Preisspirale | 10 Tipps Fuhrparkkosten im Griff behalten

Foto: @DoganKutukcuviaCanva

Dienstleistungen, Personalkosten, Energiepreise oder Leasingraten – irgendwie wird alles teurer. 10 Tipps, wie Fuhrparkmanager die steigenden Ausgaben in den Griff bekommen können.

Fuhrpark-Verantwortliche sind in der Regel echte Beschaffungsexperten und bewerten gleichzeitig künftige Preisentwicklungen. Als Einkäufer müssen sie entscheiden, welche Produkten und Dienstleistung für den Moment unverzichtbar sind, welche Investitionen eventuell verschoben oder abgesagt werden können. Darüber hinaus sollte in Zeiten wie diesen, auch die Auswahl der Dienstleister und Lieferanten auf den Prüfstand gestellt werden.

Zehn Tipps: So bleiben steigende Kosten unter Kontrolle

  1. Arbeiten im Team: Die Bewältigung von Kostensteigerungen in der Flotte erfordert einen ganzheitlichen Unternehmensansatz. McKinsey & Co empfiehlt die Einrichtung eines „Beschaffungs-Nervenzentrums“, das Führungskräfte aus Einkauf, Planung, Finanzen, Betrieb, Vertrieb und Technik zusammenbringt, um Lösungen zu identifizieren.
  2. Überprüfen der Preise in kürzeren Abständen: Die Preise für Flotten-Produkte und -dienstleistungen ändern sich so schnell, dass traditionelle jährliche Preisüberprüfungen nicht mehr angemessen sind. Es können wöchentliche Besprechungen erforderlich sein, insbesondere wenn ständige Kostensteigerungen die Geschäftsfälle und Gesamtbetriebskostenmodelle untergraben.
  3. Maximieren Sie bestehende Verträge: Nutzen Sie alle noch aktiven Verträge mit guten Konditionen voll aus und verteidigen Sie deren Bedingungen. Wenn der Cashflow es zulässt, kann es sich lohnen, Produkte zu „horten“, bevor die Preise wieder steigen.
  4. Bündeln Sie Produkte und Dienstleistungen: Testen Sie die Möglichkeit, den Einkaufspreis (auf den ersten Blick) zu steigern, indem Sie weitere verwandte Leistungen oder Produkte wie Kraftstoff, Adblue und Tankkarten-Services bei einem Anbieter bündeln und im Gegenzug für günstige Konditionen ein höheres Ausgabenvolumen anbieten.
  5. Erweitern der Anzahl an Lieferanten/Dienstleistern: Angesichts der nachfragebedingten Inflation kann die Erhöhung der Anzahl der Anbieter durchaus nützliche Benchmarks bei den Angebotskonditionen liefern – und unter Umständen zu einem weiteren/neuen Anbieter.
  6. Fokus auf den Gesamtbetriebskosten (TCO): Die Abschreibung ist in der Regel einer der höchsten Kostenfaktoren in der TCO, daher konzentrieren Sie sich auf den Unterschied zwischen dem Anschaffungspreis und dem Restwert, anstatt auf den Kaufpreis. Wer zum Beispiel die Firmenfahrzeuge erst nach drei oder vier Jahren austauscht, kann die heutigen hohen Anschaffungspreise über einen längeren Zeitraum amortisieren. Bei E-Autos könnte sich dieser Zeitraum nochmals verlängern. Aufgrund der geringeren Wartungskosten gelten diese bis zu fünf Jahren als zuverlässig, während bei Verbrennungsmotoren um das vierte Jahr im Schnitt mit einem Anstieg der Wartungskosten gerechnet werden muss.
  7. Förderungen und Steuervergünstigungen nutzen: Hier gilt es nicht nur die bekannten bundesweiten Töpfe zu nutzen, vielmehr bieten Bundesländer und teilweise auch einzelne Kommunen gute Fördermöglichkeiten – die dann dazu beitragen, die höheren Anschaffungskosten auszugleichen.
  8. Unterschiedliche Kosten der Lieferanten kennen: Preissteigerungen wirken sich nicht auf alle Teile eines Produkts oder einer Dienstleistung gleichermaßen aus. Ein Leasingunternehmen verzeichnet unterschiedliche Kostensteigerungen, beispielsweise x Prozent bei Fahrzeugpreisen, y Prozent bei Zinsen oder z Prozent bei Service und Wartung. Die unterschiedlich gestiegenen Kosten des Lieferanten können individuell in den Endpreis einfließen, wenn das Einkaufsteam klug verhandelt.
  9. Alle Möglichkeiten auf den Prüfstand stellen: Fahrzeugflotten haben nicht in allen Bereichen Preissteigerungen zu umgehen. Dennoch gibt es weitere Spielräume, etwa aufgrund der nachlassenden Kilometerleistung die Versicherungsprämien neu zu verhandeln und zusätzlich die Selbstbeteiligung zu erhöhen oder auch Laufzeiten der Leasingverträge zu verlängern.
  10. Bildung von Partnerschaften: Wer sich in Krisenzeiten auf Partnerschaften mit langfristigen Zielen, wettbewerbsfähigen Vereinbarungen und auf einen Informationsaustausch auf Augenhöhe verlassen kann, schafft damit eine feste Vertrauensbasis, von der alle Beteiligten am Ende profitieren.

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