Section Control in Niedersachsen

Das Durchschnittstempo ist entscheidend

Foto: Tomasz Zajda/Fotolia

Blitzer waren gestern: Niedersachsen testet, ob Tempolimits auch mit Hilfe der sogenannten Section Control überwacht werden können. Die soll entscheidende Vorteile bieten.

Als erstes deutsches Bundesland will Niedersachsen im kommenden Jahr bei der Geschwindigkeits-Überwachung die sogenannte "Section Control" testen. Ein entsprechendes 18-monatiges Pilotprojekt auf einer noch nicht näher bestimmten Außerortsstrecke hat Landes-Verkehrsminister Boris Pistorius nun angekündigt.

Bei der "Abschnitts-Kontrolle" wird die Geschwindigkeit von Autos nicht punktuell per Radar gemessen, sondern ein Durchschnittstempo über eine längere Strecke berechnet. Dazu werden Autos bei Beginn und Ende des Abschnitts von einer Kamera erfasst. Anhand von Distanz und Dauer der Fahrt lässt sich dann die durchschnittliche Geschwindigkeit ermitteln. Der überwachte Bereich wird dabei von gut sichtbaren Schildern angekündigt.

Die Methode soll vor allem das übliche Abbremsen und Beschleunigen im Bereich stationärer oder mobiler Messpunkte verhindern. Dadurch verbessern sich nach Ansicht der Befürworter der Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit. Kritiker befürchten aber Probleme beim Datenschutz. Dem hält die niedersächsische Regierung entgegen, dass die Aufnahmen regelkonformer Fahrer sofort gelöscht würden.

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