Bundesverband Fuhrparkmanagement

Morgen ist heute schon gestern

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Meinung

Mobilität wandelt sich enorm schnell. Flottenmanager tun gut daran, sich darauf einzustellen, meint Axel Schäfer vom Fuhrparkverband.

Wir leben im Hier und Jetzt. Klar. Alles, was nicht greifbar ist und in der Zukunft liegt, ist nicht real. Noch nicht. Manches können wir uns auch gar nicht richtig vorstellen. Deswegen denken etliche Menschen mit Mitte 50 an die Rente und stellen fest, dass sie eine Vorsorge leider verpasst haben. Was soll’s. Doch es gibt die nahe und die ferne Zukunft. Der morgige Tag folgt auf die heutige Gegenwart. Und da wird sich in der Regel nicht viel geändert haben. Dann wiegen wir uns in Sicherheit. Veränderungen mögen wir ja nicht wirklich.

"Die Zukunft der Menschheit kann großartig werden: Dank digitalisierter Medizin werden wir viel gesünder und länger leben, künstliche Intelligenz wird uns lästige Arbeiten im Haushalt und im Beruf abnehmen, und wenn wir möchten, werden wir in virtuellen Welten auf Abenteuerreise gehen", schreibt ein Autorenteam des "Spiegels" im Feature "Wie wir im Jahr 2037 leben werden". Vieles wird anders sein. Auch die Mobilität, der Verkehr und die Arbeit der Fuhrpark- und Mobilitätsmanager. Dafür sorgen die rasanten technologischen Entwicklungen und die Digitalisierung, aber auch gesellschaftliche Trends. Faszinierende Möglichkeiten für Unternehmen wie auch kritische Diskussionen über die Datensicherheit stehen im Fokus.

Wie schnell das wirklich geht und wie es konkret aussehen wird, können wir heute nicht abschätzen. Da geht es uns wie den Pferdekutschenbesitzern im letzten Jahrhundert, die sich Automobile ein paar Jahre vor deren Erfindung nicht im Traum vorstellen konnten. Abwegig war selbst nach den ersten realen Automobilen, dass sie die Pferde im Straßenbild verdrängen würden. Es ist menschlich, eine so schnelle Veränderung nicht sofort zu begreifen. In relativ wenigen Jahren werden uns wahrscheinlich schon Robo-Taxis zum nächsten Termin fahren. Eine Studie des Center of Automotive Management sagt voraus: Schon ab 2025 soll ein breiterer Einsatz von autonom fahrenden Fahrzeugen in Städten, auf Autobahnen und im ländlichen Bereich stattfinden. Etwa ab 2030 sind sie überall zu finden. Ihr Marktanteil steigt rapide.

Fazit: Veränderungen kommen unaufhaltsam auf uns zu – und werden schneller real als gedacht. Wir alle sollten uns darauf vorbereiten. Und mithelfen, dass die neuen Technologien gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Interessen und Bedürfnisse erfüllen, leicht zu verstehen und einzusetzen sind und optimale Lösungen für alle Menschen erzielt werden. Denn heute ist morgen schon wieder gestern.

Der Autor:

Axel Schäfer ist Geschäftsführer und Vertreter des Bundesverbands Fuhrparkmanagement e.V. im Board der EUFMA – European Fleet and Mobility Management Association.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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