Elektro-Pläne in der EU Keine klare Linie

Genesis G80 Electrified 2022 Foto: Genesis

Das Verbrenner-Aus der Europäischen Union setzt ein Zeichen, spaltet aber gleichzeitig die Gesellschaft. Technologieoffen ist es jedenfalls nicht.

Ende Juni war es so weit: Nach 16-stündigen Verhandlungen der EU-Umweltminister gab es in Luxemburg eine (nicht ganz eindeutige) Entscheidung: Ab 2035 müssen die Flottengrenzwerte auf null sinken. Neue Pkw und leichte Nutzfahrzeuge dürfen dann keine Emissionen mehr verursachen. Oder einfacher gesagt: Es kommt das Verbrennerverbot.

Lange war unklar, wie sich Deutschland zu diesem Thema positionieren wird; noch immer ist die Regierung uneins. Verkehrsminister Volker Wissing äußerte sich einen Tag nach den Verhandlungen auf der Ladeinfrastruktur­konferenz zum Verbrenner-Aus und gab an, dass er nicht viel von Verboten halte. Es zeigt sich mal wieder eine Regierung, die keinen einheitlichen Kurs fährt.

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Vor allem Wissings FDP setzt sich vehement für E-Fuels als eine Art Hintertür ein, um technologieoffen zu bleiben. Die Grünen hingegen sehen darin keine Zukunft. Klar ist: Nach jetzigem Stand können E-Fuels noch nicht so eingesetzt werden wie gewünscht. Hinzu kommt, dass die Fahrzeughersteller darin sowieso keine Alternative sehen, denn sie stellen die Produktion in den meisten Fällen komplett auf ­Elektrofahrzeuge um.

Aber wie so oft bei der Mobilitätswende bleibt auch hier unklar, wie es weitergeht. Auf Drängen Deutschlands und einiger anderer Länder wurden E-Fuels als Alternative zwar beim EU-Ministerrat angemerkt. Wie die endgültige Entscheidung ausfällt und wie die Umsetzung konkret angegangen wird, steht aber noch in den Sternen.

Wir brauchen aber klare Entscheidungen und eine einheitliche Linie. Außerdem sollte das ­Verbrenner-Aus kritisch überdacht werden. Selbstverständlich ist die Elektromobilität ein wichtiger Pfeiler der Mobilitätswende. Ohne Elektrofahrzeuge werden wir die Ziele nicht erreichen können. Klar ist aber auch, dass die Elektromobilität und ganz besonders die Lade­infrastruktur noch nicht in dem Maße ausgebaut sind, wie es notwendig wäre.

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Deutschland – vor allem aber Europa – ist noch weit davon entfernt. In jedem Fall zeigt sich aber einmal mehr, dass ein ganzheitlicher Blick aufs Mobilitätsmanagement unerlässlich ist. In Zeiten, in denen die betriebliche Mobilität von einem ständigen Wandel geprägt ist, muss man sich zwangsläufig auch mit der betrieblichen Mitarbeitermobilität auseinandersetzen.

Wie die aussehen kann, untersucht der Bundesverband Betriebliche Mobilität (BBM) am 8. und 9. September auf der Nationalen Konferenz für betriebliche Mobilität. Ein Muss für alle, die an der Mobilitätswende mitarbeiten wollen.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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