Kia Stinger GT (2021) im Test

Kraftvoll und kein Kostverächter

Kia Stinger GT 2021 Foto: Kia 25 Bilder

Der Kia Stinger bietet viel Gegenwert fürs Geld. Mit der Modellpflege gab es Feinschliff fürs Infotainment, aber leider wurde auch der Diesel eingespart. Taugt der Stinger mit V6-Benziner überhaupt noch als Dienstwagen?

Der Stinger GT war bei seiner ersten Präsentation ein echtes Statement: Schaut her, wir bei Kia können auch gehobenen Mittelklasse. Mit schickem Design, kräftigen Motoren und praktischer großer Heckklappe eignete er sich ideal als Dienstwagen. Doch diese Klasse ist fest in der Hand der deutschen Hersteller – und der Diesel brachte es nicht auf die erhofften Stückzahlen. Wir müssen also den aktuellen V6-Benziner testen.

Der leistet mit knapp 370 PS wahrlich genug für alle Lebenslagen. Seine spontanen Reaktionen auf jede Gaspedalbewegung machen Spaß, das wache Getriebe hält stets die passende Fahrstufe bereit. Wer Leistung fordert, erntet kernigen Sound, der den Wunsch nach der optionalen Sportauspuffanlage gar nicht erst aufkommen lässt. Auch das Fahrwerk kann mit dem krawalligen Auftritt mithalten: Es hält mit straffer Dämpfung sicher den Kontakt zur Straße, der Allradantrieb erlaubt mit seiner hinterradlastigen Auslegung leichte Heckschwenks bei zu viel Gas am Kurvenausgang. Das Fahrerlebnis gerät so launig, ohne dass dabei der Komfort zu kurz käme. Grobe Stöße federt der Stinger gekonnt ab, kurze Anregungen kommen etwas straffer bis in die Sitze durch.

Kia Stinger GT 2021 Foto: Kia
Bei allem Fahrspaß geht der Benziner zu verschwenderisch mit dem Benzin um.

Die überzeugen dafür mit gutem Langstreckenkomfort. Platz gibt es auf allen Plätzen reichlich. Nur hinten wird die Kopffreiheit für große Passagiere knapp. In den Kofferraum passt großes Gepäck, und bei umgeklappten Lehnen entsteht ein kombiähnliches Ladeabteil mit ebenem Boden. Während langer Dienstreisen begleitet serienmäßig ein Harman-Kardon-Soundsystem den dezent vor sich hintönenden Sechszylinder, das verwöhnte Ohren allerdings nicht gerade begeistert. Das übernimmt im Gegenzug die üppige Serienausstattung, die beinahe keine Wünsche offenlässt.

Kia Stinger GT 2021 Foto: Kia
Die üppige Serienausstattung lässt beinahe keine Wünsche offen.

Vom Head-Up-Display über Assistenzsysteme für Abstand, Toten Winkel samt Kamerabild-Einblendung in den Instrumenten, Einparken und Co reicht die Armada – selbst Ledersitze samt Belüftung sind Serie. So gerüstet ist der Stinger vor allem angesichts seines Preises für Ein-Prozent-Versteurer ein hoch attraktives Angebot. Immerhin gibt Kia auch noch sieben Jahre Garantie auf die flotte Limousine. Zur Dienstwagenempfehlung mangelt es dem Auto aber schlicht an einem passenden Antriebsstrang.

Bei allem Fahrspaß geht der Benziner zu verschwenderisch mit dem Benzin um. Unter zehn Liter verlangen einen disziplinierten Gasfuß, lange Strecken mit halbwegs hohem Reiseschnitt verlangen nach zwölf Litern Super und mehr. Das machen andere Sechszylinder sparsamer, von Dieseln oder Elektroautos ganz zu schweigen. So bleibt der Stinger ein Auto für die Nische, der seinen Fahrern dann aber sicherlich viel Freude bereitet – und dem örtlichen Tankwart ebenso.

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