So plant ALD für die Zukunft

Leasing extended

Foto: Adobe/ Sasun Bughdaryan

Leasinggesellschaften stellen sich auf wachsende Nachfrage bei Mobilitätsdienstleistungen ein. Jetzt hat auch Branchenriese ALD einen entsprechenden Zukunftsplan vorgestellt.

Full-Service-Leasing reicht nicht mehr, Mobilitätskonzepte sind gefragt. So sieht es ALD in seinem neuen Strategieplan bis 2025.

Der Kern des bisherigen Angebots, das Full-Service-Leasing und Fuhrparkmanagement, soll erhalten bleiben. Wachstum erhofft sich der Vorstandsvorsitzende Tim Albertsen von neuen Kunden: So will ALD künftig mehr Verträge mit Fahrern abschließen, die vom Unternehmen keinen Dienstwagen gestellt bekommen, deren Arbeitgeber aber schon Verträge mit ALD haben. Auch die bestehenden Partnerschaften mit Herstellern wie Ford, Tesla oder Polestar sollen ausgebaut werden.

Damit rücken elektrifizierte Autos stärker in den Mittelpunkt des Angebots. 30 Prozent der Neuverträge will ALD 2025 für E-Autos abschließen, 50 Prozent bis 2030. Das soll den CO2-Ausstoß der Neuwagen in der Flotte gegenüber 2019 um 40 Prozent senken. Das liest sich gut, ist gegenüber den Plänen der Konkurrenz aber wenig ambitioniert: Lease Plan will bis 2030 samt seiner Gesamtflotte klimaneutral agieren, Arval hat eben erst ver­kündet, 2025 bereits ein Viertel der Bestandsfahrzeuge elektrisch zu betreiben. Immerhin macht es ALD seinen Kunden leicht, aufs E-Auto umzusteigen: Es gibt Komplettpakete inklusive Ladeinfrastruktur in Kooperation mit Chargepoint, und wer einmal mehr Reichweite benötigt, kann kurzfristig ein Auto mit Verbrennungsmotor leihen.

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Allgemein sollen die Angebote deutlich flexibler und digitaler werden. Über Telematiklösungen sollen Fuhrparkbetreiber zusätzliche Services buchen sowie Empfehlungen bekommen, für welche Fahrer sich E-Autos lohnen. Über die ALD-Move-Plattform soll es Mobilitätsdienstleistungen geben, die direkt die Car-Policy und den Kalender der Mitarbeiter berücksichtigen. Damit das nicht nur mit Poolfahrzeugen klappt, sind Kooperationen geplant. Auf Arval und Sixt angesprochen, sagt Albertsen: "Niemand kann Mobility as a Service alleine anbieten. Es gibt nichts, dass uns daran hindert, auch mit Sixt zusammenzuarbeiten." Konkrete Pläne dazu verkündete er allerdings nicht.

Was ein Leasingunternehmen verdient, entscheidet zu einem großen Teil die Wiedervermarktung. ALD ist hier mit eigenen Car-Outlets gut aufgestellt. Künftig soll das Remarketing zunehmend in eine spätere Phase des Autolebens rutschen. Standen 2019 nur 8.000 Leasingverträge für Gebrauchtwagen in den Büchern, plant ALD für 2025 mit 125.000. Vor allem E-Autos sollen auch gebraucht noch ein Leasing­leben haben. Dort sieht das Unternehmen dann nach dem Privatleasing weitere Einsatzmöglichkeiten als Carsharingfahrzeuge. Am Ende dieses Zyklus steht dann nicht mehr die Vermarktung an Nutzer, sondern das Recycling der Rohstoffe im Auto. Der klassische Weg der Wiedervermarktung nach Leasing­ende bleibt gleichwohl bestehen, allerdings noch stärker digitalisiert als heute schon.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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