Jaguar F-Type SVR 17 Bilder Zoom

Fahrbericht Jaguar F-Type SVR: Die Hölle auf Rädern

575 PS stark und 322 km/h schnell: Die schärfste Version von Jaguar F-Type Cabrio und Coupé ist nichts für zurückhaltende Zeitgenossen.

Was AMG für Mercedes oder die M-Abteilung für BMW, soll der Geschäftsbereich SVO für Jaguar und Land Rover werden. SVO, das steht für Special Vehicle Operations und klingt ein wenig nach James Bond. Doch Nebelmaschinen im Heck oder Schwimmfahrzeuge wird man von den Briten künftig kaum erwarten dürfen. Trotzdem bezeichnen sich die Mitarbeiter der neuen Abteilung als Dream Makers, als diejenigen, die automobile Träume auf die Räder stellen. Den Range Rover SV Autobiography beispielsweise, der zum Basispreis von 140.000 Euro netto automobilen Luxus auf die Spitze treibt.

Mit dem F-Type SVR lässt nun Jaguar das erste von SVO entwickelte Modell los. 575 PS stark, 322 km/h schnell und extrem giftig. Die Leistung bringen F-Type Coupé (116.300 Euro, alle Preise netto) und Cabrio (122.180 Euro) per Allradantrieb auf die Straße, geschaltet wird über eine weiter entwickelte Achtgang-Automatik. Ein paar Zahlen fürs nächste Stammtischgespräch gefällig? Fünf Liter Hubraum, 700 Nm Drehmoment, von Null auf 100 in 3,7 Sekunden. Aber man muss diesen Dampfhammer live erleben, um wirklich mitzureden. Diese Beschleunigung, die dich gnadenlos in die roten Sportsitze presst. Die scheinbar nie endet. Mit diesem Auto bist Du immer zu schnell unterwegs, musst Dich bewusst zügeln. Dann kann der Bordcomputer tatsächlich Verbräuche um die 13 Liter anzeigen. In der Praxis wird’s aber schnell auf einige Liter mehr hinauslaufen.

Der SVR röchelt und knallt und röhrt

Sobald der Kompressor Luft in die Brennräume des V8 presst, schlägt die Stunde des speziell für den SVR entwickelten Abgasstrangs aus Titan. Der ist für die Emissionen zuständig, aber auch für den Sound. Und der lässt sich auf Knopfdruck regulieren. Jaguar spricht vom Spaßschalter, die Umwelt mag das anders sehen. Jedenfalls bollert, knallt, röhrt und röchelt dieses Auto dann sogar bei niedrigen Drehzahlen unverschämt infernalisch. Man braucht schon ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, um im Sportmodus auf den Firmenparkplatz oder durch die Innenstadt zu rollen.

20.000 Euro Aufpreis

Der SVR ist die Steigerung des mit 550 PS nicht eben untermotorisierten F-Type R-Modells. Für über 20.000 Euro Aufpreis fährt der Supersportler mit größeren Lufteinlässen an Frontschürze und Motorhaube, extrem breiten, flachen und 20 Zoll großen Reifen und einem sportlichen Fahrwerks-Setup vor. Feintuning an Karosserie und Innenraum spart 25 Kilo Gewicht. Mit Karbon-Keramikbremsen (8.300 Euro) oder Kohlefaserdach (2.500 Euro netto) speckt der SVR gegenüber dem R-Modell sogar um 50 Kilo ab.

Als Firmenwagen spielt der F-Type zwar kaum eine Rolle. Und der SVR wird wohl noch eher nur in heimischen Garagen von Geschäftsführern oder erfolgreichen Unternehmern als auf Firmenparkplätzen unterkommen. Trotzdem könnte man es gut auf längeren Strecken in dem Sportwagen aushalten. Seine Sportsitze sind zwar straff gepolstert, aber nicht unbequem. Und mit In Control Touch hat Jaguar auch im SVR ein umfangreiches Infotainmentsystem, das für die Nutzung im Geschäftswagen vorbereitet ist. Man darf also gespannt sein, was als nächstes aus dem SVO-Entwicklungszentrum in Gaydon rollt. Einem Jaguar XE oder XF würde ein solches Sportpaket ebenfalls gut stehen.

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Jaguar

Datum

2. September 2016
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