Fiat Ducato (2021) Fahrbericht

Fit für neue Aufgaben

Fiat Ducato 2022 Foto: Fiat 21 Bilder

Drittes Facelift des Fiat Ducato: Sparsamere Motoren und ein modernes Cockpit bringen Europas meistverkauften Transporter wieder auf Vordermann.

Was bei Alfa Romeo und Jeep gut funktioniert, sollte auch für den Ducato passen. Die Rede ist vom neuen Dieselmotor, der den bisherigen Selbstzünder ersetzt, und den Fiat für den Einsatz im Transporter angepasst hat. Euro-6d-kompatibel sei er, vor allem aber sieben Prozent sparsamer. Und darauf kommt’s Käufern von Transporter ja in erster Linie an. Die 15 Kilo, die das neue Aggregat weniger wiegt, kompensiert Fiat gleich mit einem größeren Tank. 90 statt 75 Liter sind nun Standard, was gut 25 Prozent mehr Radius pro Tankfüllung bringt.

Fiat bietet den Diesel weiterhin in vier Leistungsstufen von 120 bis 180 PS und mit bis zu 450 Nm Drehmoment an. Abgesehen vom Einstiegsmotor lassen sich alle Aggregate mit einer neuen, unaufgeregten Neunstufen-Automatik kombinieren, die den Fahrkomfort spürbar erhöht. Neu im Programm findet sich nun eine Heavy-Duty-Baureihe mit 140, 160 oder 180 PS sowie als Handschalter oder mit Automatik. Gleichzeitig ersetzt eine elektrisch unterstützte Lenkung die bisherige Servolenkung. Erster Eindruck: Der Transporter lässt sich präzise manövrieren, das Lenkgefühl passt. Selbst beim Rangieren, wo man jetzt subjektiv gefühlt weniger Kraft aufwenden muss. Und auch bei den Assistenten ziehen die Italiener mit der Konkurrenz nach: Spurhalter und Abstandstempomat mit Staufunktion erleichtern auf Langstreckenfahrten die Arbeit.

Fiat Ducato 2022 Foto: Hanno Boblenz
Der Ducato ist weiterhin in etlichen Längen und Höhen erhältlich.

Der 2,2-Liter-Motor wird im Rahmen einer Modellpflege eingeführt, die sich ansonsten auf Konnektivität und Sicherheit konzentriert. Der Ducato Modelljahr 2022 wird besser vernetzt, sein Cockpit sieht nun aus wie im Pkw. Ob Kurierdienstfahrer oder Handwerker allerdings 750 Euro teure digitale Instrumente samt einer Navikarte direkt im Sichtfeld vor dem Lenkrad brauchen, sei dahingestellt. Käufer eines Fahrgestells auf Ducato-Basis für einen Wohnmobilaufbau hingegen werden den zusätzlichen Komfort zu schätzen wissen. Und die sind für Fiat genauso wichtig wie die Kunden, die den Transporter im täglichen Einsatz hart rannehmen. Schließlich liefern die Italiener mit den Ducato-Fahrgestellen auch die europaweit meistverkaufte Basis für Wohnmobile.

Fiat Ducato 2022 Foto: Fiat
Auf Wunsch sind digitale Instrumente erhältlich.

Digitalisierung bedeutet hier allerdings mehr als nur schicke Instrumente, die sich der Fahrer zurechtklickt. Vor allem die Einführung des aktuellen Bedien- und Infotainmentsystem U-Connect ist einen großen Fortschritt für den Innenraum. Ist es mit der Fiat-App gekoppelt, kann man das Fahrzeug direkt vom Handy aus überwachen und verwalten. Fiat stellt dazu etliche Dienste zur Verfügung, vom Pannenservice bis zum Tool My Fleet Manager. Der liefert beispielsweise einen monatlichen Zustandsbericht, um Wartungstermine rechtzeitig zu planen. Zudem lässt sich ein Wifi-Hotspot für bis zu acht Geräte einrichten. Ein Service, den Shuttledienste ihren Passagieren gerne anbieten.

Fiat Ducato 2022 Foto: Hanno Boblenz
Zentrale Bedieneinheit: Der Bildschirm ist über 25 cm in der Diagonal groß.

U Connect kommt in unterschiedlichem Umfang mit drei Bildschirmen: einem kleinen Fünfzöller als Basis, der allerdings kaum mehr als Radio und Bluetooth bietet. Deshalb empfiehlt es sich, 750 Euro in die Version mit sieben Zoll großem Touchscreen zu investieren. Ist das Handy drahtlos verbunden, kann man sich per Apple Car Play oder Android Auto navigieren lassen und bekommt Verkehrsdaten in Echtzeit. In dem nur für die teureren Ausstattungen erhältlichen System mit 10,1-Zoll-Display (1.000 Euro) und aufgeräumter Menüführung ist dagegen eine Tomtom-Navigation bereits integriert. Praktisch: Der Fahrer kann sein Ziel vor der Fahrt schnell per Handy suchen, etwa aus den Kontakten, und online direkt ins Auto überspielen.

Zu den sinnvollen Neuerungen gehört auch die elektrische Parkbremse. Im Lieferservice mit vielen Stopps vergessen Fahrer gerne, den Wagen beim Aussteigen zu sichern. Mit der automatisch aktivierten Parkbremse passiert das nicht mehr. Auch der kamerabasierte Rückspiegel bringt ein Plus an Sicherheit: Damit hat der Fahrer trotz Trennwand den rückwärtigen Verkehr immer im Blick, selbst bei Dunkelheit, wo die Kamera mehr zeigt als ein herkömmlicher Spiegel. 30 Prozent hellere LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, beheizbare Windschutzscheibe, Ladeschale fürs Smartphone und diverse USB-A- sowie C-Anschlüsse gehören zu den weiteren Neuerungen, die den Ansprüchen an einen zeitgemäß eingerichteten Transporter gerecht werden.

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