Audi A1 Sportback 30 TFSI im Test

Stilvoll sparen

Foto: Audi 5 Bilder

In Flotten kommt es bei Kleinwagen oft auf jeden Cent an. Der Audi A1 hat andere Kunden im Visier: User Chooser mit wenig Platz- und großem Stilbedarf. Unser Test klärt, ob drei Zylinder dem Premium-Anspruch gerecht werden können.

Ein Kleinwagen mit einem Liter Hubraum und drei Zylindern klingt erst einmal nach automobiler Hausmannskost. Doch es gibt auch Hausmänner mit exquisiten Kochkünsten. Ähnlich verhält es sich mit Audi: Den A1 gibt es in unzähligen Farben und mit ­farblich abgesetztem Dach, mit zig Felgen und in diversen Ausstattungslinien. Selbst in einem kompletten A1-Fuhrpark könnte jeder Mitarbeiter sein einzigartiges Auto fahren. Vorausgesetzt, die Car-Policy ließe so viel preislichen Spielraum. Dazu später mehr.

Foto: Audi

Innen fällt erst einmal auf: Dieser Audi ist mehr als nur ein umdekorierter VW Polo, mit dem er sich die technische Plattform teilt. Digitale Instrumente sind Serie. Sie zeigen neben den Fahrdaten auch das Radio an, die Bedienung läuft über das serienmäßige Multifunktionslenkrad bedient. Wer auf das sehr gute Infotainmentsystem samt großem Touchscreen und verständiger Sprachbedienung verzichtet, bekommt stattdessen eine unschöne Ablage. Um auf das Hausmannsbild zurückzukommen: Audi weiß offensichtlich, wie man das Geld beisammenhält. Zwar ist alles gewohnt präzise eingebaut, allerdings sind die Türverkleidungen aus Hartplastik.

Weniger hart sind die Sportsitze. Sie bieten genügend Seitenhalt bei sehr gutem Langstreckenkomfort. Ergänzt wird der noch durch die üppigen Platz­verhältnisse auf den vorderen Sitzen. Auch hinten ist genügend Raum für zumindest zwei Mitfahrer. Einzig die seitliche Kopffreiheit dürfte besser sein. Direkt neben den Ohren der hinten Sitzenden befinden sich die Hochtöner des Soundsystems (214 Euro, alle Preise netto). Die klingen zwar super, machen aber hinten auch ordentlich Radau, weil die Hochtöner direkt neben den Ohren der Passagiere lärmen. Keinen Anlass zu Kritik gibt der Gepäckraum. Er fasst mit 335 bis 1.090 Litern beachtlich viel.

Kräftiger Dreizylinder, knackiges Fahrwerk

Unter der vorderen Haube ist bei unserem Auto auch noch etwas Platz, denn dort sitzt nur ein kleiner Dreizylindermotor. Ein Turbolader verhilft dem Aggregat zu 115 PS und, beinahe wichtiger, 200 Nm Drehmoment. Ein Siebenstufen-Doppelkupplungsgetriebe (1.430 Euro) portioniert die Kraft mit beinahe unmerklichen Schaltvorgängen zum stets richtigen Zeitpunkt. Im Ökomodus geht es in den Freilauf, sobald man das Gaspedal loslässt. Alternativ kann man sich auch auf den sehr gut funktionierenden Abstandstempomaten (Aufpreis 462 Euro) verlassen. Zusammen mit dem Spurhalteassistenten bringt er Sicherheit. Dank Rollmodus und lang übersetztem siebten Gang lassen sich problemlos Verbräuche zwischen fünf und sechs Litern erreichen. Wer es auf der Autobahn eiliger hat, kommt aber auch auf acht Liter. Erst hier wäre ein vergleichbar starker Diesel im Vorteil.

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Ansonsten vermisst man den Selbstzünder kaum. Die drei Zylinder halten sich mit Lautäußerungen sehr zurück, spätestens ab Autobahnrichtgeschwindigkeit dominiert der vorbeirauschende Wind die Geräuschkulisse. Das hervorragend gute Autotelefon mit RSAP-Bluetooth-Protokoll überzeugt auch dann noch mit guter Verständlichkeit. Immerhin ist der kleine Motor im Stande, auch bei diesen Geschwindigkeiten noch für flotten Vortrieb zu sorgen. Zum hohen Tempo passt das straff, aber dennoch komfortabel abgestimmte Fahrwerk. Es schafft einen guten Kompromiss aus Langstreckentauglichkeit und Agilität. Kurven durcheilt der A1 mit wenig Seitenneigung und hoher Fahrstabilität.

Diese Qualitäten sind nicht günstig. Viele Extras treiben den Preis über 30.000 Euro. Denn viele sinnvolle Extras kosten Aufpreis: die Sonnenblende in der Windschutzscheibe etwa (59 Euro) oder die Mittelarmlehne (126 Euro). Wie beim Kochen: Exklusive Rezepte verlangen nach feinen und teuren Gewürzen. Erst mit ihnen wird aus dem Gericht eine runde Sache. Für preisorientierte Einkäufer gibt es also sicher günstigere Kleinwagen – aber die sind dann unter Umständen weder so chic noch so harmonisch abgestimmt wie der kleine Audi.

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