Ford E-Transit Test (2022) E-Transporter mit viel Service

Ford E-Transit Foto: Ford 20 Bilder

Ford baut um seine leichten Nutzfahreuge ein ganzes Ökosystem an Produkten und Dienstleistungen auf. Als erstes Produkt von Ford Pro startet der elektrische Transit.

Eine ganze Welt rund ums Nutzfahrzeug, das will Ford Pro sein. Die Bereiche: Fahrzeuge, Service, Charging, Software und Financing. Erster Vertreter: der E-Transit. Für viele Unternehmen ist der ja der Transporter schlechthin, kann er doch auf eine mehr als doppelt so lange Geschichte zurückblicken wie der Namensgeber der Sprinter-Klasse. Umso wichtiger für Ford, dieses Urgestein endlich elektrisch anzubieten.

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Erste Überraschung beim Blick ins Datenblatt: Bis zu 269 PS werden dort angegeben. Da kann die Konkurrenz mit 116 bis 136 PS nicht mithalten. Seinen Antrieb übernimmt der Lastenträger vom sportlichen Pkw Mustang Mach-e. Ebenso den Akku: 75,7 kWh, davon 68 kWh nutzbar, sollen laut WLTP für 317 Kilometer gut sein. Selbst im bitterkalten Winter soll der Transporter 150 Kilometer schaffen. Als zweite Version legt Ford den Transporter mit bis zu 269 PS starken E-Antrieb auf.

Wieviel Power soll’s denn sein?

Tatsächlich ist aber schon schon im Einstiegsmodell mit 184 Elektro-PS ordentlich Zug dahinter. Der Stromer bringt genügend Reserven mit, damit ihm auch bei einer optionalen Auflastung auf 4,25 Tonnen und damit satten 1.720 Kilogramm Zuladung nicht die Puste ausgeht. Dabei helfen ihm die sofort verfügbaren 430 Newtonmeter. Und die Performance-Variante? Geht gar nicht so viel flotter als das Einstiegsmodell, denn trotz der höheren Leistung hat der Große nicht mehr Drehmoment.

Rekuperation und Laden

Die zweistufige Rekuperation lässt sich über eine Taste im Automatikwählrad steuern. Im stärkeren Modus kommt der E-Transit dem Ein-Pedal-Fahren schon recht nah. Die Betriebsbremse wird also in den meisten Fällen, vor allem in der Innenstadt, nur zum Anhalten benötigt. An der Wallbox genehmigt sich der Transporter acht Stunden für eine Komplettladung. Wer unterwegs schnell einen Schuss Elektronen braucht, lädt den Akku in 35 Minuten von 15 auf 80 Prozent auf.

Ford E-Transit Foto: Ford
Der CCS-Anschluss sitzt an der Front, geladen wird mit bis zu 115 kW

Zwei Ausstattungsvarianten

Ford bietet den E-Transit in den Varianten Basis und Trend an. Laut Ford dürfen sich aber beide über ein ordentliches Ausstattungsplus im Vergleich zum Diesel-Pendant freuen. So gibt es bereits für die Basis das neue Ford Sync 4 Entertainment-System mit 12-Zoll-Display und im Vergleich zum Vorgänger doppelter Rechenpower. Außerdem sind unter anderem Klimaautomatik, Sitzheizung und eine beheizbare Frontscheibe an Bord. In der Trend-Variante kommt noch beispielsweise ein Navi dazu. Praktisch für alle, die unterwegs mobile Arbeistmaschinen anschließen müssen, sind die Steckdosen im Heck und im Cockpit. Bis zu 2,3 kW starke Geräte lassen sich an die 230-Volt-Dosen anschließen.

Ford E-Transit Foto: Ford
Die Kabine unterscheidet sich kaum von der eines Transit mit Dieselmotor.

Natürlich gibt es auch für den E-Transit jede Menge Assistenzsysteme vom Pre-Collision-Assist mit Fußgängererkennung über die adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Verkehrsschilderkennung und Totwinkel-Assi bis zum Fahrspur-Assistenten und Kreuzungsassistenten. Dazu kommen weitere Systeme wie der Rückfahr-Bremsassistent, Rückfahr- oder 360-Grad-Kamera.

