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Skoda Scala, VW Golf 8 und Co.

Die neuen Kompaktwagen 2019

Toyota Corolla 2019 Foto: Skoda 3 Bilder

Die neue Generation des VW Golf steht schon bereit. Und sie trifft direkt auf starke Konkurrenz.

Wer ein klassisches Kompaktauto will, für den ist 2019 das richtige Jahr. Vor allem, weil mit dem VW Golf im Herbst das Ur-Meter des Segments in die nächste, dann achte Generation geht. Doch es gibt auch Alternativen zu dem Dauer-Bestseller. Gerade einmal sechs Jahre hat der Golf VII auf dem Buckel, da steht bereits Generation acht in den Startlöchern. Mit der frühen Neuauflage will VW sein wichtigstes Modell effizienter und damit fit für die kommenden Emissionsauflagen machen, gleichzeitig aber auch einen Schritt in Richtung generell kürzerer Produktionszyklen machen. Denn im weltweiten Wettbewerb um den globalen Autohersteller-Thron zählt auch eine frische Erscheinung der Produkte.

Skoda Scala als echter Golf-Gegner

Dazu wird das Design des Golf evolutionär weiter entwickelt, der Wagen wird breiter, flacher und präsenter, soll innen noch einmal mehr Platz bieten als das bereits raumoptimierte aktuelle Modell. Die Grillpartie erhält moderne, schmalere Scheinwerferaugen, das Heck prägnantere LED-Leuchten. Die Grundproportionen und stilprägende Elemente wie die breite C-Säule bleiben jedoch erhalten. Unter dem Blechkleid geht der Golf ins digitale Zeitalter über, erhält ein komplett neues, stark vernetztes Infotainment, digitale Instrumente und wohl erstmals ein Head-up-Display. Dazu kommen neue Assistenten und autonome Fahrfunktionen, die dem Menschen vor allem auf der Autobahn Arbeit abnehmen sollen. Beim Antrieb dominieren Dreizylinder mit Turboaufladung und Vierzylinder mit serienmäßiger Mildhybridtechnik.

Ähnlich wie beim Golf sieht das Erneuerungsprogramm bei seinen Ablegern in den anderen Konzerntöchtern aus: Seat wird den Leon preislich und technisch etwa abspecken, Audi beim A3 wohl eher die Gegenrichtung einschlagen. Neuling im Bunde wird der Skoda Scala, ein höherwertiger Nachfolger des Budget-Modells Rapid Spaceback, der im Frühjahr startet und der erste wirkliche Golf-Konkurrent der Tschechen ist. Das größere Kompaktmodell Octavia dürfte daher in Abmessungen und Anspruch leicht gewachsen sein, wenn es im Herbst Premiere feiert. Von allen Modellen wird es weitere Varianten und Variationen geben, so dass die Neuheitenflut in der Volkswagen-Kompaktklasse mindestens bis weit ins Jahr 2020 anhalten dürfte.

Skoda Scala 2019 Foto: Skoda
Toyota bringt den Corolla zurück.

Nicht nur innerhalb des VW-Konzerns ist die Kompakt-Konkurrenz groß, auch der Wettbewerb rüstet auf. So streicht Toyota die Bezeichnung Auris aus dem Programm und nennt die Neuauflage des Fünftürers wieder wie in seinen erfolgreichsten Zeiten Corolla. Neben dem großen Namen soll auch der markentypische Hybridantrieb in seiner neuesten Generation helfen, den Abstand auf den Marktführer aus Wolfsburg wieder zu verringern.

Große Ambitionen in Richtung Golf hat bereits seit längerem Kia, die mit dem schnittigen Kombi Pro Ceed das erste kompakte Shooting-Brake-Modell unterhalb der Premiumklasse auf den Markt bringen und so ihr Portfolio rund um Fünftürer und Kombi erweitern. Das coupéhafte Heckabteil fasst zwar nicht so viel Gepäck wie ein klassischer Kombikasten, soll dafür aber mit gutem Aussehen locken.

Nächster BMW 1er mit Frontantrieb

Schickes Design zählt auch seit einiger Zeit zu den Vorzügen des Mazda3. Der Japaner interpretiert seine Außenseiterrolle ab März wieder mit besonderer optischer Dynamik und technischen Speziallösungen: Diesmal gibt es eine echte Technik-Premiere in Form eines Diesotto-Motors, der die Verbrauchsvorteile des Diesels mit der Sauberkeit des Benziners verbinden will. Das Triebwerk hat einen Hubraum von 2,0 Litern und wird zusätzlich von einem Mildhybrid-System unterstützt. Offizielle Verbrauchswerte sind noch nicht bekannt.

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Apropos technischer Sonderweg: Beim Einser gibt BMW diesen auf und stellt sein Kompaktmodell 2019 auf Frontantrieb um. Vor allem wohl aus Kostengründen, die simplere Technik spart einen hohen dreistelligen Betrag pro Fahrzeug. Dass der sportliche Nimbus zu sehr leidet, werden die Fahrwerksingenieure wohl mit einer extra knackigen Abstimmung zu verhindern suchen. Trotzdem verliert der 1er so sein bisher intensiv beworbenes Alleinstellungsmerkmal. Eine Chance für Alfa Romeo, die mit ihrem auf einer Heckantriebs-Plattform stehenden Giulietta-Nachfolger in die Lücke stoßen könnten. Dass das aber noch 2019 erfolgt, ist ungewiss. Wahrscheinlich geht es erst ein Jahr später los.

Vergleichsweise ruhiger angehen lassen wird es der Mercedes CLA. Die zur Limousine gestreckte A-Klasse nimmt vor allem junge Asiaten und Amis in den Blick, könnte hier aber als handlichere Alternative zur teureren C-Klasse reüssieren. Optisch orientiert sich der Viertürer mit seinen Coupé-Formen allerdings eher am Oberklassemodell CLS. Anders als von diesem wird es vom CLA aber auch wieder einen Kombi im modischen Shooting-Brake-Stil geben. Der Start dürfte ebenfalls noch 2019 erfolgen.

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