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Foto: Lamborghini

5 kuriose Crossover-SUV

Ein bisschen SUV ist immer dabei

Früher waren die Modellwelten der Autohersteller einfach und überschaubar. Heute werden gleich diverse Karosserie-Varianten auf teilweise recht skurrile Weise in nur einem Modell kombiniert.

Dem SUV-Boom kann sich eigentlich kein Autohersteller mehr entziehen. Irgendwie muss das Thema in zunehmend mehr Modellen verwurschtelt sein, selbst wenn Baureihe, Marke oder Mythos eigentlich jeglicher Grundlage dafür entbehren. Entsprechend wächst die Zahl kurioser Typen, die in keine Schublade passen und neben dem SUV-Klischee gleich noch etliche andere in sich vereinen. So wie die folgenden fünf auf ganz unterschiedliche Art und Weise eigenartig anmutenden Crossover-Modelle.

Renault Espace

Die Franzosen haben bekannter Weise ein Faible für Revolutionen. Ein gutes Beispiel für einen Bruch mit der Vergangenheit bietet Renaults Espace. Einst war der geräumige Franzose wegweisend für das Segment der Euro-Vans, die mit Variabilität und viel Platz vor allem Familien begeisterten. Über vier Generationen, von 1984 bis 2014, blieb die Großraumlimousine diesem Prinzip treu, bis dann Renault 2015 mit dem Espace V ein neues Kapitel aufschlug. Mit 4,86 Meter Länge ist die jüngste Version zwar weiterhin groß, doch mit gewachsener Bodenfreiheit, bulliger Front und großen Rädern nähert sie sich optisch mehr gefällig gestylten Crossovern und Soft-Geländewagen an. Immerhin steht ihr luxuriöser Innenraum auch weiterhin für klassische Espace-Werte, denn bis zu sieben Personen und bis zu 2.040 Liter Gepäck lassen sich in bester Van-Tradition in den großen Franzosen verfrachten.

Tesla Model X

Ebenfalls um eine kuriose SUV-Spielart handelt es sich beim Tesla Model X. Zumal dieser mit seinen hochpotenten E-Motoren auch noch ein relativ exotisches Antriebskonzept bietet. Mit diesem vermag der 2,5-Tonner längsdynamisch selbst extrascharfe Supersportler zu beeindrucken. Seine Systemleistung von über 600 PS bringt der Ami wie ein klassisches SUV über beide Achsen auf die Straße. Auch die hochbauende Silhouette lässt das über fünf Meter lange Trumm wie einen Geländewagen erscheinen. Doch ebenso ist der Model X ein Van, der immerhin sieben Gästen oder rund 2,5 Kubikmetern Gepäck die Mitreise erlaubt. Völlig aus der Art schlägt das in Deutschland mindestens 92.000 Euro teure Tesla-Modell allerdings mit seinen Flügeltüren. Kurioser Weise gibt es davon lediglich zwei. Die vorderen Gäste steigen nämlich über klassische Klapportale ein, während sich die Fondtüren beim Öffnen gen Himmel recken.

Lamborghini Urus

Apropos Flügeltüren: Die waren bislang ein typisches Merkmal für eine italienische Marke, deren Autos zumeist nur rund einen Meter über den Boden kauern. Doch mit dieser Flachmann-Fixierung ist es bei der Audi-Tochter Lamborghini mit dem frisch eingeführten Urus vorbei. Kurios dabei: Einerseits sieht dieses über 1,60 Meter hohe SUV-Modell so scharfkantig und aggressiv aus, wie man es eigentlich von Lambo gewohnt ist, doch andererseits weist es auch einige für die Marke eher ungewöhnliche Dinge wie etwa Fondtüren, ein höher- statt tiefergelegtes Fahrwerk, eine Heckklappe mit großem Kofferraum oder einen Unterfahrschutz auf. Ganz Supersportler ist der Urus indes beim Antrieb, denn ein 478 kW/650 PS starker V8 erlaubt einen Sprint aus dem Stand auf 100 in 3,6 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 305 km/h. Letzteres qualifiziert diese für die Marke als auch das SUV-Segment ungewöhnliche Type zum schnellsten seiner Art.

Toyota C-HR

Ebenfalls von recht eigener Art ist der Toyota C-HR. Seine sickenreiche, extrovertierte Außenhaut mit coupéhafter Silhouette steht für einen gar radikalen Kurswechsel bei der Designsprache der japanischen Marke. Von den biederen Linien eines Auris oder Avensis hat sich dieser kleine Hochbeiner definitiv emanzipiert. Auf gewisse Weise mutig scheint auch die Kombination mit Hybridantrieb, denn dieser steht eher für Effizienz denn Fahrspaß. Und genau letzteres will ja die Außenhaut des C-HR zumindest optisch suggerieren. Im Gegenzug gibt es einen für das SUV-Segment eher untypischen Verbrauchswert: Im Schnitt benötigt der 1,8-Liter-Benziner nur 3,8 Liter auf 100 Kilometer. Das SUV eine Umweltsau? Diesem Klischee erteilt Toyota eine Absage.

Kia Soul

Ursprünglich ganz konventionell angetrieben, doch einen optisch recht unkonventionellen Auftritt bietet auch der Soul von Kia. Der skurrile Kasten vermengt Elemente eines Kompakten mit denen eines Hochdachkombis als auch denen eines Vans. Und ganz nebenbei sind noch gewisse SUV-Allüren erkennbar. Robustbeplankung um die Radhäuser, angedeuteter Unterfahrschutz oder die bullige Front gehören nun mal zum klassischen Offroader-Arsenal. Tatsächlich aber handelt es sich um einen kreuzbraven Softroader mit guten Alltagsmanieren und einem gediegenen Platzangebot. Neben kraftvollen bis dynamischen Verbrennungsmotoren bietet Kia den Soul seit einiger Zeit auch in der rein elektrischen Version EV an, die das an sich schon kuriose Konzept gleich noch um eine außergewöhnliche Antriebsvariante ergänzt.

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Datum

31. Mai 2018
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