Umfrage zur Antriebswahl in Fuhrparks

Flottenmanager sehen E-Mobilität kritisch

Foto: Nissan

Der Diesel steckt in der Krise und dennoch halten ihm Flottenmanager die Treue, statt auf E-Mobilität umzusteigen. Geringe Reichweiten, schlechte Infrastruktur und mangelnde Informationspolitik sind die Hauptgründe.

Wie zu erwarten sind Dieselfahrzeuge immer noch die unangefochtene Nummer eins in deutschen Fuhrparks. Der Trend geht jedoch weg vom Selbstzünder. Sowohl im Gesamt- als auch im Flottenmarkt gehen die Zulassungen für Dieselfahrzeuge erheblich zurück, wie das Marktforschungsinstitut Dataforce nach einer Befragung von 740 Fuhrparkbetreibern analysiert. Eine Erklärung dafür biete das nahezu geflügelte Wort „Dieselkrise“ in Verbindung mit den tatsächlichen und erwarteten Fahrverboten.

Im Zuge dessen wurden in der Vergangenheit insbesondere Benziner als Ersatz angeschafft. Ebenso erfahren die alternativ betriebenen Fahrzeuge in den letzten Jahren prozentual einen erheblichen Anstieg bei den Neuzulassungen. Während die alternativen Antriebe im Gesamtmarkt mit 1,5 Prozent aller Neuzulassungen von den Hybriden angeführt werden, liegen im Relevanten Flottenmarkt Hybride, E-Fahrzeuge sowie Plug-in-Hybride mit 1,3 beziehungsweise 1,2 Prozent gleich auf. Betrachtet man die Verteilung über die unterschiedlichen Größenklassen hinweg, haben Elektroautos in kleinen Fuhrparks deutlich die Nase vorn. Hybridfahrzeug sind teilweise in den größeren Flotten überdurchschnittlich vertreten.

Die Meinung der Fuhrparkleiter über alternative Antriebe

Nach Einschätzung der Flottenexperten herrscht teilweise immer noch große Unwissenheit zum Thema alternativ betriebener Fahrzeuge, gepaart mit mangelnder Informationspolitik der Hersteller. In Bezug darauf ist es kaum verwunderlich, dass knapp 60 Prozent aller befragten Fuhrparkleiter eine negativ behaftete Meinung aufbringen. Als Hauptgrund gegen die Aufnahmen solcher Fahrzeuge in Flotten wird mit einer zu geringen Reichweite argumentiert. Als Richtgröße mit der 80 Prozent zufrieden wären, hat sich in der Befragung eine Größenordnung von 600 Kilometern Reichweite herauskristallisiert. Bemängelt werden außerdem die schlechte Ladeinfrastruktur sowie die zu hohen Anschaffungskosten. Hierbei ist jedoch ein Großteil bereit, einen geringen Teil an Mehrkosten in Kauf zu nehmen.

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