Land Rover Discovery Sport (2020) Fahrbericht

Ganz der Neue

Land Rover Discovery Sport 2020 Foto: Land Rover 11 Bilder

Eine moderne Plattform, milde Hybride sowie ein digitalisierter Innenraum: Land Rover legt den Discovery Sport neu auf. Damit hatte keiner so schnell gerechnet.

Vornehm und zurückhaltend, so sind die Briten halt: Eigentlich wäre für den Land Rover Discovery Sport nach seiner dreijährigen Bauzeit eine Modellpflege fällig gewesen. Aber weit gefehlt: Schon jetzt präsentieren die englischen Offroad-Profis die Neuauflage des Sport-SUV. Neue LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten, überarbeiteter Kühlergrill, dazu geänderte Stoßfänger - zunächst deutet alles auf ein gewöhnliches Facelift hin. Die ursprünglich asymmetrisch gestylte Heckpartie zeigt sich dagegen völlig umgestaltet und präsentiert sich nun in ganz rund. Dass es die Briten dabei belassen, ist wohl der Tatsache geschuldet, dass der 4,60 Meter lange Geländewagen mit knapp einer halben Million Exemplaren das weltweit meistverkaufte Modell von Land Rover ist. Man will die Kundschaft nicht mit Designexperimenten überfordern.

Die Überraschungen stecken unterm Blech

Die eigentliche Revolution fand jedoch ganz tief unter dem Blech statt. So baut der Discovery Sport auf einer völlig neuen, um 13 Prozent verwindungssteiferen Plattform auf. Diese Premium Transversale Architektur (PTA) genannte Basis lässt sich endlich mit elektrischen Antrieben kombinieren, die den Flottenverbrauch nach unten drücken sollen. Daher sind nahezu alle Motoren als Mild-Hybride ausgelegt.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Im Vergleich zu seinem Vorgänger fährt sich der Discovery Sport des Modelljahrs 2020 um einiges handlicher und komfortabler und macht auch abseits befestigter Straßen eine gute Figur. Dank Allrad, langen Federwegen sowie einer enormen Achsverschränkung überwindet er fast jedes Hindernis oder wühlt sich eindrucksvoll über Stock und Stein. Beim Discovery Sport handelt es sich eben nicht einfach um ein hochgebocktes SUV, er bleibt weiterhin ein waschechter Geländewagen.

Land Rover Discovery Sport 2020 Foto: Land Rover
Für den harten Offroad-Einsatz stehen außerdem eine Menge spezieller Fahrprogramme zur Verfügung.

Digitalisierter Innenraum

Der Innenraum des Mittelklasse-SUV wird nun mit hochwertigen Materialien seinem Premium-Anspruch gerecht. Da, wo beim Vorgänger noch einfaches Hartplastik verbaut war, verwenden die Briten jetzt aufgeschäumte, angenehm anzufassenden Kunststoffe. Vor dem Fahrer sitzt ein 12 Zoll großes Kombiinstrument, rechts daneben der 10-Zoll-Touchscreen fürs Infotainment, welches einen Wlan-Hotspot sowie eine Smartphone-Vernetzung mitbringt. Klimaautomatik und die vielen Allrad-Funktionen bedient der Fahrer über einen Extra-Bildschirm darunter. Und ihre Handys können die Passagiere an zahlreichen USB-Ports laden, oder an der induktiven Ladestation unterhalb der Mittelkonsole.

Der Innenspiegel wird zum Display

Man ist großzügig untergebracht im Discovery Sport und die neuen Sitze sind bequem. Genügend Platz findet sich auch im Heck, dessen Kofferraum großzügige 897 Liter fasst. Klappt man die dreigeteilten Rücksitzlehnen um, wächst das Kofferabteil auf 1.794 Liter, allerdings mit leicht ansteigender Ladefläche. Es gibt den Briten auch weiterhin als Siebensitzer, doch den Notbehelf für Kleinkinder oder die Kurzstrecke lässt sich Land Rover – wie viele andere Extras auch – mit knapp 1.100 Euro teuer bezahlen (alle Preise netto). Gleiches trifft für den neuen digitalisierten Innenrückspiegel zu, für den bis zu 500 Euro fällig sind. Wobei Spiegel in die Irre führt. Vielmehr handelt es sich um einen kleinen Bildschirm, der das von einer Dach-Kamera in der Antennenfinne aufgenommene Bild formatfüllend abbildet. Man muss sich daran gewöhnen, doch der Blick nach hinten per Bildschirm ist dann sehr praktisch, wenn der Wagen bis unters Dach beladen ist. Wer das neue Digital-Feature nicht mag, kann es auch abschalten und erhält so wieder einen herkömmlichen Innenspiegel.

