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Elektroautos: Die Stromer auf der IAA im Überblick

Der Trend zu mehr Stromern dürfte sich verstärken, insbesondere, da sich das Angebot an E-Autos stetig erweitert – ein Überblick über die gängigsten, elektrisch angetriebenen Modelle.

Im ersten Halbjahr 2013 wurden 2.389 neue Elektroautos zugelassen – das sind zwar 68 Prozent mehr als von Januar bis Juni 2012, verglichen mit insgesamt 1,5 Millionen zugelassenen Neuwagen in den ersten sechs Monaten sind es wenig.

Smart ed

Der Smart Electric Drive ist das günstigste der hierzulande erhältlichen E-Autos. Wobei günstig relativ ist: 19.899 Euro werden fällig, damit ist er immer noch mehr als doppelt so teuer wie der Einstiegs-Smart mit konventionellem Antrieb. Wer die Batterie lieber mieten will, zahlt einmalig knapp 15.966 Euro für den Smart ed und monatlich 54 Euro für den Akku. Der hält bis zu einer Reichweite von maximal 145 Kilometer und ist in sieben Stunden an einer normalen Steckdose oder in einer Stunde an einer Schnellade-Station wieder aufgeladen. Der 55 kW/75 PS starke Elektromotor schiebt den Kleinstwagen mit einem Drehmoment von 130 Newtonmetern in 11,5 Sekunden von null auf hundert, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 125 km/h.

Renault Zoe

Seit Juni ist in Deutschland der Renault Zoe auf den Markt. Die Preisliste des Kleinstwagens beginnt bei 18.235 Euro einschließlich Ladestation für die Garage plus Batteriemiete von 66 bis maximal 102 Euro im Monat. Der Elektromotor erreicht eine kurzfristige Leistung von 65 kW/88 PS, die jedoch dauerhaft nur 43 kW/59 PS beträgt, um die Reichweite nicht übermäßig zu reduzieren. Zwischen Null und 100 km/h vergehen 13,5 Sekunden, maximal beschleunigt der Zoe auf 135 km/h. Als Reichweite gibt Renault 210 km an. Je nach Methode dauert das Aufladen der Akkus zwischen 30 Minuten und neun Stunden.

VW E-Up

Zu Preisen ab 22.605 Euro kommt im Herbst die Elektro-Version des Kleinstwagens VW Up auf den Markt. Den Antrieb übernimmt ein in der Spitze 60 kW/82 PS starker Elektromotor, mit einer Dauerleistung von 40 kW/55 PS. Der Up spurtet in 12,4 Sekunden von null auf hundert, maximal sind 130 km/h möglich. Die Reichweite pro Akkuladung beträgt laut VW 160 Kilometer. Gegen Aufpreis ist eine Schnellladefunktion an Bord, die den 18,7 kWh starken Akku in 30 Minuten zu 80 Prozent lädt. Die Standardversion des Up kostet ab 8.382 Euro mit Dreizylinder-Benziner und 44 kW/60 PS, mit einer ähnlichen Ausstattung wie der E-Bruder kostet er etwa 12.016 Euro.

Mitsubishi i-MiEV, Citroen C-Zero, Peugeot Ion

Die baugleichen Elektro-Kleinstwagen Citroen C-Zero, Mitsubishi i-MiEV und Peugeot Ion stellen eine Leistung von 49 kW/67 PS bereit, damit beschleunigen sie von null auf 100 km/h in 15,9 Sekunden und erreichen eine Maximalgeschwindigkeit von 130 km/h. Rund 150 Kilometer reicht der Akku. Ist er leer, dauert die Ladezeit zwischen 30 Minuten (80 Prozent) und neun Stunden. Die Preise für den C-Zero und den Ion starten bei 24.700 Euro. Das dritte Modell im baugleichen E-Auto-Trio, der Mitsubishi iMiEV, kostet ab 24.621 Euro.

BMW i3

Etwas größer und derzeit wohl das spannendste Elektro-Projekt ist der Kleinwagen i3 von BMW. Er kommt im November für 29.369 Euro auf den Markt, es soll auch eine Leasing-Möglichkeit geben. Mit seinen 125 kW/170 PS stürmt der i3 in sportlichen 7,2 Sekunden von null auf hundert, bei 150 km/h haben die Ingenieure ihn abgeregelt. Seine Karosserie, die komplett aus Karbon besteht, macht ihn besonders leicht, kurze Überhänge und die Batterie im Unterboden machen ihn besonders wendig. Die Reichweite beziffert BMW auf 160 Kilometer. Wem das zu wenig ist, der kann einen optionalen Range-Extender hinzu kaufen.

