Kia e-Soul Cargo (2022) im Fahrbericht Elektrisch liefern

Kia e-Soul Cargo 2022 Foto: Immanuel Schneeberger 20 Bilder

Kia will in das Nutzfahrzeug-Geschäft einsteigen. Den Anfang macht ein Umrüstkit für den elektrischen Kia Soul, der seine Rückbank gegen eine ebene Ladefläche mit Sicherheitsnetz und Verzurrösen tauscht.

Rückbank raus, Ladung rein: Ungefähr nach diesem Rezept baut Kia den e-Soul zum Lieferwagen um. In der neuen Cargo-Variante steckt dann aber doch noch ein bisschen mehr Hirnschmalz. An die Stelle der Rückbank nämlich rückt eine praktische Box, die für einen ebenen Ladeboden sorgt. In ihr sind außerdem zwei Schienen für flexibel platzierbare Verzurrösen eingelassen. Ein solides Trenngitter hinter den Vordersitzen rundet den Umbau vom Lifestyle-E-Auto zum Nutzfahrzeug ab.

Dass ausgerechnet der Kia e-Soul die Basis für dieses Projekt stellt scheint durchaus logisch. Sein steil abfallendes Heck erlaubt auch den Transport von sperrigeren Gütern, sein bis zu 64 kWh fassender Akku ermöglicht Reichweiten von gut 300 Kilometern – mehr als die meisten anderen elektrischen Lieferwagen bieten. Freilich kann das Ladevolumen nicht mit Renault Kangoo und Konsorten mithalten: Mit einem Kubikmeter passt aber doch einiges hinter die Heckklappe. Mit einer Breite von 1,08 Meter, knapp 80 Zentimetern Ladehöhe (beschränkt durch die recht kleine Heckklappe) sowie 1,40 Metern Ladelänge wartet die Konstruktion auf.

Kia e-Soul Cargo 2022 Foto: Immanuel Schneeberger
Mit einem Kubikmeter passt aber doch einiges hinter die Heckklappe.

Unter dem Ladeboden gibt es zudem ein per Deckel verschlossenes Fach, in dem sich Kleinkram verrutschsicher verstauen lässt. Das Ladekabel ist unter der vorderen Haube besser aufgehoben. Dort ist über dem Elektromotor ein passendes Fach vorhanden.

Abgesehen vom neuen Fondbereich unterscheidet sich die Cargoversion nicht von den Pkw-Varianten. So hat er nach Transportermaßstäben einen feinen Innenraum mit bequemen Sitzen sowie ordentlich gedämmte Fahrgeräusche. Unser Testwagen kam mit dem großen Akku daher, der auch im Winter Reichweiten von über 300 Kilometern ermöglicht.

Ladekurve Kia e-Soul Cargo 2022 Foto: ETM/firmenauto
Die Kurve zeigt, wie schnell beziehungsweise wie stark der Kia lädt. Fährt man mit fast leerer Batterie (5 % Füllstand) an die Schnelladesäule, so dauert es eine ganze Weile, bis der Bordlader auf die maximale Leistung von knapp 75 kW hochfährt und die auch nur kurz hält. Es dauert gut eine halbe Stunde, um 30 kWh nachzuladen und 50 Prozent Füllstand zu erreichen.

Beim Laden wird die schon etwas ältere Technologie deutlich: Mehr als 75 kW gingen in unserem Test nicht durch die Leitung, an öffentlichen AC-Säulen dauert das Aufladen mit maximal 7,2 kW eine Ewigkeit – nämlich knapp zehn Stunden, auch weil die Leistung schwankt. Besser 420 Euro in den 11-kW-Lader investieren und nach sieben Stunden wieder mit vollem Akku in den nächsten Arbeitstag starten.

Kia e-Soul Cargo 2022 Foto: Immanuel Schneeberger
Das Umbaukit zum Transporter schlägt mit 1.380 Euro (netto) zu Buche, der Einbau beim Händler dauert anderthalb Stunden.

Das Umbaukit zum Transporter schlägt mit 1.380 Euro (netto) zu Buche, der Einbau beim Händler dauert anderthalb Stunden. Es wiegt 41 Kilo, 390 Kilo dürfen zusätzlich an Bord. Einen Bonus gibt es beim Wiedervermarkten des Leicht-Transporters: Dann lässt sich die Rückbank einfach wieder einbauen, auf sichtbare Bohrlöcher verzichtet die Konstruktion. Fehlt nur noch ein Platz für die Rückbank, während man den Cargo-Soul fährt – doch auch da tüfteln die Kia-Deutschland-Leute schon an einer passenden Lösung.

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