Auch nach vorne lässt sich das Sichtfeld erweitern, denn wie schon im Evoque sitz auch im Disco Sport eine Kamera unter dem Boden. Sie filmt, was der Wage unter die Räder nimmt, und montiert daraus eine Sicht von oben, quasi durch eine durchsichtige Motorhaube. Das Bild im Touchscreen der Mittelkonsole zeigt Hindernisse vor oder unter dem Vorderwagen befinden und ist beim Offroad-Einsatz hilfreich.

Elektrische Unterstützung für die Motoren

Bei den Motoren bedient sich der Discovery Sport der gleichen Triebwerke wie der aktuelle, kleinere Evoque. Zwei Liter Hubraum sind Standard, sowohl bei den Benzinern als auch den Dieseln. Sie leisten zwischen 150 und 250 PS. Der Basis-Diesel D150 fährt als Sechsgang-Handschalter und mit Frontantrieb vor. Bei allen anderen Triebwerken zählt neben dem automatisch zuschaltenden Allradantrieb und der Neunstufen-Automatik auch ein Mild-Hybridsystem mit 48-Volt-Technik zum Standard. Dabei wird die beim Bremsen oder Verzögern gewonnene Energie in einem kleinen Akku gespeichert, um beim anschließenden Beschleunigen den Motor zu unterstützen.

Anfang nächsten Jahres kommt noch ein kleiner Dreizylinder, den es zudem als Plug-in Hybriden geben wird. Anstelle des verwendeten Riemen-Startergenerators sorgt dann ein kräftiger Elektromotor für Schub.

Bis dahin stehen drei Vierzylinder-Diesel und zwei Benziner mit ebenfalls vier Töpfen im Angebot. Wir empfehlen die beiden Topversionen als standesgemäße Motorisierungen mit 240 beziehungsweise 250 PS beim Benziner. Beide Motoren laufen kultiviert und legen sich mächtig ins Zeug. Ihre Neunstufen-Automatik glänzt mit sanften, ruckfreien Schaltvorgängen. Besonders der Selbstzünder gefällt und beschleunigt mit seinen 500 Nm an Drehmoment noch nachdrücklicher.

Trotzdem wünscht man sich bei flotten Überholmanövern einen Tick mehr Power. Auch die milde Elektrounterstützung überzeugt nicht ganz: Statt der angegebenen 9,3 Liter schluckte der P250 AWD knapp 12 Liter, und beim D240 AWD stand nach unser einigermaßen flott gefahrenen Testrunde eine neun vor dem Komma des Bordcomputers, anstelle der versprochenen 7,1 Liter. Zugegeben, wir waren recht flott unterwegs.

