Fahrbericht Subaru Outback

Jetzt aber!

Subaru Outback 2018 Foto: Subaru 12 Bilder

Den Subaru Outback hatte bisher kaum jemand als Firmenwagen auf dem Plan. Zu Unrecht. Denn das Facelift beschert den Allrad-Kombi standesgemäßen Komfort. Nur in einem Punkt patzt er.

Mit dem Allradantrieb ist es ein wenig wie mit der Lebensversicherung. Gut, wenn man eine hat, noch besser, wenn sie nicht einspringen muss. Aber weil der moderne 4x4 in der Regel völlig unauffällig im Hintergrund agiert, könnte es leicht passieren, dass man ihn beim nächsten Firmenwagen vergisst zu bestellen.

Subaru-Fahrern jedoch passiert dies nicht. Abgesehen vom Sportwagen BRZ werden alle Modelle der japanischen Marke standardmäßig über beide Achsen angetrieben. Was die Marke zum weltgrößten Hersteller von Allrad-Pkw macht. Die allerdings gehen größtenteils in die USA. Hierzulande gelten XV, Forester und Co. eher als Geheimtipp: nicht eben trendig, dafür beständig und zuverlässig.

Doch die Marke mausert sich, macht mit cleveren Ideen wie einem ausschließlich kamerabasierten und deshalb preisgünstigen Assistenzsystem von sich reden. Eyesight vereinigt Kollisionswarner, Notbremssystem, Abstandstempomat samt Stop-and-Go-Funktion sowie aktiven Spurhalter und wird nun auch im eben überarbeiteten Outback (ab 32.690 Euro netto) verbaut. Das und zahlreiche andere Sicherheits- und Komfort-Features wie der serienmäßige Totwinkel- und Querverkehrswarner heben den optisch eher unauffälligen Crossover auf ein Niveau, das ihn auch als Firmenwagen interessant macht. Zumal ihm seine 559 bis 1.848 Liter Stauvolumen einen Platz in den Top Ten der geräumigsten Kombis sichern.

Subaru Outback 2018 Foto: Subaru
Umfangreiche Ausstattung samt acht Zoll großem Touchscreen.

Auffällig ist vor allem, wie sich Verarbeitungsqualität und Optik im Innenraum über die Jahre stetig verbessern. Das Leder der Sitze etwa fühlt sich mit jeder Fahrzeuggeneration etwas weicher an. Auch das Cockpit mit dem acht Zoll großen Touchscreen samt Front- und Rückfahrkamera und der Tomtom-Navigation (Serie ab mittlerer Ausstattung) ist zeitgemäß und macht optisch was her. Dass man sich beim Aufräumen am Armaturenbrett zurückhält, um die eher ältere Kundschaft nicht zu verschrecken, hat durchaus Vorteile. So gibt es weiterhin für Lautstärke, Temperatur oder Sitzheizung eindeutig beschriftete Tasten. Trotzdem geht Subaru mit der Zeit, integriert Smartphones per Android Auto oder Apple Car Play und bringt Apps ins Auto. Auf Gimmicks wie fahrzeugeigene Online-Dienste, Wlan-Hotspot oder induktive Ladeschale fürs Handy muss der Outback-Käufer allerdings noch verzichten.

Motor schafft Euro 6d-Temp ohne Partikelfilter

Dafür gibt es künftig etliches, was die Reise im Outback komfortabler macht. Das beheizbare Lenkrad beispielsweise, die Sitzheizung für die großzügig geschnittene Rückbank oder das große Glasschiebedach.

Leider hat sich die Marke vom durchzugskräftigen Diesel verabschiedet. So bleibt als Motor lediglich der etwas knurrige Benziner mit 2,5 Litern Hubraum. Da er den Sprit nicht direkt in den Brennraum, sondern herkömmlich ins Saugrohr einspritzt, schafft der Boxermotor Euro 6d-Temp sogar ohne Partikelfilter. Gekoppelt ist er wie üblich bei Subaru an ein CVT-Getriebe, nun mit sieben anstatt sechs simulierten Gangstufen. Im Alltag funktioniert die Kombination gut, solange man keine steilen Berge erklimmen muss. Dann wirkt der 175-PS-Motor angestrengt und jammert sich mit Drehzahlen am roten Bereich die Steigung rauf. Eher dem Reich der Fantasie entspringen die 7,3 Liter Normverbrauch. Selbst bei zurückhaltender Fahrweise tänzelt die Verbrauchsanzeige um die Zehn-Liter-Marke. Abhilfe ist aber in Sicht. Um den von der EU verlangten Flottenverbrauch zu schaffen, sollen künftig kleinere Turbomotoren für weniger Verbrauch, aber auch für mehr Dynamik sorgen.

