Mazda CX-30 2.0 Skyactiv X AWD Test Der Sonderling

Mazda CX-30 2023 Foto: Mazda 9 Bilder

Gibt’s einen kompakten SUV mit ordentlich Power und Allradantrieb, der mit dem Sprit knausert? Mazda hätte da einen Vorschlag.

Kleine, von Turbos aufgeblasene Motoren, weniger Zylinder, Elektro-Unterstützung durch 48-Volt-System oder aufwändige Hybridtechnik – praktisch jeder Hersteller versucht irgendwie, den Spritverbrauch seiner Motoren zu senken. Das ist bei Mazda nicht anders. Aber die Ingenieure in Hiroshima gehen wieder mal ihren eigenen Weg. Vereinfacht gesagt, kombinieren sie durch eine sogenannte Kompressionszündung die Vorteile eines Benziners (saubere Verbrennung, weniger Stickoxide) mit denen eines Diesels (geringer Verbrauch). Das Ganze unterstützt von einem mechanischen Kompressor und sowie einem 24-Volt-System samt Startergenerator.

Mazda CX-30 2023 Foto: Mazda
Für nur rund 500 Euro Aufpreis bietet Mazda das sehr gut ausgestattete Sondermodell Homura an.

Verbrauch 12 Prozent über Werksangabe

Ob das funktioniert? Klar, versichert der Pressesprecher, als wir ihm von der firmenauto-Verbrauchsrunde erzählen, und stellt uns einen CX-30 2.0 Skyactiv X AWD auf den Testwagenparkplatz. Den schicken wir natürlich sofort auf unsere 200 Kilometer lange Testrunde. Deren ausgewogener Mix aus Stadtverkehr, Autobahn und Landstraße deckt Spritfresser gnadenlos auf. Sparsame Modelle dagegen verbrauchen hier im Schnitt unter sechs Liter. Mit dem 121 PS starken CX-3 (5,9 l/100 km) sowie dem Mazda 6 Kombi 2.2 Diesel (5,7 l) hatte es Mazda bereits in die firmenauto-Liste der besten Spritsparer geschafft. Und der CX-30? Kommt auf 6,2 l/100 km. Nicht schlecht für einen 186 PS starken Kompakt-SUV mit Allradantrieb, und nur zwölf Prozent über der Werksangabe von 5,5 l/100 km. Erstaunlich auch deshalb, weil unter der schicken Haube kein schmalbrüstiger Dreizylinder, sondern ein ausgewachsener Zweilitermotor mit vier Pötten arbeitet.

Cruisen klappt gut, aber das ist kein Auto für Dynamiker

Damit fährt der kleine SUV sehr angenehm. Zumindest, wenn man sich daran gewöhnt hat, dass untenrum nur wenig passiert. In der Stadt legt man fast gleich nach dem Losfahren den sechsten Gang der top abgestimmten, präzisen Schaltung ein und rollt entspannt mit knapp über Leerlaufdrehzahl von Ampel zu Ampel. Auch sanft beschleunigen geht, ohne dass sich der Motor verschluckt oder der Antrieb ruckelt. Im Gegensatz zu Turbos, die beim Tritt aufs Gas sofort Dampf machen, will der ansonsten sehr kultivierte Motor aber beim Überholen oder am Berg ordentlich gedreht werden und wird jenseits der 4.000 Touren ordentlich laut. Dynamische Fahrer werden sich deshalb mit dem Aggregat eher nicht anfreunden, obwohl das straffe Fahrwerk durchaus mit flotten Kurven klarkommt.

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Ansonsten glänzt der CX-30 mit dem markentypisch hochwertig verarbeiteten Innenraum samt guter Serienausstattung. Auf 4,40 Metern Länge bietet er vorne ein gutes, auf der Rückbank nur mittelmäßiges Raumangebot. Wer meist zu zweit unterwegs ist, kommt auch mit dem nur 430 Liter großen Kofferraum klar.

Extras? Jede Menge Ausstattung bereits serienmäßig

Da die meisten Käufer sowieso jede Menge Extras orderten, änderte Mazda vor einiger Zeit die Preispolitik. Jetzt kosten die Autos mehr, kommen aber dafür sinnvoll ausgestattet. Der CX-30 mit dem Skyactive X-Motor und Allradantrieb beispielsweise startet bei 28.059 Euro (alle Preise netto) und fährt auf 18-Zöllern und mit Parkpiepsern vorne, Klimaautomatik, Sitz- und Lenkradheizung sowie einem praktischen zweiten Boden im Kofferraum vor, der das Beladen erleichtert. Die üblichen Fahrassistenten wie Abstandstempomat und Notbremssystem, ein Online-Navigationssystem, mit dem sich Ziele wie bei einer normalen Internetsuche durch die Eingabe von Schlüsselwörtern suchen lassen, sowie das glasklare Head-up-Display sind ebenfalls an Bord.

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Weitere Extras bündeln die Japaner in mehreren Paketen, etwa dem sinnvollen Premium-Paket (1.638 Euro) mit 360-Grad-Monitor, Bose-Sound und diversen Assistenzsystemen. Mehr braucht der vernünftig eingerichtete Firmenwagen nicht. Mal abgesehen vom hervorragenden Matrix-Licht, dass es allerdings nur im Premium-Paket (1.345 Euro) zusammen mit elektrischer Heckklappe, abgedunkelten Scheiben und anderem optischen Schnickschnack gibt.

Mazda  CX-30 2019 Foto: Mazda
LED-Licht ist Standard. Sehr empfehlenswert sind die Matrix-Scheinwerfer, die nachts den Gegenverkehr ausblenden und die Straße adaptiv ausleuchten

Oder man greift gleich zum Sondermodell Homura. Das kostet knapp 500 Euro mehr als das Basismodell, ist aber mit schlüssellosem Zugangssystem, Rückfahrkamera, elektrischer Heckklappe und roten Ziernähten nochmals besser und schicker eingerichtet.

Sechs Jahre Garantie

Am Ende stehen immer rund 30.000 Euro auf der Rechnung. Vergleichbare andere Firmenwagen (Audi Q3, Seat Ateca, Lexus UX, Jeep Compass) kosten entweder mehr oder sind nicht mit Allrad lieferbar (Renault Arkana, Kia Xceed). Außerdem gibt Mazda jetzt sechs Jahre Garantie. Das macht den CX-30 in seiner Klasse zwar nicht einzigartig, aber zu einem sehr guten Angebot.

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