Fahrbericht Range Rover Evoque 2019
Ein wenig öko
Technische Daten
Land Rover Discovery Sport D 240 Land Rover Discovery Sport P 200 Land Rover Discovery Sport P 250 Land Rover Discovery Sport D 150 Land Rover Discovery Sport D 180
Karosserie
Aufbau SUV SUV SUV SUV SUV
Zahl der Sitzplätze 5 5 5 5 5
Motor/Antrieb
Antriebskonzept Dieselmotor Benzinmotor Benzinmotor Dieselmotor Dieselmotor
Kraftstoff Diesel Super Super Diesel Diesel
Anzahl Zylinder 4 4 4 4 4
Hubraum 1.999 cm³ 1.997 cm³ 1.997 cm³ 1.999 cm³ 1.999 cm³
Leistung 177 kW (240 PS) bei 3.500/min 147 kW (200 PS) 183 kW (250 PS) 110 kW (150 PS) bei 3.500/min 132 kW (180 PS) bei 3.500/min
Drehmoment 500 Nm bei 1.500/min 380 Nm bei 1.750/min 430 Nm bei 1.750/min
Getriebe automatisch automatisch automatisch manuell automatisch
Anzahl Gänge 9 9 9 6 9
Antrieb Allrad Allrad Allrad Vorderrad Allrad
Preis
Grundpreis ohne MwSt.Herstellerangabe 40.294 Euro 36.345 Euro 39.903 Euro 31.134 Euro 37.185 Euro
Ausstattung Basis Basis Basis Basis Basis
Abmessungen/Gewichte/Reifen
AußenmaßeLänge x Breite ohne Spiegel x Höhe 4.597 x 1.894 x 1.727 mm 4.597 x 1.894 x 1.727 mm 4.597 x 1.894 x 1.727 mm 4.597 x 1.894 x 1.727 mm 4.597 x 1.894 x 1.727 mm
Radstand 2.741 mm 2.741 mm 2.741 mm 2.741 mm 2.741 mm
Leergewichtvollgetankt inkl. 75 kg Fahrer 2.009 kg 1.901 kg 1.939 kg 1.844 kg 1.948 kg
Zuladung 611 kg 649 kg 611 kg 596 kg 642 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 2.620 kg 2.550 kg 2.550 kg 2.440 kg 2.590 kg
Reifengröße vorne 235/60 R 18 235/65 R 17 235/60 R 18 235/65 R 17 235/65 R 17
Reifengröße hinten 235/60 R 18 235/65 R 17 235/60 R 18 235/65 R 17 235/65 R 17
Fahrleistung und Verbrauch
Beschleunigung 0-100 km/h 7,7 s 9,0 s 7,6 s 11,1 s 9,7 s
Höchstgeschwindigkeit 220 km/h 207 km/h 225 km/h 194 km/h 202 km/h
VerbrauchHerstellerangabe WLTP 7,1 l/100 km 9,2 l/100 km 9,3 l/100 km 5,9 l/100 km 7,0 l/100 km
CO2-AusstoßHerstellerangabe WLTP 187 g/km 208 g/km 210 g/km 159 g/km 183 g/km
Effizienzklasse B C C A A
 
Slnr 107198 107199 107200 107196 107197
Betriebskosten
Land Rover Discovery Sport D 150 Land Rover Discovery Sport D 180 Land Rover Discovery Sport D 240 Land Rover Discovery Sport P 200 Land Rover Discovery Sport P 250
Basisdaten
Ausstattungsversion Basis Basis Basis Basis Basis
Grundpreis ohne MwSt. 31.134 Euro 37.185 Euro 40.294 Euro 36.345 Euro 39.903 Euro
Teuerung während der Nutzungsdauer 4.999 Euro 5.923 Euro 6.418 Euro 5.789 Euro 636 Euro
Gebundenes Kapital 25.561 Euro 30.277 Euro 32.462 Euro 28.768 Euro 31.520 Euro
Feste Kosten pro Jahr
Kapitalverzinsung 2.147 Euro 2.543 Euro 2.727 Euro 2.417 Euro 2.648 Euro
Abschreibung 3.394 Euro 4.032 Euro 4.539 Euro 4.301 Euro 4.775 Euro
Kfz-Steuer 318 Euro 366 Euro 374 Euro 266 Euro 270 Euro
Typklasse HP/TK/VK 22/23/25 22/23/25 22/23/25 22/23/25 22/23/25
Haftpflichtversicherung * 1.113 Euro 1.113 Euro 1.113 Euro 1.113 Euro 1.113 Euro
Kaskoversicherung * 1.320 Euro 1.320 Euro 1.320 Euro 1.320 Euro 1.320 Euro
Unterstellung/Garage 573 Euro 573 Euro 573 Euro 573 Euro 573 Euro
Summe feste Kosten/Jahr 8.865 Euro 9.947 Euro 10.646 Euro 9.990 Euro 10.699 Euro
Summe feste Kosten/km 44,3 ct 49,7 ct 53,2 ct 50,0 ct 53,5 ct
Variable Kosten pro km
Kraftstoff 7,5 ct 8,4 ct 9,0 ct 12,7 ct 13,3 ct
Reifen 3,4 ct 3,4 ct 3,0 ct 3,4 ct 3,0 ct
Wartung und Reparatur 12,5 ct 13,3 ct 13,7 ct 13,1 ct 13,5 ct
Summe variable Kosten/km 23,4 ct 25,1 ct 25,6 ct 29,2 ct 29,7 ct
Gesamtkosten
Gesamtkosten pro km 67,7 ct 74,8 ct 78,9 ct 79,1 ct 83,2 ct
Quellenangabe Betriebskosten
Daten berechnet von Dekra Dekra Dekra Dekra Dekra
Stand 9/2019 9/2019 9/2019 9/2019 9/2019
Versicherung * Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung. Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung. Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung. Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung. Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung.
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