Subaru Outback 2018 Foto: Subaru
Der Motor kommt standardmäßig mit einem CVT-Getriebe.

Das Fahrwerk dürfte damit zurechtkommen. Die direkte Lenkung des Outback gibt genügend Rückmeldung und die Federung hat Reserven. Ebenso der Antrieb. Er verteilt das Drehmoment je nach Untergrund variabel an die Räder. Auf Knopfdruck vernetzt der Wagen bei niedrigem Tempo Motor, Getriebe, Antrieb, Bremsen und ESP, was noch mehr Traktion bringen soll. So bremsen weder nasser Asphalt noch Schotterstraßen den Vorwärtsdrang. Die Technik hält den 4,82 Meter langen Kombi ganz unaufgeregt auf Kurs. Das sorgt für ein gutes Gefühl, genauso wie die fünf Jahre beziehungsweise 160.000 Kilometer Garantie.

Technische Daten
Subaru Outback 2.5i
Motor und Kraftübertragung
Zylinderzahl / Motorbauart 4-Zylinder Boxermotor
Hubraum 2498 cm³
Leistung 175 PS (129 kW) bei 5800 U/min.
max. Drehmoment 235 Nm bei 4000 U/min.
Antriebsart Allrad
Getriebe stufenlose Schaltung
Schadstoffeinstufung Euro 6d-Temp
CO2-Ausstoß 166 g/km
Kraftstoff Super
Preis
Nettopreis 31.008,- €
Abmessungen und Gewichte
Radstand 2745 mm
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4820 × 1840 × 1605 mm
Kofferraumvolumen 559 - 1.848 l
Leergewicht gemessen 1592 kg
Zuladung 508 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 2100 kg
Karosserie
Typ Kombi
Testwagenbereifung
Reifen (vorne/hinten) 225/65 R 17 / 225/65 R 17
Verbrauch
Verbrauch 7.30 l/100 km
Betriebskosten
20.000 km/60 Monate 40.000 km/36 Monate
Basisdaten
Preis ohne Mehrwertsteuer 31.008,- € 31.008,- €
Betriebsnotwendiges Kapital 22.402,- € 22.614,- €
Teuerung Fahrzeugpreis 4.939,- € 2.875,- €
Feste Kosten (€/Jahr)
Kapitalverzinsung 1.882 1.900
Abschreibung 1.882 1.900
Kfz-Steuer 166 166
Typklasse HP/VK/TK 17/26/23 17/26/23
Haftpflichtversicherung 994 994
Kaskoversicherung 1.360 1.360
Unterstellung/Garage 564 564
Summe feste Kosten (€/Jahr) 9.510 11.978
Summe feste Kosten (ct/km) 47,5 29,9
Variable Kosten (ct/km)
Kraftstoff 11,3 11,3
Reifen 3,1 3,1
Wartung/Reparatur/Pflege 12,0 6,8
Summe variable Kosten 26,4 21,1
Gesamtkosten
Gesamtkosten (ct/km) 73,9 51,1
Quellenangabe Betriebskosten
Quellenangabe Dekra Dekra
Zeitpunkt der Datenberechnung 6/2018 6/2018
Versicherungshinweis Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung. Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung.
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
FA 11 2018 Titel
11/2018 19. Oktober 2018 Inhalt zeigen
Who is Who Pkw
Who is Who Titel Who is Who Flottenmarkt

Das Nachschlagewerk für alle Flottenmanager.

Beliebte Artikel Kia Rio 1.0 T-GDI Test Kia Rio 1.0 T-GDI Dream-Team Kein Schnickschnack BMW X5, schräg, vorne, links Erster Test BMW X5 (2019) Mobil arbeiten
Terminübersicht
firmenauto Terminkalender Flottentermine

Finden Sie Veranstaltungen, Seminare, Messen und Trucksport-Events in Ihrer Region.