Corona-Folgen

Shutdown der automobilen Mobilität?

Construction of newly finished, empty highway. Foto: ©ada - stock.adobe.com

Dienstreisen und Veranstaltungen sind abgesagt, Arbeiten im Homeoffice ist im großen Stil möglich: Können wir jetzt auf das Auto verzichten?

Der Begriff "notwendige Mobilität" wird in einem Szenario, in dem wir Einschränkungen aus Rücksicht auf Gesundheitsrisiken in einem nie da gewesenen Ausmaß hinnehmen müssen und wollen, sicher anders definiert als in normalen Zeiten. Hat die Corona-Krise also gezeigt, dass wir Autos – die statistisch gesehen sowieso 23 Stunden auf dem Parkplatz stehen – nicht so brauchen, wie eine automobilliebende deutsche Gesellschaft immer dachte? Bringt Corona einen Schub in den Change von einer Autofuhrpark- in eine Mobilitätsmanagement-Generation?

Auf jeden Fall hat Corona dem einen oder anderen von uns die Augen geöffnet. Meetings lassen sich auch intelligent planen. Nicht immer sind Fahrten und – inzwischen sowieso verpöntes – Händeschütteln notwendig. Dass man auf persönliche Treffen, Face-to-Face-Gespräche und den Austausch jenseits des ursprünglichen Anliegens nicht ganz verzichten kann und sollte, steht außer Zweifel. Auch der Erfahrungsaustausch auf Verbands­meetings und Präsenzseminaren, die gebündelte Informationsaufnahme bei Messen und Großevents nennen wir heute nice to have, sie sind aber in Wirklichkeit ein echter Ort der persönlichen Weiterentwicklung. Gebündelte Informationen werden transparent und nutzbar, bringen Teilnehmer und Unternehmen, wenn es gut läuft, auf das nächste Level. Und zwar komprimiert in relativ kurzer Zeit.

Auch was Lieferketten bedeuten, haben wir in Corona-Zeiten gelernt. Solange sich in unserem Flächenland erfolgsrelevante Aktivitäten für unsere großartige, mittelständisch geprägte Wirtschaft nicht komplett in den Großstädten abbilden lassen, solange notwendige Produkte nicht schnell und effizient in Güterzügen an jeden Ort der Verwendung verbracht werden können, so lange werden wir auch auf die automobile, flexible Mobilität nicht verzichten können. Dass ökologische Gesichtspunkte, emissionsarme Fahrzeuge, intelligente Tourenplanung bis hin zu einem vermehrten Einsatz von Onlinebesprechungen sinnvoll sind, das ist dabei selbstverständlich.

Dass modernes und innovatives Mobilitätsmanagement auch nicht nur Poolfahrzeuge und Dienstwagen umfasst, sondern flexible und effiziente Mobilitätskonzepte umsetzen muss, lernen auch die Absolventen unseres Zertifikatslehrgangs zum Mobilitätsmanager, es sollte aber auch jedem altgedienten Fuhrparkmanager, jeder Fuhrparkmanagerin inzwischen Anliegen und Leitbild geworden sein.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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