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Elektroautos im Fahrzeugpool: Poolfahrzeuge richtig steuern, buchen, laden

Ein Fahrzeugpool mit Elektroautos stellt besondere Anforderungen an die Verwaltungssoftware. Schließlich darf kein Mitarbeiter mit leerem Akku liegen bleiben.

Der Einsatz von Elektrofahrzeugen im Flottenbetrieb stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Zwar geht es wie bei herkömmlichen Poolfahrzeugen darum die Autos möglichst gut auszulasten, doch bei Elektroautos muss man immer die Zeit fürs Laden der Batterie mit einplanen. Wohin fährt der Kollege, der ein Auto bucht? Hat er die Möglichkeit, das Auto unterwegs zu laden? Wie viel der Batteriekapazität verbraucht er auf seiner Fahrt? Nichts wäre ärgerlicher, als wenn ein Kollege mit leerem Akku unterwegs liegen bleibt.

Wie also kann ein Unternehmen einen reibungslosen Einsatz- und Ladezyklus der E-Fahrzeuge im Pool organisieren? Mit viel personellem Aufwand – oder mit einer speziell für diese Einsätze ent­wickelten Software mit intelligenten Datenclustern, wie sie beispielsweise Fleetster liefert. Über eine App reserviert Mitarbeiter A ein Fahrzeug für den kommenden Tag. Dabei muss er seine Strecke kilometergenau sowie Beladung und Anzahl der Mitfahrer angeben. Der Flottenmanager erhält eine Meldung über die Reservierungsanfrage des Kollegen. Anhand der mitgeliefer­ten Daten wählt der Fuhrparkleiter ein passendes Fahrzeug aus. Über die Software sieht der Poolmanager, welche Fahrzeuge am kommenden Tag verfügbar, welche vollständig aufgeladen
sind und welche nicht infrage kommen. Als Antwort erhält Mitarbeiter A ein Auto zugewiesen.

Mitarbeiter B braucht ebenfalls ein Auto, jedoch nur um kurz ein paar Kilometer zur Post zu fahren. Hier kann der Fuhrparkleiter aus einer größeren Anzahl an Fahrzeugen wählen, da die Batterie für die wenigen Kilometer nicht vollständig geladen sein muss. Hierin liegt ein weiterer Vorteil der Software. Sie hilft, die einzelnen Fahrzeuge besser auszulasten, unabhängig von der Größe des Fuhrparks.

Genaue Fahrzeugkenntnis erforderlich

Einen entscheidenden Nachteil haben alle Programme in Bezug auf Elektrofahrzeuge: Sie können (noch) keine Wetterverhältnisse in ihre Empfehlung miteinbeziehen. Flottenmanager brauchen sich somit keine Sorgen um ihren Job zu machen, denn sie müssen ihre Fahrzeuge auch künftig genau kennen. Schließlich schrumpft die Reichweite von Elektrofahrzeugen im Winter erheblich. Und der Fahrstil wirkt sich ebenso auf die Reichweite aus. Diese "weichen" Faktoren müssen Fuhrparkleiter auch weiterhin durch ihre Erfahrung mit Elektrofahrzeugen bewerten. So ist es durchaus möglich, dass die Software aufgrund der Daten ein Elektroauto empfiehlt, jedoch die winterlichen Temperaturen einen Einsatz nicht zulassen.

Dieser Artikel stammt aus Heft Firmenauto 05/2017.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.

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Renault

Datum

7. April 2017
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