Kaufberatung: Kia Niro Für jeden was dabei

Foto: Kia 11 Bilder

Stromer, Plug-in-Hybrid oder Hybrid ohne Steckeranschluss? Der Kia Niro ermöglicht Dienstwagenfahrer die Wahl.

Die zweite Generation des Kia Niro ist seit Mitte 2022 am Start und bietet wie der Vorgänger drei mehr oder weniger elektrifizierte Varianten. Kunden können sich für einen Plug-in-Hybriden (PHEV), einen Vollhybriden oder eine batterieelektrische Variante entscheiden. Die Käuferentscheidungen sind allerdings eindeutig: Der Stromer ist der Favorit.

Kurzcharakteristik Kia Niro

Mit oder ohne Stecker - das Kompaktmodell spricht mit seiner Motorenauswahl verschiedene Käuferpräferenzen an. Gegenüber dem Vorgänger ist das Platzangebot deutlich gewachsen, auch optisch überzeugt er nun mit seiner Mischung aus SUV und Kombi. Beim Thema Sicherheit ist klassentypisch alles an Bord.

Karosserie und Fahrwerk

Der Kia Niro hat in der zweiten Auflage um sechs Zentimeter auf 4,42 Meter zugelegt. Mit dem Längenzuwachs wurde nicht nur die Linienführung stimmiger, auch das Platzangebot hat sich verbessert. Besonders vorne geht es luftig zu. Das Raumgefühl im Fond geht in Ordnung, das Kofferraumvolumen variiert je nach Motorversion: Spitzenreiter ist der Stromer mit 475 bis 1.392 Litern, der Hybrid kommt auf 451 bis 1.455 Litern, der PHEV auf 348 bis 1.342 Litern. Das Design fällt auf, ohne zu polarisieren. Hingucker sind die C-Säulen, die aus den Umrandungen der hinteren Radhäuser bis ins Dach zu reichen scheinen. Sie sorgen für einen guten Wiedererkennungswert. Innen ist der Niro modern und stilsicher eingerichtet. Der Dachhimmel besteht aus wiederverwendeten Papierfasern, für die Sitze werden Fasern aus Eukalyptusblättern verwendet. Eine gelungene Mischung aus digitalen und analogen Elementen erleichtert die Bedienung.

Motorisierung EV

Beim Niro EV (ab 38.403 Euro) kommt ein 150 kW/204 PS starker E-Motor zum Einsatz, der die Vorderräder antreibt. Der Akku fasst 64,8 kWh, die WLTP-Normreichweite gibt Kia mit 460 Kilometern an. Der Normverbrauch von 16,2 kWh lässt sich im Alltag mit ein wenig Zurückhaltung unterbieten. Besonders wenn der Anteil an Landstraßen oder im Stadtverkehr hoch ist, sind auch Verbrauchswerte um 13 kWh möglich. Bei 167 km/h regelt das System ab. Der Niro EV richtet sich mit seinem dreiphasigen 11 kW-Onboard-Charger an Nutzer von Wallboxen. In rund 6,5 Stunden ist der Akku wieder voll. Das Andocken an eine Schnellladesäule ist auch möglich, allerdings zieht der Niro EV mit maximal 80 kW Strom in die Batterie.

Motorisierung Plug-in-Hybrid

Der Plug-in-Hybrid (ab 32.520 Euro) kombiniert einen 77 kW/105 PS starken Vierzylinder mit einem 62 kW/84 PS-E-Motor zu einer Systemleistung von 135 kW/183 PS. Die 11,1 kWh große Batterie ermöglicht im E-Betrieb eine WLTP-Reichweite von bis zu 65 Kilometern. Für das Laden des Akkus muss man einer 3,3 kW-Stromquelle rund 3 Stunden veranschlagen. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit Tempo 161 angegeben, im E-Modus mit 134. Der Durchschnittsverbrauch beträgt 1 Liter plus 14 kWh Strom.

Motorisierung Vollhybrid

Ohne Stecker kommt die Vollhybrid-Variante (ab 27.560 Euro) des Niro aus. Der 105 PS-Benziner arbeitet mit einem 32 kW/44 PS starken E-Motor zusammen. Die maximale Systemleistung ist bei 104 kW/141 PS erreicht. Das Wechselspiel der Motoren ermöglicht einen WLTP-Normverbrauch von 4,4 bis 4,7 Litern. Die Höchstgeschwindigkeit ist im Hybridmodus bei 162 km/h erreicht, im E-Betrieb bei 120 km/h.

Ausstattungsvarianten des Kia Niro

Für die Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Modelle hat Kia drei Ausstattungslinien im Programm: Edition 7, Vision und Spirit. Die Basisversion ist sehr ordentlich und ist unter anderem mit Navigation, Zweizonen-Klimaautomatik und diversen Assistenten ausgestattet. Vision bietet weitere elektronische Helfer wie Totwinkel- und Querverkehrswarner sowie ein digitales Kombiinstrument. Wer lieber 18 Zöller statt 16 Zöller möchte, muss zu Spirit greifen. Hier gibt es zudem eine elektrische Heckklappe, ein Harman/Kardon-Soundsystem und Sitzbezüge in Lederoptik. Die zwei höheren Komfortniveaus lassen sich mit allerlei Extras versehen, etwa mit Head-up-Display, elektrisch einstellbarem Fahrersitz oder einem Relax-Sitz für den Beifahrer.

Zwei Komfortniveaus

Beim Niro EV heißen die Komfortniveaus Vision und Inspiration. Die Basisausstattung umfasst Infotainmentsystem mit großem Touchscreen und Navigation, Klimaautomatik, Sitzheizung vorn, beheizbares Lenkrad, Parkpiepser und Rückfahrkamera, Smart-Key, 17-Zoll-Leichtmetallräder, Abstandstempomat sowie Stoff-Leder-Sitzbezüge. Die Top-Version hat unter anderem noch Alu-Sportpedale, LED-Scheinwerfer, elektrisch einstellbare Frontsitze und eine induktive Ladeschale für Smartphones an Bord. Für beide Komfortniveaus lassen sich eine Wärmepumpe und weitere Assistenten ordern. Inspiration kann etwa mit dem Beifahrer-Relaxsitz, dem Harman/Kardon-Soundsystem und einem Glasdach erweitert werden.
Wie bei allen Kia-Modellen gibt es beim Kia Niro eine 7-Jahres-Garantie.

Empfehlungen

Für Fahrer mit eigener Wallbox und Spaß am sparsamen Stromern: der Kia Niro EV Vision, ab 38.400 Euro (Innovationsprämie kann beantragt werden)

Für ladedisziplinierte Fans von Plug-in-Hybriden, die auch ohne staatliche Förderung zu dieser Antriebseinheit stehen: der Kia Niro PHEV Spirit, ab 37.050 Euro.

Für Käufer, die sich nicht zwischen Stromer und Plug-in-Hybrid entscheiden können: der Niro Hybrid Edition 7, ab 27.560 Euro

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