Nissan Leaf

Noch eine Nummer größer ist der 2010 vorgestellte Nissan Leaf, der in diesem Jahr überarbeitet wurde. Im Normzyklus kommen Leaf-Fahrer 199 Kilometer weit. Mit 80 kW/109 PS braucht der Kompakte 11,5 Sekunden auf Tempo 100, maximal sind 144 km/h drin. Die Akkus lädt er an einer Schnellladestation in 30 Minuten zu 80 Prozent voll, an der Haushaltssteckdose braucht der Leaf zehn Stunden. Auch ihn gibt es mit und ohne Batterie zu kaufen: 23.790 kostet die Basisversion, plus Akkumiete zwischen 79 und 142 Euro im Monat. Mit Energiespeicher an Bord zahlt man mindestens 24.949 Euro.

VW E-Golf

Auf der IAA im September debütiert der VW E-Golf, Anfang 2014 soll er zu kaufen sein. Mit Preisen ab knapp 30.000 Euro und dem Bestseller-Image will der Kompakte den Stromantrieb in die Mitte der Gesellschaft tragen. Der 85 kW/115 PS starke E-Motor soll über rund 150 Kilometer mit Strom aus den bordeigenen Lithium-Ionen-Akkus versorgt werden können. 135 km/h sind Spitze, in 11,8 Sekunden fährt er von Null auf 100. Den Standard-Golf gibt es ab 14.432 Euro zu kaufen.

Ford Focus Electric

Neuerdings hat auch Ford ein Elektroauto im Programm, ebenfalls in der Kompaktklasse. Der Ford Focus Electric ist ab 33.605 Euro bestellbar. Den Antrieb des Kompakten übernimmt ein 107 kW/145 PS starker E-Motor. Die Reichweite pro Batterieladung gibt der Hersteller mit 162 Kilometern an. Aufgeladen wird der Elektro-Focus zwischen elf und drei Stunden. Das günstigste Standard-Modell des Focus steht für rund 13.865 Euro in der Preisliste.

Opel Ampera, Chevrolet Volt

Bis zu 80 Kilometer legt der Opel Ampera, ebenso wie sein Schwestermodell Chevrolet Volt, rein elektrisch zurück. Geht die Energie zur Neige, springt ein Range Extender automatisch an. Der kleine Verbrennungsmotor (63 kW/86 PS) arbeitet als Generator und speist den Elektromotor (111 kW/150 PS) mit Strom. Mehr als 500 Kilometer Reichweite sind laut Opel so möglich. Der Normverbrauch liegt bei 1,2 Litern auf 100 km (27 g CO2/km) Innerhalb von vier Stunden ist die Batterie nach Herstellerangaben an der Steckdose wieder aufgeladen. 38.571 Euro zahlt man für den Ampera mindestens, 36.092 für den Volt.

Renault Fluence Z.E.

Hauptsächlich für gewerbliche Kunden gedacht ist der Renault Fluence Z.E. Als Familienauto eignet er sich trotz seine Länge von 4,75 Metern wegen des winzigen Kofferraums nicht – dort nehmen die Akkus Platz weg. Voll geladen bieten sie im Normzyklus eine Reichweite von 185 Kilometern, maximal 135 km/h fährt er schnell. Die Schubkraft der 70 kW/95 PS lässt den Fünfsitzer in 13,7 Sekunden auf hundert spurten. Geladen werden die Lithium-Ionen-Akkus der Limousine zwischen sechs und zwölf Stunden. Als Basismodell kostet der Fluence 21.806 Euro plus monatlich zwischen 69 und 142 Euro für die Batterie.

Mercedes SLS AMG Electric Drive

Den Platz auf der Pole-Position nimmt die elektrische Variante des Mercedes SLS ein. Vier Elektro-Motoren kommen gemeinsam auf 553 kW/752 PS. Jeweils nah am Rad montiert erzeugen sie ein maximales Drehmoment von 1.000 Nm. Nur 3,9 Sekunden braucht der futuristische Spitzensportler auf Tempo 100, die Spitzengeschwindigkeit ist bei 250 km/h abgeregelt. Eine Ladung an der normalen Steckdose dauert stolze 20 Stunden, die Wallbox mit Starkstrom erfordert drei Stunden Geduld. Doch dafür reicht der Strom dann in der Theorie der Prüfstände für mehr als 250 Kilometer. Mit 350.000 Euro kostet er mehr als doppelt so viel wie der normale SLS.

Alle genannten Preise sind Nettopreise.

Autor

Foto

Daimler

Datum

25. Juli 2013
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