Alkoholtester

Wie genau sind mobile Messgeräte?

Foto: Volvo

Trinken und vor dem Losfahren mit einem Alkoholprüfgerät testen, ob man sich alkoholmäßig noch im grünen Bereich bewegt. Eine gute Idee, oder?

Mobile Alkoholtestgeräte gibt es schon für gut 20 Euro, teure Geräte kosten bis zu 250 Euro. Alle haben nur eine Funktion: Den Fahrer davor zu warnen, sich mit einem zu hohen Alkoholpegel hinters Steuer zu setzen. Die handlichen Geräte haben eine Öffnung für das Mundstück und ein Digitaldisplay. Letztere zeigt den Promillewert und damit auch theoretisch an, ob man noch fahrtauglich ist. Da stellt sich die Frage, wie wirksam die Geräte sind. "Natürlich wäre es praktisch, wenn man ganz einfach feststellen könnte, ob man schon den kritischen Promillewert erreicht hat", sagt Hans-Georg Marmit, Kraftfahrzeug-Experte der Sachverständigen-Organisation KÜS. "Ein Alkotester misst allerdings nur den Alkoholgehalt, der mit der Atemluft ausgepustet wird. Zwar werben die Anbieter solcher Geräte mit hoher Messgenauigkeit, doch besteht immer auch ein Restrisiko, dass ein Alkotester einen ungenauen Wert ausspuckt."

Der Experte warnt: Die Geräte könnten bereits anschlagen, obwohl man bei der Weinprobe die Getränke lediglich gegurgelt hat. Sie könnten nicht nur überempfindlich reagieren, sondern umgekehrt auch Werte anzeigen, die deutlich unterhalb des tatsächlichen Blutalkoholwerts liegen. Dann würden sie selbst nach einigen Bierchen einen sehr niedrigen Promillewert ausweisen. Wer sich aber guten Gewissens ans Steuer setze und dabei im Rahmen einer Verkehrskontrolle zum Bluttest gebeten wird, könne eine böse Überraschung erleben. Letztlich, so der Experte, gelten die Atemtestgeräte als ungenau und sind deshalb auch nicht als juristisches Beweismittel anerkannt.

Grundsätzlich sollte man die Entscheidung, ob man sich noch ans Steuern setzen soll oder nicht, nicht auf Grundlage eines solchen Messgeräts treffen. Im Idealfall verzichtet deshalb jeder verantwortungsvolle Autofahrer auf den Genuss von Alkohol, wenn er sich noch ans Steuer setzen will. Denn nur wer nüchtern ist, ist in Hinblick auf die Verkehrssicherheit und vor einem möglichen Führerscheinentzug sicher. Letzteres gilt im Besonderen für Fahranfänger, die während der Probezeit oder bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres einer Nullpromillegrenze unterliegen.

Am besten man nutzt ein Taxi oder öffentliche Verkehrsmittel für den Nachhausweg oder man schließt sich zu Fahrgemeinschaften zusammen, wo einer nüchtern bleibt und die anderen sicher nach Hause bringt. Und Achtung: Der Morgen nach einer Feierlichkeit hat es oft noch in sich oder besser gesagt, es kann noch jede Menge Restalkohol im Blut sein. Die Gefahr von Restalkohol wird von vielen unterschätzt. Wer sich mit 1,6 Promille Blutalkohol trotz einer Abstinenzphase von 10 Stunden ans Steuer setzt, kann nach einer Daumenregel – stündlich baut man etwa 0,1 Promille ab – noch immer 0,6 Promille aufweisen. Polizeikontrollen finden nicht nur in der Nacht statt, sondern auch am frühen Morgen.

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