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Fahrbericht Suzuki Vitara S: Der neue Benziner ist besser als der Diesel

Neuer Benziner für den Suzuki Vitara: Der 140 PS starke 1.4 Boosterjet macht ordentlich Dampf und passt prima zu dem kompakten SUV.

In kleineren Autos haben es teure Dieselmotoren immer schwerer, sich gegen die Benzinfraktion durchzusetzen. Selbst SUV werden häufig als Benziner geordert, sofern sie vernünftig laufen. Will heißen: Sofern ein Turbo Dampf macht.

Jetzt hat auch Suzuki einen direkteinspritzenden Turbobenziner im Programm. Der 140 PS starke 1.4 Boosterjet im Vitara bildet den Auftakt einer ganzen neuen Motorenfamilie mit drei und vier Zylindern. Sie sollen nach und nach in den anderen Modellen eingeführt werden, ab Frühjahr 2016 beispielsweise im Baleno.

Dass der 1.4 Turbo sein Debut ausgerechnet im Vitara gibt, ist logisch. Ob Diesel oder Benziner, bisher war bei dem beliebten Kompakt-SUV bei 120 PS Schluss. Zu wenig, finden viele Interessenten. Sie landen dann bei Nissan Juke, Opel Mokka oder Renault Capture. Diese Kunden will Suzuki nun mit dem neuen Vierzylinder wieder einfangen.

Der Turbo-Benziner macht richtig Spaß

Doch der neue Motor setzt nicht nur leistungsmäßig einen drauf, sondern auch in Sachen Fahrspaß und Agilität. Fast aus dem Leerlauf heraus hängt der Vierzylinder kräftig am Gas, lässt sich angenehm schaltfaul und untertourig fahren, dreht notfalls aber auch willig und ohne laut zu werden bis an den roten Bereich. Wobei das eher selten nötig wäre. Bei der knackigen Schaltung passen die Anschlüsse perfekt, speziell im Fahrmodus Sport. So arbeitet man sich ruckzuck durch die Gänge hoch in den sechsten, lässt den gut gefederten Wagen entspannt rollen, während sich der Bordcomputer bei rund sieben Litern Verbrauch einpendelt.

Nur mit Allrad erhältlich

Vorerst wird es den Motor aber nur in Kombination mit einer eigenen Ausstattungslinie und nur mit Allradantrieb geben. Im Vitara S sitzen die Passagiere auf rot abgesteppten, beheizbaren Velourpolstern und etliche rote Zierelemente bringen Farbe in den ansonsten etwas tristen Innenraum. Dazu gibt’s eine gute Ausstattung, wie man sie im Firmenwagen erwartet. Schlüsselloser Zugang, Klimaautomatik, Navisystem mit Smartphone-Anbindung und WLAN-Hotspot im Auto hat der Suzuki ebenso an Bord wie einen Parksensoren, Rückfahrkamera, Radartempomat und LED-Scheinwerfer.

Das alles gibt es im Paket für 22.512 Euro. Als Extras gibt’s noch eine Sechsstufen-Automatik (1.260 Euro) oder eine schicke Zweifarben-Lackierung (302 Euro). Damit kostet der 140 PS starke Vitara S knapp 900 Euro weniger als der vergleichbare Diesel mit 120 PS, der allerdings noch ein Panaroma-Schiebedach aufweisen kann. Unterm Strich dürfte es der Selbstzünder im Vitara aber immer schwerer haben. Nicht, weil er so schlecht wäre. Sondern weil der neue Benziner so gut ist.

Autor

Foto

Suzuki

Datum

7. Dezember 2015
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