Bundesverband Fuhrparkmanagement

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Moovel Stuttgart Foto: Daimler

Die Kombination unterschiedlicher Mobilitätsformen muss reibungslos funktionieren, sonst haben Mobilitätsplattformen kaum Chancen, Unternehmen und deren Dienstreisende für sich zu gewinnen.

Ein Erfolgsfaktor innovativer Mobilitätsmanagementkonzepte sind die erweiterten technologischen Möglichkeiten und die Vielzahl der vernetzten Angebote. Doch die muss man im Blick haben und im Sinne des eigenen Mobilitätsbedarfs einsetzen können, wenn man sie braucht. Was nützt die beste Strategie, wenn die Angebote nicht vorhanden oder nicht zuverlässig sind?

Seien wir ehrlich: Durch eine geschickte Vorgehensweise wollen die Unternehmen ja nicht nur Kosten sparen, sondern auch effizienter werden. Effizienter im Sinne von Gutes für die Umwelt tun und Zeit einsparen, die man für vernünftigere Dinge einsetzen kann. Und den Stress bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern reduzieren, die pünktlich und entspannt zum Termin fahren, weniger unnütze Zeit in den Millionen Staus auf deutschen Straßen verbringen. Wir verlassen uns also nicht mehr auf uns selbstund eigene Fahrzeuge, sondern auf Mobilitätsdienstleister und eine wachsende Infrastruktur.

Auf dem Land macht die monomodale Mobilität – ausschließlich Auto oder ÖPNV – Sinn, und in größeren Städten mit besser ausgebauter Infrastruktur funktioniert bereits die intermodale Mobilität, die Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel und die Verknüpfung von CarsharingAnbietern, Autovermietern, Logistikunternehmen oder öffentlichen Verkehrsbetrieben. Aber was bringt eine intermodale Routenplanung, Buchung-on-Demand über internetbasierte Mobilitätsplattformen samt Bezahlung, wenn beispielsweise das Carsharing-Auto defekt ist, Flüge massiv Verspätung haben oder – wie mir jüngst passierte – der ICE nur in halber Länge am Bahnhof ankommt und mein reservierter Platz ausgerechnet in dem Wagen sein muss, der fehlte? Der Zug verspätete sich zusätzlich um eine halbe Stunde, weil alle mitfahren wollten und der Zug überfüllt war und nicht losfahren konnte.

Ich könnte stundenlang Geschichten erzählen. Wenn solche Erlebnisse regelmäßig wiederkehren, ist die Wirkung fatal. Menschen, die ihre Mobilität ökologisch und ökonomisch besser gestalten wollen, werden rasch demotiviert und fahren vielleicht doch lieber wieder mit dem Auto. Partner von Mobilitätskonzepten müssen absolut verlässlich sein. Die Erwartungen von Menschen mit Mobilitätsbedarf und ihren Unternehmen sind hoch. Wenn sie zu oft enttäuscht werden, können wir lange über Mobilitätskonzepte nachdenken – es würde sie niemand mehr wollen.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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