Marktübersicht Transporter-Leasing

Wer bietet was?

Renault Z.E. Foto: Renault

Transporter machen Arbeit – und sie helfen dabei. Ein- und Aufbauten machen Leasing zwar kompliziert, aber nicht unmöglich. Eine Marktübersicht.

Vom Dacia Dokker über den VW Caddy bis zu großen Kastenwagen wie dem Iveco Daily: Kaum eine Fahrzeuggattung im Fuhrpark ist komplexer als der Transporter. Da kann es schon mal schwerfallen, den Überblick zu behalten. Und von den zahlreichen möglichen Aufbauarten war da noch gar keine Rede.

War der Transportermarkt im ersten Quartal 2018 noch leicht rückläufig gewesen, bestellten die Flottenkunden im gleichen Zeitraum 2019 deutlich mehr neue Transporter. Laut den Marktbeobachtern von Dataforce wurden 63.377 Fahrzeuge neu zugelassen, was ein außergewöhnlich starkes Wachstum von 13,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet. Das erscheint logisch, denn im Handwerk floriert das Geschäft; außerdem drohen für die oft älteren gekauften Transporter in vielen Innenstädten Fahrverbote. Da erneuern etliche Unternehmen doch lieber vorsorglich ihre Flotte.

Wie bei jeder Fahrzeuganschaffung stellt sich dann die Frage, ob ein Unternehmen Neuzugänge kauft beziehungsweise finanziert oder least. Vor allem bei Handwerker-, Service- und Reparaturfahrzeugen setzen noch viele Firmen auf den Kauf. Meist werden die Autos lange gefahren, damit sich die teuren Spezialeinbauten amortisieren. Das erstaunt, bieten doch viele Leasinganbieter schon seit Jahren die Möglichkeit, Einbauten mit ins Leasing aufzunehmen. Sixt etwa sieht je nach Art des Ausbaus sogar Potenziale für höhere Restwerte.

Toyota Proace, 2016 Foto: Toyota

Klar ist: Transporter sind dazu da, Geld zu ver­dienen. Standzeiten müssen vermieden werden. Die Total Costs of Ownership (TCO), also die Gesamtkosten über die volle Besitzdauer, haben noch mehr Einfluss auf die Entscheidung, welches Modell letztlich gefahren wird. Ein Transporterkauf ist häufig eben eine weniger emo­tionale Entscheidung als der eines Pkw, wo sich User-­Chooser auch schon teurere Modelle leisten dürfen und so die Sparbemühungen des Fuhrparkmanagements durchkreuzen.

Leasingfirmen kennen dieses Problem natürlich zur Genüge. So setzt Arval darauf, Ausfallzeiten zu minimieren. "Hierfür müssen Reparaturleistungen, die Ein- und Aussteuerung von Fahrzeugen sowie das Schaden­management besonders zügig vonstattengehen", sagt Christian Schüßler, Commercial Director bei Arval. Im Rahmen von Leasingverträgen bieten die meisten Gesellschaften deshalb problemlos Ersatzwagen bei Reparaturen an.

Außerdem erfordert die große Modellvielfalt am Markt gute Beratung: Muss es wirklich das Superhochdach mit dem längsten Radstand sein oder tut es auch eine Stufe niedriger und kürzer? Vielleicht reicht gar ein kleineres Modell in der größten Ausführung. Das senkt im Zweifel nicht nur Anschaffungs- und Spritkosten, sondern wegen der besseren Handlichkeit auch das Reparaturrisiko. Bei reinen Gebrauchsfahrzeugen sind die Schadenkosten nicht zu unterschätzen. Auch hier lohnt ein genauer Blick, welches Modell für den eigenen Zweck am günstigsten fährt.

Die individuellen Bedürfnisse im Unternehmen machen häufig Sonderlösungen erforderlich. "So viel Standardisierung wie möglich, so viel Individualisierung wie nötig", empfiehlt Knut Krösche, Geschäftsführer von VW Leasing. "Das soll heißen, dass besonders Auf- und Umbauanbieter bevorzugt werden sollen, deren Produkte einem Baukastenprinzip folgen." So passen die Umbauten im besten Fall auch in das Nachfolgefahrzeug.

Leasing, Tablet, Berechnung, kalkulation, Auto, Konfigurator Was Leasinggesellschaften bieten (2019) Der Markt in Zahlen

Damit Leasinggesellschaften auf die speziellen Bedürfnisse der Transporterkunden eingehen können, setzen sie speziell geschultes Personal ein. Bei Lease Plan beispielsweise sind in der Beratung Nutzfahrzeugmeister oder Fahrzeugtechnik-Ingenieure angestellt, andere setzen auf gezielte Fortbildungen des Vertriebspersonals. Dass die Anforderungen anders sind als bei Pkw, sieht man auch in der durchschnittlichen Leasingdauer von Transportern: Unter 36 Monaten passiert wenig.

Bei ARI Fleet laufen Transporter durchschnittlich 60 Monate und 180.000 Kilometer bis zum Vertragsende. Damit dann keine böse Überraschung droht, sollten Leasingfirmen die Kriterien der fairen Rücknahme vom Verband markenunabhängiger Fuhrpark­managementgesellschaften einhalten. Darin sind übliche Schäden mit Bildern aufgeführt.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
firmenauto 09 2019 Titel
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