem aktuellen, auf Sprache und Touchscreen basierenden Bedienkonzept vor, das VW Ende 2020 als erste Marke eingeführt hat. Glücklicherweise in einer zugänglicheren Form, sodass der Skoda weniger polarisiert als das fast völlig auf Knöpfe verzichtende Golf-Cockpit. Die in einer Leiste zusammengefassten Schalter für die wichtigsten Funktionen erleichtern Neulingen den Umgang mit dem Auto deutlich.

Skoda Octavia Combi 2020 Foto: Thomas Kueppers
Modernes, einfach bedienbares Lenkrad mit zwei Speichen.

Optisch und im Fahrkomfort machte die neue Modellreihe einen riesigen Sprung nach vorne. Selbst ohne den Chromzierrat und die stoffbezogene Armaturentafel der teureren Ausstattungen wirkt der Wagen eleganter und ausdrucksstärker als die eher nutzwertorientierten Vorgängermodelle. Nette Gimmicks wie Schirmhalter in der Tür oder Haken für Tüten im Kofferraum baut Skoda aber weiterhin ein. Adaptive Dämpfer erhöhen den Federungskomfort, und über die Drei-Zonen-Klimaautomatik können die hinten auf der beheizbaren Bank Sitzenden sich ihre eigene Temperatur einstellen. So schafft der Octavia Combi IV den Spagat zwischen reinem Funktionsfahrzeug und schickem Alltagsauto für den User-Chooser. Gut vernetzt sind alle Modelle, sodass angemeldete Fahrer sämtliche Onlinedienste von Skoda Connect nutzen können.

Die Preise für die 4,68 Meter lange Limousine starten bei knapp über 18.000 Euro, der gleich lange Kombi kostet 560 Euro mehr. Dafür gibt es einen 110 PS starken Dreizylindermotor mit nur einem Liter Hubraum, der allerdings eher den Einstiegspreis drücken und als Lockvogel dienen soll.

Das Gros der Firmenwagen fährt mit dem durchzugsstarken 2.0 TDI vor, den es zu Preisen ab 21.300 Euro mit mehr Ausstattung und gleich in drei Leistungsstärken bis 200 PS gibt. Vor allem die 115 PS starke Einstiegsversion überrascht, hat sie doch gar nichts mehr vom turbolochgeplagten Vorgänger 1.6 TDI. Budgetbewusste Vielfahrer finden hier einen ausgewogenen und laufruhigen Motor, der selbst bei flotter Fahrt selten über sechs Liter braucht. Seine 115 PS genügen im Alltag völlig. Selbst ein voll geladener Kofferraum oder die volle Besetzung mit fünf Passagieren überfordern ihn nicht. Und wie alle Motoren wurde auch er zum Modellwechsel auf den neuesten Stand gebracht und für Euro 6d optimiert.

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Varianten und Motoren

Diesel, Benzin, Erdgas, Strom – was darf’s sein? Skoda spielt die ganze Bandbreite und hält erfreulicherweise auch am Erdgasantrieb fest. Was CO₂-Emissionen und Kosten angeht, fährt man mit CNG ganz vorne. Außerdem genügen 130 PS, um mit dem 1.4 TGI flott vorwärts zu kommen. Unsere zweite Empfehlung gilt dem 115 PS starken und mit präziser Sechsgangschaltung gelieferten Diesel. Im Vergleich zum Vorgänger mit nur 1,6 Liter Hubraum ist der 2.0 TDI antrittsstärker und zieht kräftiger durch. Auch der Alltagsverbrauch von rund fünf Litern spricht für ihn. Die 150 und 200 PS starken Versionen des Diesel empfehlen sich für Vielfahrer oder User-Chooser. Auch sie sind sehr sparsam. Der 150-PS-Kombi beispielsweise verbrauchte auf der firmenauto-Normrunde nur 5,1 l/100 km (2.0 TDI 115 PS: 4,5 l). Die Benziner starten mit dem 110 PS starken 1.0 TSI. Der Dreizylinder wird in zwei Versionen angeboten: konventionell als Handschalter sowie als Mildhybride mit bis zu 50 Nm E-Unterstützung. Dank DSG-Automatik kann er mit komplett abgeschaltetem Motor segeln. Allerdings startet er als "Ambition" und kostet deshalb samt DSG 4.700 Euro mehr als der Einstiegsmotor. Die Plug-in Hybriden mit 204 oder 245 PS sind zwar wegen der reduzierten Dienstwagensteuer für Fahrer von Firmenwagen verlockend, rechnen sich aber nur, wenn ihre Akkus oft geladen werden.

Skoda Octavia Combi 2020 Foto: Thomas Kueppers
Digital-Cockpit mit unterschiedlichen Anzeigen.

Multimedia

Drücken, drehen, klicken war gestern, im Octavia wird wie in allen VW-Konzern-Modellen "getatscht". Glücklicherweise bleiben unter dem Touchscreen aber noch ein paar Tasten, etwa fürs Fahrprofil oder die Klimaregelung. Sonst wird alles über den Bildschirm oder per Sprache gesteuert – mehr oder weniger gut. Die Spracheingabe für Fahrzeugfunktionen klappt längst nicht so gut wie bei Mercedes oder BMW. Gesprochene Ziele aber versteht das System zuverlässig. Im Übrigen klappt die Vernetzung: Der Wagen ist ständig per eSIM online, verbindet Smartphones oder Tablets der Mitfahrer per WLAN ebenso schnell wie per Bluetooth. Fernzugriff auf Fahrzeugdaten per App gibt es ein Jahr, Online-Verkehrsinfos und Updates fürs Navi drei Jahre lang kostenlos. Die 2.155 Euro für das Navi kann man sich aber sparen, denn über das serienmäßige Smart Link lassen sich Apple Car Play oder Android Auto sogar ohne Kabel nutzen – kostenlos und ebenfalls mit Echtzeitdaten.

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