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Elektroauto-Absatz: Deutschland ist noch kein Land für E-Autos

Zu wenig Ladesäulen, keine Förderung: Deutschland hat beim Verkauf von E-Autos Nachholbedarf

Elektroautos mögen noch nicht weit verbreitet sein, es werden aber stetig mehr: 2014 war das Wachstumsjahr für E-Mobile, ihre Verkäufe stiegen global um mehr als 60 Prozent. Rund 304.000 Elektroautos und Plug-in-Hybride, die aufgrund ihrer per Stecker aufladbaren Batterie zu den E-Autos gezählt werden, wurden weltweit verkauft. Auf der ganzen Welt sind derzeit 55 Modelle im Angebot. Für dieses Jahr prognostiziert die Unternehmensberatung Frost & Sullivan in einer Studie einen weltweiten Absatz von 480.000 Autos mit Steckdosenanschluss.

Größter Markt mit 36 Prozent aller Verkäufe bleibt demnach die USA, gefolgt von Europa (27%) und China (24%). Auf dem europäischen Kontinent liegen diverse Staaten beim Verkauf von E-Autos deutlich vor Deutschland mit knapp 13.000 Verkäufen im vergangenen Jahr: So wurden sowohl in Frankreich als auch in Großbritannien und den deutlich kleineren Niederlanden um die 15.000 Elektroautos verkauft. In Norwegen lag die Zahl 2014 bei gut 20.000 Einheiten, so die Markforscher.

Das hängt auch mit Subventionen zusammen, mit denen die verschiedenen Staaten den Kauf von E-Mobilen unterstützen. Aber man kann auch den Ausbaustand der Ladeinfrastruktur damit in Verbindung bringen: Während es in Deutschland laut Studie 4.340 Ladestationen gibt, sind es in Norwegen 5.720, in Frankreich 6.050 und in den Niederlanden sogar 8.580 öffentliche Stellen, an denen man den Akku auffüllen kann. In Großbritannien liegt die Zahl der Stationen zwar nur bei 3.780, allerdings verfügen die Briten landesweit über 110 Schnelladestationen. Deutschland hat nicht ganz die Hälfte (53).

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Bosch

Datum

22. April 2015
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