Pannenhilfe und Garantie

Ford gibt acht Jahre beziehungsweise 160.000 Kilometer Garantie auf alle Hochvolt-Komponenten. Dazu gibt's im ersten Jahr ein spezielles Pannenhilfepaket samt Starthilfe, falls der Fahrer mit leerem Akku strandet. Zudem bietet das Ford Pro Service-Netzwerk mehr als 1.500 Stützpunkte in ganz Europa, die für E-Autos ausgebildet sind.

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Preise und Varianten

Für den Einstieg in die Welt des elektrischen Transit werden 53.145 Euro netto fällig. Dafür gibt es ein Fahrgestell mit Einzelkabine. Der Kastenwagen mit Einzelkabine kostet netto mindestens 55.845 Euro, der nur in Trend-Ausstattung erhältliche Kastenwagen mit Doppelkabine schlägt mit 60.940 Euro zu Buche. Insgesamt bietet Ford den E-Transit in 25 verschiedenen Varianten an, also in den genannten Konfigurationen mit drei Radständen, zwei Dachhöhen und Gesamtgewichten von 3,5 bis 4,25 Tonnen.

Ford Pro Service

Außerdem gibt es weitere Pakete wie Ford Pro Service, FordLiive oder Ford Pro. Letzterer ist kostenlos und soll mögliche Defekte frühzeitig erkennen. Per Fahrzeug-Modem können Daten in Echtzeit abgerufen und Reparturen besser geplant werden. Ford verspricht 60 Prozent weniger Ausfallzeiten.

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Was der Strom-Kasten kann

Demnächst will Ford einen mobilen Pannenservice anbiete, der vor Ort 75 Prozent der Arbeiten ausführen soll, für die sonst ein Werkstattaufenthalt nötig wäre. Vorerst richte sich das Angebot aber nur an Ford-Flottenkunden mit mehr als 50 Nutzfahrzeugen.

Laden leicht gemacht

Außerdem sollen Kunden zum Auto gleich einen Ladeserice ordern. Beim Home Charging, also zuhause an der Wallbox, lässt sich der privat gezapfte Strom separat ausweisen. Beim Depot Charging checken Experten von Ford vor Ort, welche Ladelösung für den Unternehmer die beste ist. Zusätzlich bekommen Ford Kunden über die Kooperation mit New Motion und Ionity europaweit Zugang zu mehr als 300.000 Ladepunkten.

Ford Pro Software

Daten und deren Anbindung widmen sich die vier Bereiche von Ford Pro Software. Die kostenlose App Ford Pass Pro soll kleineren Flotten bei der Verwaltung helfen. Sie zeigt Tank- und Ladeatendaten, ob das Fahrzeug abgeschlossen ist oder wo es parkt.Das kostenlose webbasiertes Tool Ford Telematics Essentials richtet sich an Flotten jeder Größe. Es soll helfen, Betriebszeiten zu maximieren und gibt dem Nutzer Zugriff auf mehr als 4.000 Parameter, wie Ford Pass Pro beispielsweise auch zu Füllständen.

Ford Telematics in der Vollversion wiederum liefert – kostenpflichtig – Informationen zur Effizienz und Effektivität der Flotte. Enthalten ist zusätzlich zu den bei Essentials genannten Umfängen zum Beispiel auch eine App, mit der Fuhrparkleiter und Fahrer kommunizieren können. Ford Data Services schließlich, ebenfalls kostenpflichtig, stellt großen Fuhrparkbetreibern per API (Programmierschnittstelle) die Fahrzeug-Rohdaten zur Verfügung, beispielsweise zur Einbindung in Systeme von Drittanbietern.

Flankiert wir das Ganze von Finanzierungsangeboten, die über klassisches Full-Service-Leasing hinausgehen sollen. So kann der Kunde alle Beträge aus den genannten Ford-Pro-Dienstleistungen gesammelt auf nur einer Rechnung mit seiner Finanzierung erhalten. Außerdem können Großkunden über einen Rahmenvertrag mit der Ford Bank neue Fahrzeuge ohne Verwaltungsaufwand beschaffen – ohne zusätzliche Bonitätsprüfung.

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